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Samsung Galaxy Watch

Ein schwungvolles Design mit ein paar neuen Funktionen

Samsung Galaxy Watch
Best in Class
Image Credit: TechRadar

Fitness

  • Sechs automatisch verfolgbare Übungen und 39 Gesamtübungen
  • Enthält auch seltenere Übungen für Indoor- und Krafttraining
  • Super Schlaf-Tracking, Erinnerungen bei zu viel sitzender Tätigkeit, 1:1 Challenges
  • Benötigt einen besseren Stressbewältigungstracker und Gruppenherausforderungen

Mit neuen automatisch gesteuerten Trainingseinheiten legt die Samsung Galaxy Watch mehr Wert auf Fitness. Radfahren, Ellipsentrainer und Rudern verbinden sich mit den wiederkehrenden, automatisch verfolgten Übungen Walking, Running und dynamisches Training – insgesamt sechs Übungen, die ihr vorher nicht selbst starten müsst.

 Zum Beispiel löste die Uhr bei jedem 10-minütigen Spaziergang zuverlässig (und oft unerwartet) den Übungs-Tracker aus, den wir vergessen hatten zu aktivieren. Es war immer nett diese kurze Aufforderung zu erhalten und zu wissen, dass die Galaxy Watch unsere Schritte, den Kalorienverbrauch und die Entfernung zählte.

Das bedeutet aber nicht, dass ihr euch bei jeder Übung oder einer naheliegenden Variante auf das Auslösen verlassen solltet. Wir nahmen die Galaxy Watch zum Downhill-Mountainbike mit und zu unserer Bestürzung (aber nicht der totale Schock) wurde diese Übung nicht automatisch unter Radfahren oder etwas anderem ausgelöst.

Die Uhr von Samsung kann insgesamt 39 Übungen tracken, darunter 21 Indoor- und Krafttrainingsübungen, die wir wirklich selten auf ähnlichen Smartwatches finden (die LG Watch Sport ist eine weitere Ausnahme).

  • Laufen
  • Spazieren
  • Radfahren
  • Schwimmen
  • Anderes Training
  • Laufband
  • Heimtrainer
  • Geräte
  • Zirkeltraining
  • Arm Curls
  • Arm Extensions
  • Back Extensions
  • Bankdrücken
  • Burpee-Test
  • Crunches
  • Deadlifts
  • Ellipsentrainer
  • Front Raises
  • Wandern
  • Latzug
  • Lateral Raises
  • Legs Curls
  • Leg Extensions
  • Beinpresse
  • Leg Raises
  • Ausfallschritte
  • Bergsteiger
  • Pilates
  • Plank
  • Pull-ups
  • Push-ups
  • Rudern
  • Schulterpresse
  • Situps
  • Kniebeugen
  • Star Jumps
  • Stepper
  • Stretching
  • Yoga

Manuell und automatisch verfolgte Läufe waren auf der Uhr genauer als auf einer Fitbit Versa (die dazu neigt Schritte und Distanz zu übertreiben) und einer allgemeinen Smartphone Tracking-App (die bei Schritten und Distanzen noch mehr übertreiben). Die Uhr war allerdings nicht sehr erfolgreich beim Verfolgen von Situps. Wenn nur drei statt fünf gezählt werden, ist das nicht sehr motivierend.

Samsung Galaxy Watch

Den ganzen Tag über vibriert die Uhr. Wenn ihr zu viel sitzt ist es, als ob sie euch sanft schupsen würde, damit ihr euch bewegt. Sie drängt euch dazu Torso Twists zu machen (und gibt euch auch die Möglichkeit, diese gegen andere Übungen zu tauschen) um diese dann auch noch zu zählen – als ob sie euch nicht vertrauen würde. Sie setzt sich mit allen Einzelheiten durch und fordert euch nicht nur auf, jede Stunde für eine Minute aufzustehen.

Ein weiterer Motivator ist das Herausfordern von Freunden im „together“-Tab von Samsung Health. So könnt ihr mit einem Kumpel konkurrieren und sehen wer jeden Tag mehr Energie verbraucht hat. Die gute Nachricht ist, dass euer Freund nicht die neue Samsung Galaxy Watch haben muss, um mitzumachen – eine beliebige Gear-Uhr oder die App reichen aus. Die schlechte Nachricht ist, das ist eine Eins-gegen-Eins-Challenge und kein Wettbewerb unter einer Gruppe von Freunden.

Samsung Galaxy Watch

Wir finden, dass Samsung’s neuester Stressbewältigungs-Tracker eine nette Idee ist, wenn auch ziemlich nutzlos in seiner Ausführung. Er ist an Atemübungen gekoppelt, was wir beruhigend fanden – 15 Sekunden einatmen….und 15 Sekunden ausatmen. Das wäre besser gewesen, wenn die Stressbewältigungsfunktion auch wirklich automatisch funktioniert hätte, wie es vorgesehen ist. Stattdessen mussten wir unseren Stress manuell messen – gut! – und es scheint alles auf unserer Herzfrequenz zu basieren. Am Ende waren wir gestresst, weil das Feature nicht wie angekündigt funktioniert hat – stellt euch vor.

Samsung Galaxy Watch

Der Beweis, dass wir während dieser Review hart trainiert haben.

Schlaf-Tracking funktioniert größtenteils wie angekündigt. Es wird eure Schlafeffizienz in Prozent mit einer dreistufigen Aufschlüsselung bestimmt: Bewegungsloser, leichter und unruhiger Schlaf. Ihr könnt euren Schlaf bewerten und auf einer Zeitachse eurem Schlaftrend folgen, obwohl ihr aus den Daten eure eigenen Schlüsse ziehen könnt. Es gibt keine Hinweise, wie ihr einen besseren Schlaf bekommen könnt.

Die Samsung Galaxy Watch trackt den Schlaf automatisch und die Werte scheinen genau zu sein. Wir waren es aber leid sie am Handgelenk zu tragen – wie gesagt, sie ist 46 mm groß – aber wir gingen trotzdem jede Nacht damit ins Bett, um unsere Zzzzs zu verfolgen. Dabei stellten wir fest, dass die Uhr über Nacht nur sehr wenig an Batterielebensdauer verlor.

Software und Apps

  • Die Benutzeroberfläche ist unser bisheriger Favorit auf einer Smartwatch
  • Enthält 60.000 Watch Faces und Spotify Offline-Wiedergabelisten
  • Ihr findet kein Google Maps, WhatsApp, Facebook Messenger, Lyft oder viele andere Anwendungen
  • Bixby ist im Vergleich zu Google Assistant und Siri einfach schrecklich
  • Samsung Pay fehlt die neuartige MST für kontaktloses Bezahlen ohne NFC

Die Samsung Galaxy Watch hat eine ausgefeilte Software – aber irgendwie nicht genug davon und das ist unsere schwerwiegendste Beschwerde über diese Smartwatch.

Hebt ihr die Galaxy Watch von der kabellosen Ladestation ab, begrüßt sie euch mit einem „Hi“ oder „Hallo“ und zeichnet ein kleines Smiley-Gesicht auf das runde Display. Es ist warm, einladend und lässt die Apple Uhr – die von der Firma hergestellt wurde, die darauf bestand den Macintosh bei seinem Bühnendebüt 1984 zum Sprechen zu bringen – einfallslos und langweilig erscheinen. Alles an der Samsung Uhr ist animierter.

Samsung Galaxy Watch

Als wir uns mit der Lünette durchs Menü bewegten, gab es bunte und kreativ wirkende Widgets, die leicht lesbar und dennoch aussagekräftig waren. Das Wetter-Widget ist ein großartiges Beispiel. Es zeigt die Temperatur und manchmal ein sonniges Symbol in der größten Schriftart und die höchste und niedrigste Temperaturen darunter in kleineren Buchstaben. Es gibt blaue Niederschlagsangaben in Prozent und rote UV-Level-Werte, die entlang der kreisförmigen Abgrenzung des Displays verlaufen. Wenn ihr auf dieses Symbol klickt, seht ihr eine farbenfrohe Fünf-Tage-Vorhersage.

Jeden Morgen wurden wir mit einem Daily Briefing, einem Überblick unseres Zeitplanes, dem Wetter und weiteren wichtigen Dingen begrüßt. Manchmal stimmten unsere geplanten Aktivitäten nicht mit dem Wetter überein, was hilfreich zu sehen war, bevor wir den Tag begannen.

Die Widgets und Einstellungen der Galaxy Watch sind anpassbar, bis hin zum Quick Setting Pulldown Menü oben und ihr könnt eine Reihe der Quick Setting Icons nach Belieben bearbeiten – etwas, was wir von der watchOS 5 erwartet hatten, was es aber nicht gab.

Samsung Galaxy Watch

Samsung hat bei der Markteinführung zwei Software-Vorteile angepriesen und geliefert: Tizen bietet bis zu 60.000 Watch Faces und ihr habt die Wahl zwischen verschiedenen Stylings (und ihr könnt euer eigenes entwickeln, wenn euch das Angebot nicht gefällt) und die Partnerschaft mit Spotify bestätigt, die die Offline-Wiedergabe von Musik ermöglicht. Das ist großartig, wenn ihr keine Musik manuell auf euren internen Speicher der Uhr laden möchtet.

Wenn es eine Sache gibt, die Samsung richtig macht, dann ist es die Entwicklung eines gut durchdachten Betriebssystems. Wenn es eine Sache gibt, die Samsung falsch macht, ist es das Versäumnis App-Entwickler auf die Plattform zu locken. Es gibt auch einen zusätzlichen Schritt, um „Gear“-Apps herunterzuladen (ja, sie werden immer noch so genannt - in der Handy-App und im Galaxy App Store). Apps auf dem Handy werden nicht automatisch auf der Watch angezeigt.

Es gibt kein Google Maps oder eine eigene Karten-Software (die Here Maps App ist ein guter Anbieter von Drittanbietern), kein Lyft (auch wenn es Uber gibt), es gibt kein Facebook Messenger oder WhatsApp, obwohl es eine Menge Alternativen gibt, wenn ihr bereit seid eure Nachrichten-Privatsphäre zu riskieren.

Ihr könnt Nachrichten erhalten und sogar darauf antworten ohne euer Telefon hervorholen zu müssen. Aber während Samsung Pay vorhanden ist, hat das Unternehmen die Magnetic Secure Transmission (MST) Technologie, die etwas Besonderes war, nicht mitgeliefert – dennoch war die MST-Technik in den Gear S3-Uhren enthalten.

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Bixby, Samsung’s unsympathischer Sprachassistent auf dem Telefon (und auch bald der Samsung Galaxy Home Speaker) ist nicht besser als die S Voice des Gear S3. An diesem Punkt haben wir den Google Assistant – und auch die manchmal etwas mittelmäßige Siri – vermisst, weil sie unsere Kommandos verstanden haben.

Nicht jeder benötigt einen Sprachassistenten für seine Uhr oder ein gutes App-Ökosystem von Drittanbietern und viele App-Entwickler ziehen sich von Apples watchOS-Plattform zurück. Für sie ist ein gut ausgefeiltes Betriebssystem für Kerninhalte vielleicht wichtiger als ein tiefes.

Image Credit: TechRadar


Matt Swider is Founder and Editor-in-Chief of The Shortcut.com. Formerly TechRadar's US Editor-in-Chief, he began his tech journalism career all the way back in 1999 at the age of 14. He's tested over 1,000 phones, tablets and wearables and commands a Twitter account of 1m+ followers. Matt received his journalism degree from Penn State University.