Skip to main content

AMD Radeon RX 6800 XT: Release, Preis und News

AMD Radeon RX 6800XT
(Image credit: AMD)

Mit der AMD Radeon RX 6800 XT hat AMD endlich seine Big Navi-Reihe von Grafikkarten vorgestellt. Das Flaggschiff des Unternehmens soll dabei ein Stück von Nvidias Marktdominanz stibitzen.

Seit Nvidia Ray-Tracing-Cores in seine GPUs integriert hat, versucht AMD – bisher weitestgehend erfolglos – aufzuholen. Bisher. Denn mit der neuesten Generation von Radeon-Grafikkarten dürfte AMD wieder mit Nvidia gleichziehen.

Big Navi, wie die neue RDNA 2-Grafikkartenarchitektur von AMD liebevoll genannt wird, bringt endlich Ray-Tracing-Hardware ins Radeon-Sortiment. Da es die ersten Grafikkarten von AMD mit Ray-Tracing sind, dürfte Nvidia in diesem Punkt immer noch die Nase vorn haben, aber einigen Leaks zufolge* soll die RX 6800 XT in traditionellem rasterisierten Gaming besser performen* als die RTX 3080 und AMD verspricht, dass sie es auch tatsächlich tut.

Die neue Grafikkarte soll am 18. November in den Handel kommen. Daher können wir noch keine Aussage darüber treffen, wie sie unter realen Umständen performt. Bis dahin sammeln wir alle Informationen an einem Ort – und zwar hier. Wir werden die Seite aktualisieren, sobald mehr Infos eintrudeln, daher lohnt es sich, sie zu bookmarken.

Kurz und knapp

  • Worum geht es? Die neue Flaggschiff-Radeon-Grafikkarte von AMD
  • Wann erscheint sie? 18. November 2020
  • Wie viel kostet sie? $649 (Euro-Preis noch unbekannt)

Big Navi

(Image credit: AMD)

Radeon RX 6800 XT Releasedatum

Jetzt, wo die Radeon RX 6800 XT offiziell vorgestellt wurde, haben wir auch endlich ein Datum, wann sie in den Handel kommt. Die AMD Radeon RX 6800 XT, zusammen mit ihrer kleinen Schwester, der RX 6800, erscheint am 18. November. Es bleibt abzuwarten, ob AMD genügend Karten auf Lager hat, um der hohen Nachfrage nachzukommen, die es bei dieser Karte sicherlich geben wird.

Radeon RX 6800 XT Preis

Die Radeon RX 6800 XT positioniert sich als direkte Konkurrenz zur GeForce RTX 3080, kostet dabei aber nur $ 649,-, was sich grob mit unseren Erwartungen deckt. Das setzt Nvidia unter Druck, da die RTX 3080 $ 699,- (€ 699.-) kostet.

Durch den geringeren Preis könnte AMD potenzielle Käufer der RTX 3080 von zur RX 6800 XT ziehen, besonders, wenn die RTX 3080 schwer erhältlich bleibt.

Und es sieht so aus, als würde sich Nvidia selbst darauf vorbereiten. Die gemunkelte 20-GB-Version der RTX 3080 soll angeblich eingestellt worden sein* – wenn sie jemals existiert hatte –, aber die Gerüchteküche brodelt jetzt um eine potenzielle GeForce RTX 3080 Ti*, die es Nvidia erlauben würde, die RTX 3080 herunterzusetzen, um besser mit AMD konkurrieren zu können. Die 3080 Ti würde dementsprechend mehr kosten.

In jedem Fall hat AMD Nvidia in diesem Segment schon lange nicht mehr herausgefordert, also dürften die nächsten Monate interessant werden.

AMD Big Navi RDNA 2

(Image credit: AMD)

Radeon RX 6800 XT Specs und Performance

Von Werk aus gibt AMD an, dass die Radeon RX 6800 XT bei 4K-Gaming rund doppelt so gut performt wie die Vorgängerin, die Radeon RX 5700 XT. Das liegt nicht zuletzt daran, dass es sich hierbei einfach um eine größere GPU handelt. Wir reden hier von 72 Recheneinheiten mit 16 GB GDDR6-RAM, die mit 2.015 MHz Grundtakt und 2.250 MHz Boost-Takt laufen.

Zwischen den beiden Zahlen muss man allerdings eines beachten: AMD-GPUs schalten nur für kurze, anspruchsvolle Arbeitslasten auf den Boost-Takt hoch, wo eine höhere Frequenz dabei hilft, schwierigere Aufgaben schneller zu lösen. Die Zahl, die für die meisten relevant sein sollte, sind 2.015 MHz, die aber trotzdem höher sind als die 1.755 MHz der RX 5700 XT.

Wenn man den höheren Grundtakt mit der Tatsache kombiniert, dass AMD die Anzahl der Recheneinheiten von 40 bei der 5700 XT auf 72 bei der 6800 XT fast verdoppelt hat, kann man sich gut vorstellen, dass AMD die versprochene doppelte Leistungssteigerung auch erfüllt. Wie viele Streaming-Multiprozessoren diese Recheneinheiten besitzen, ist noch nicht bekannt, da AMD mit diesen Informationen noch nicht herausgerückt hat.

Da im Datenblatt der Xbox Series X allerdings die Anzahl der SMs der GPU angegeben ist und sie auf derselben Architektur basiert, gehen wir davon aus, dass jede Recheneinheit der AMD Radeon RX 6800 XT dieselbe Anzahl an SMs besitzt.

Die GPU der Xbox Series X besitzt 52 Recheneinheiten mit 3.328 SMs, was bedeutet, dass die 72 SMs in der RX 6800 XT – ausgehend davon, dass das Layout ähnlich ist – 4608 SMs besitzt. Daraus errechnet sich ein reiner FP32-Durchsatz von 18,57 TeraFLOPs, was wesentlich weniger ist als die RTX 3080.

Allerdings behauptet AMD, dass die Radeon RX 6800 XT dasselbe Leistungsniveau hat wie die Nvidia GeForce RTX 3080 und in manchen Fällen sogar darüber liegt. Es kann also sein, dass Team Rot einfach einen Weg gefunden hat, die Kerne besser auszulasten. Das müssen wir allerdings selbst überprüfen, wenn wir eine der Grafikkarten zum Testen bekommen.

Ein Punkt, den man nicht vernachlässigen sollte, ist, dass die Radeon RX 6800 XT 16 GB GDDR6-Speicher besitzt und nicht GDDR6X, wie die RTX 3080 und RTX 3090. Das klingt zunächst problematisch, aber AMD hofft, es mit der Infinity Cache-Technologie, ähnlich wie bei Ryzen-Prozessoren, zu beheben und die Speicherlatenz deutlich zu senken. 

AMD geht sogar so weit, zu behaupten, dass der Einsatz des Infinity Cache, zusammen mit GDDR6 VRAM auf einem 256-Bit-Bus, zu mehr als doppelt so viel Bandbreite bei geringerem Stromverbrauch führt. Vielversprechend, wenn wahr.

Ausgehend von AMDs eigenen Behauptungen sieht es so aus, als gäbe es bei den meisten Spielen in 4K einen ausgeglichenen Schlagabtausch. Wenn das stimmt, gäbe es endlich wieder Auswahl im oberen Grafikkartensegment – das erste Mal seit der Radeon R9 Fury X in 2015. Wir können es kaum erwarten, die AMD Radeon RX 6800 XT in unseren Prüfstand zu bekommen und zu sehen, was genau sie wirklich kann.