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Canon EOS R

Wir nehmen Canons neue Vollformat DSLM unter die Lupe

Canon EOS R: Performance

  • 8fps Serienbildgeschwindigkeit
  • Dreh- und schwenkbarer Touchscreen
  • Klarer und detailtreuer EVF

Die EOS R kann 8 Bilder pro Sekunde schießen, das ist schneller als Canons eigene EOD 5D Mark IV (7 fps), aber noch hinter Sonys Alpha A/ III (10fps) und Nikons Z6 (11fps). Mit aktiviertem Fokustracking sind noch 5fps möglich, mit EOS R Modus "Tracking Priority" sogar nur noch 3 fps.

Der Bufferspeicher der EOS R ist dennoch recht passabel mit einer Kapazität von 47 RAW Fotos oder 100 JPEG Fotos, bevor diese auf der SD Karte abgespeichert werden müssen.

Die Touchscreenfunktionen hat Canon schön strukturiert. Im Gegensatz zu Sonys stark limitierten Touchscreenfunktionen hat die DSLM von Canon eine große Bandbreite an möglichen Funktionen erhalten. Nicht nur zum Fotos aufnehmen und anzeigen stehen Optionen bereit, sondern für quasi sämtliche Menüpunkte und Quickmenü-Optionen ist der Touchscreen "navigationsfähig". Selbiger ist an sich auch haptisch gut und reagiert sehr feinfühlig.

Der Sucher der EOS R enttäuscht auch nicht. Zwar haben die Sucher der Nikon Z6 und Z7 eine leicht höhere Vergrößerung, die man aber nicht wirklich merkt, solange man sie nicht direkt Seite an Seite vergleicht. Er ist groß und detailreich auflösend. Auch bei schwachem Licht arbeitet er gut. Hier nehmen sich in der Auflösung des EVFs weder Canon, Nikon oder Sony die Butter vom Brot mit gleich gut auflösenden EVFs, die allerdings noch ein wenig Bildschirmfeeling im Sucher hinterlassen mit ihren 3,6 MP. Einzig und allein Panasonics Lumix S1 Reihe hat mit ihren knapp 6 MP starken EVFs einen wirklich - auch für DSLR Fotografen - nativ wirkenden EVF auf dem Markt.

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Der Touchscreen lässt eigentlich die Bedienung aller Einstellungen der Kamera zu. Durch Menüs und geschossene Bilder kann gescrollt werden - ohne Verzögerung. Das Herein- und Herauszoomen aus Bildern geschieht flüssig. Auch bei allen anderen Einstellungen scheint die EOS R wenig Reaktionszeit zu brauchen.

Statt eines rückseitigen Wahlrades, wie man es von den High End EOS DSLRS kennt, hat die EOS R ein kleines Kontrollrad rund um den Mode-Button auf der Oberseite der Kamera. Dieser Mode-Button ist etwas komisch. Er wirkt, als würde er eher zu einer PowerShot Kompaktkamera gehören und man kann den aktuellen Aufnahmemodus lediglich auf einem der Displays sehen und hat keine rein physische Anzeige, wie man sie eigentlich kennt.

Der große On/Off Schalter auf der linken Seite des Suchers fühlt sich ebenfalls nach verschwendetem Platz an. Hier hätte ein Modus-Wahlrad mit integriertem On/Off Ring mehr Sinn gemacht. Fairerweise muss man sagen, dass Nikons High End DSLRs viele Jahre auf einen einzelnen Mode-Button vertraut haben und das war kein Problem.

Ein netter Kniff ist der Kontrollring an den neuen RF Objektiven.

Ein netter Kniff ist der Kontrollring an den neuen RF Objektiven, ähnlich zu dem was man an vielen High End Kompaktkameras findet (wie zum Beispiel bei der Canon PowerShot G1 X Mark III). Die Funktion kann selbst  gewählt werden, beispielsweise für ISO oder Belichtungskorrektur. Der Ring hat Rasten und liefert damit ein direktes physisches Feedback, was für Einstellungen sehr hilfreich sein dürfte (dieses Feedback lässt sich aber auch deaktivieren).

Der Akku hält 330 bis 560 Fotos, je nach Nutzung der Kamera. Mit dem EVF erhält man mehr Fotos pro Akkuladung als mit dem Display. Damit kommt man zwar nicht an die Akkuleistung aus der Sony Alpha A7 III heran (710 Fotos je Akku) aber wie auch bei der Nikon Z7 haben wir festgestellt, dass man deutlich mehr Fotos als vom Hersteller angegeben aus einem Akku unter realen Bedingungen erhält.

Canon EOS R: Bildqualität

  • Ergebnisse ähnlich zur EOS 5D Mark IV
  • Bildrauschen sehr ausgewogen
  • Guter Dynamikumfang

Mit einem Sensor, der dem der EOS 5D Mark IV sehr ähnelt, ist es kein Wunder, dass die Bildqualität der EOS R vergleichbar gut ist. Das sind gute Nachrichten, auch wenn Auflösung und der Dynamikumfang nicht ganz an die teureren Sensoren der DSLM Rivalen von Sony und Nikon von 42 MP und 45 MP herankommen. Trotzdem ist die Bildqualität der EOS R aktuell mit das Beste, was Canon zu bieten hat.

Was bedeutet das für die reale Welt? Nun, Du solltest keine Probleme haben ein detailreiches A3 Poster aus den Bildern zu drucken. Ohne angemessene Nachbearbeitung solltest Du allerdings von Drucken in A2 oder größer absehen.

Betrachten wir das Bildrauschen, schlägt sich die EOS R ganz gut. Bis ISO 800 sieht man keinerlei Rauschen, ab ISO2000 sieht man ein leichtes Krisseln in den Tiefen. Über ISO10.000 bemerkt man auch Rauschen auch in den Farben und deutlich bemerkbares Rauschen in den Tiefen.

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Der Dynamikumfang ist sehr gut, auch wenn die EOS R nicht mit der Dynamik der marktführenden Megapixelmonster mithalten kann. Trotzdem ist es möglich, sehr viele Details aus den Schatten wieder herzustellen und damit in der Nachbearbeitung viele Bilddetails zurückzugewinnen.

Wir erwarten von Canon schon lange sehr gute Farbwiedergabe und auch die EOS R liefert schöne, natürliche Farben inklusive feiner Hauttöne. Es gibt auch eine ganze Reihe an Bildprofilen zur Auswahl, wenn man plant JPEGs aufzunehmen.

Das Belichtungsmesssystem der EOS R arbeitet ebenfalls gut und liefert ausgewogene Belichtungen auch bei Auto-Weißabgleich. Man kann zwischen kalten und warmen Automatik Einstellungen wählen, sodass man neutrale Bilder erhält, selbst bei warmen Licht aus z.B. Halogenlampen.