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Canon EOS R

Wir nehmen Canons neue Vollformat DSLM unter die Lupe

Canon EOS R: Fazit

Das wichtigste vorweg: die Canon EOS R ist keine spiegellose EOS 5D Mark IV. Am nächsten ist die neue DSLM noch der eher auf ambitionierte Hobbyfotografen ausgerichtete EOS 6D Mark II.

Man darf auch nicht vergessen, dass Canon beachten musste, sowohl die existenten EOS Nutzer zufrieden zu stellen, als auch diejenigen, die auch Sonys vollformatige Alpha Reihe oder Nikons neue Z Reihe interessant finden.

Hat Canon dieses Ziel erreicht? In den meisten Punkten ja. Canon hat einen tollen Job gemacht, das Bekannte und Geliebte aus seinen DSLRs in den DSLM-Bereich zu übertragen und dabei trotzdem einige Features zusätzlich zu entwickeln, um die EOS R zu einer vielseitigen und leistungsstarken spiegellosen Systemkamera zu machen.

Die Verarbeitung ist sehr gut ( auch wenn das matte Finish ähnlich abwetzanfällig ist wie bei anderen Modellen mit mattem Finish). Der Autofokus ist sehr schnell und zuverlässig, die Bildqualität lässt sich auch nicht bemängeln.

Die allgemeine Handhabung ist sehr gut, auch wenn es noch Platz für Verbesserungen gibt. Das Fehlen eines AF-Joysticks, das fehlende Modus-Wahlrad und die fragliche Touch Bar frustrieren etwas. Der ein oder andere mag auch enttäuscht davon sein, dass es lediglich einen SD Karten Slot gibt (was andererseits auch vielen egal sein dürfte). Die 4K Videofunktionen mit dem Crop sind verbesserungswürdig und die fehlende Sensorstabilisierung ist auch etwas enttäuschend.

Zusätzlich ist die Kamera ziemlich klobig für eine DSLM. Zwar haben wir das Wachsen und Breiterwerden der DSLMs in den letzten Jahren mitbekommen, aber die EOS R fühlt sich deutlich größer und sperriger an als die Konkurrenz, die neuen Objektive hingegen wirken nicht viel anders als die bisherigen EF Objektive bezüglich des Formfaktors.

Alles in allem ist die EOS R eine sehr leistungsstarke und vielseitige Kamera und sollte besonders die Canon Besitzer zufrieden stellen, die auf der Suche nach einer passenden DSLM sind, ohne direkt neue Objektive kaufen zu müssen. Wenn man jedoch nicht an das EF System gebunden ist, dann ist es schwierig, die EOS R der Konkurrenz vorzuziehen. Die exzellente Nikon Z6 und die Sony Alpha A7 III haben hier zu viele Bereiche, in denen die EOS R leider immer noch schwächelt. Wenn diese Schwächen jedoch von Canon ernst genommen werden, sollte die EOS R II eine ganz andere Nummer sein.

Canon EOS R: Konkurrenz

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Nikon Z6

Die Z6 ist Nikons neue 24 MP vollformatige DSLM und ist mit ihrem Preis die Kamera, die es zu schlagen gilt (sie ist günstiger als die EOS R). Sie bietet 11 fps Serienbildgeschwindigkeit, 273-Punkt AF, 5 Achsen Sensorstabilisierung, einen großen EVF und 4K Video. Eine unserer Empfehlungen wenn man jetzt eine DSLM kaufen will.

Lies unsere umfassende Nikon Z6 Review

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Sony Alpha A7 III

Mit der Z6 gibt es für die Sony Alpha A7 III einen direkten Konkurrenten, aber die A/ III ist immer noch eine extrem gute Kamera. Ein 24 MP Vollformatsensor, ein 693-Punkt AF mit extrem guter Leistung und eine Serienbildgeschwindigkeit von 10 fps, tolle 4K Videos und 5 Achsen Sensorstabilisierung machen die Kamera extrem vielseitig.

Lies unsere umfassende Sony Alpha A7 III Review

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Canon EOS 5D Mark IV

Canons an Profis gerichtete Vollformat-DSLR bietet einen zur EOS R ähnlichen Sensor und ist für sich eine sehr gute DSLR, auch wenn sie hinter Nikons D850 etwas zurückliegt und auch gegen Sonys Alpha A7 R III den Kürzeren zieht.

Lies unsere umfassende Canon EOS 5D Mark IV Review (englischsprachig)