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Canon EOS R

Wir nehmen Canons neue Vollformat DSLM unter die Lupe

Canon EOS R: Verarbeitung und Handling

  • Gehäuse aus Magnesiumlegierung
  • Wetterresistenz
  • Neue Kontrollleiste

Das Design der EOS R liegt irgendwo zwischen einer EOS DSLR und Samsungs unterschätzter NX1 DSLM.

Das Gehäuse der EOS R hat ein gefälliges mattes Finish mit einem Gehäuse aus einer Magnesiumlegierung und Magnesiumteilen. Dazu kommt der Handgriff in DSLR Größe, er fühlt sich gut verarbeitet an. Die EOS R ist damit im direkten Vergleich zur ähnlich großen EOS 5D Mark IV etwas dünner - aber nicht wirklich kleiner - und kommt damit vom Feeling einer EOS 6D Mark II sehr nahe.

Das sind vielleicht gute Nachrichten für Canon Nutzer, die die Ähnlichkeit der EOS R zu den DSLRs von Canon begrüßen dürften, da das das gleiche gute Handling und bessere Unterstützung für längere und/oder schwerere Objektive bedeutet. Wer an einer spiegellosen Systemkamera allerdings die geringere Größe im Vergleich zu DSLRs schätzt, wird von der EOS R eher enttäuscht.

Canon hat versucht, die Bedienung, das Knopf-Layout und auch die Benutzeroberfläche an die DSLRs anzugleichen, daher sollte die Bedienung  Canonnutzern relativ bekannt vorkommen. Es gibt aber ein paar Neuerungen. Einige sind gut, einige schlecht.

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Ein Feature, das uns sehr gut gefällt, ist das oberseitige LCD Display. Nicht einfach weil es die Haupteinstellungen der Kamera anzeigt, sondern weil es mehr Informationen anzeigt als man erwartet und die Implementierung sehr pfiffig ist.

Drückt man beispielsweise den Beleuchtungsknopf des Bildschirms, so muss man ihn etwas länger drücken als gewöhnlich. Warum? Drückt man ihn nur kurz, so erhält man weitere Aufnahmeoptionen (die primären sind Blende, Verschlusszeit, usw.). Das ist eine raffinierte Nutzung bestehender und vertrauter Bedienelemente, auch wenn der Beleuchtungsknopf etwas klein geraten ist und nicht ausreichend weit heraussteht, um ihn einfach zu bedienen.

Dem gegenüber steht die neue (und auffallend benannte) Touch Bar.

Wenn dieses LCD Display ein hilfreiches Feature ist, so ist die neue (und auffallend benannte) Touch Bar, direkt auf der Rückseite unterhalb des LCD Displays weniger hilfreich. Wie funktioniert sie? Die Touch Bar kann so konfiguriert werden, dass sie bestimmte Einstellungen direkt zugänglich macht. Die Touch Bar reagiert auf Streichen und Drücken. So kann man mit dem Daumen durch die ISO Einstellung wischen oder den Weißabgleich verschieben oder eben etwas anderes.

Wie auch immer, während dieser Vorstoß von Canon an sich etwas Gutes ist und man sie beglückwünschen sollte, etwas neues zu versuchen, konnten wir mit dieser Bedienung nicht wirklich etwas anfangen. Und den Platz für die Touch Bar hätte Canon auch gut für einen AF-Joystick nutzen können.

Canon EOS R: Autofokus

  • 5,655 Phasendetektion AF Punkte
  • -6 bis 18 EV Arbeitsbereich
  • Dual Pixel CMOS Autofokus

Canons Dual Pixel Autofokus hat uns bereits in den letzten EOS DSLRs im Live View Modus stark beeindruckt (auch bei Canons EOS M Reihe). Und die weiterentwickelte Version davon in der EOS R ist eines der Highlights dieser Kamera.

Hierbei hat der Phasendetektions-Autofokus mit seinen sagenhaften 5.655 Punkten (ja das ist kein Tippfehler, es sind wirklich 5.655 anwählbare Punkte) mit 88 % vertikaler und 100 % horizontaler Sensorabdeckung seine Sternstunde. Der Arbeitsbereich des Autofokus geht bis zu unglaublichen -6 Belichtungsstufen (mit einem f/1,2 Objektiv).

Mit dem neuen RF 24-105 mm f/4L IS USM Objektiv ist die EOS R stark aufgestellt und durchläuft die Fokusbandbreite schnell und problemlos, um auch zwischen unterschiedlichen Distanzen schnell neu zu fokussieren.

Der Autofokus macht auch einen brillanten Job beim Augenfokus beim Facetracking. Selbst wenn die Person im Bild nicht direkt in die Kamera guckt oder hoch oder zur Seite schaut. Bei schlechteren Lichtsituationen arbeitet das Facetracking etwas schlechter, aber wir denken, dass die Nutzer der EOS R sehr beeindruckt sein dürften von der Leistung des Autofokus wenn er die Gesichter auswählt, die Augen scharf stellt und die Schärfe hält. Besonders bei Portrait Shootings dürfte dich diese Funktion begeistern.

Das Fokus Tracking war auch sehr effektiv und machte bei schnell fahrenden Autos einen guten Job, mit denen wir auf einer Rennstrecke den AF getestet haben. Der einzige Wermutstropfen ist die Abwesenheit eines AF-Joysticks, den man von Canons High End DSLRs kennt. Stattdessen musst du den Touchscreen der EOS R nutzen, um den gewünschten AF-Punkt oder -Bereich auszuwählen.