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Ich hab mir ein generalüberholtes iPad Pro gekauft und würde es jederzeit wieder tun

Das Apple iPad Pro ist für viele das perfekt Tablet, kostet allerdings auch entsprechend. Allerdings kann man auch auf eine ältere und ebenso geniale Variante zurückgreifen und dabei noch ordentlich sparen!
(Bildnachweis: Future)

Ich muss gestehen, dass ich mich lange Zeit in einem unangenehmen Zwiespalt befand. Einerseits bin ich ein großer Fan von gebrauchten Produkten, die somit eine zweite Chance erhalten, den Geldbeutel schonen und zumeist noch großartige Qualität liefern. 

Andererseits bin ich insbesondere bei technischen Geräten vorsichtig, da hier häufig Probleme auftauchen, die auf den ersten Blick nicht einsehbar sind. So kann es beispielsweise passieren, das die Batterie durch intensive Nutzung erschöpft ist oder  das Nutzungserlebnis ist durch Softwarefehler eingeschränkt. 

Ich hab mich aber schlussendlich doch getraut und mir vor längerer Zeit ein gebrauchtes Tablet geholt. Und nicht etwa irgendein Tablet... ich hab mir direkt ein iPad Pro (2018) mit 256 GB gekauft. Warum das eine der besten Entscheidungen seit langer Zeit war und was ich dabei gelernt habe, verrate ich dir im Folgenden.

Das richtige Tablet finden

Ein neues, altes iPad kaufen... das war ein ziemlich beängstigendes Unterfangen. Immerhin sind die Geräte von Apple auch gebraucht wahnsinnig teuer und besonders bei älteren Modellen ist Vorsicht geboten. Das Ziel war aber eindeutig: Einen guten Mix aus Preis und Leistung finden, der mich im Idealfall noch längere Zeit begleitet.

Entsprechend flogen aber schon einmal viele ältere Modelle aus meiner Wunschliste. Und auch das iPad Mini hab ich schnell ausgeschlossen – einfach schon aufgrund der Größe. Viele aktuellere Modelle musste ich leider aber auch aus meiner Betrachtung entfernen. Die aktuellste Gebrauchtware ist mir einfach zu preisintensiv und hier würde ich vermutlich eher zu einem brandneuen Modell von Apple selbst tendieren. 

Schlussendlich blieben in meiner Auswahl dann noch 3 Modelle übrig: Das iPad Pro (2020), die Pro-Variante aus 2018 und das iPad Air (2020). 

Das iPad Pro 2021 war zunächst mein Favorit unter den Apple-Tablets...

(Image credit: TechRadar)

Zunächst viel mein Blick auf das jüngere iPad Pro. Das bekommt man auf dem Refurbished-Markt aktuell schon für weniger als 800 Euro. Nach längerer Recherche habe ich aber gemerkt, dass ich das Modell vermutlich nicht ausreizen werde –zumindest nicht mit meinen Anwendungsfällen. Trotzdem eine geniale Wahl!

Darauffolgend wanderte mein Interesse jedoch hin zum iPad Air aus dem gleichen Erscheinungsjahr. Das ist einerseits kostengünstiger, andererseits bietet es genau das, was ich mir 2022 von einem Tablet wünsche – nicht viel mehr, aber auch keinesfalls weniger. Einen Haken gab es jedoch: Die meisten Angebote kamen mit einer 64 GB-Version daher. Das war mir allerdings zu wenig. Wenn ich mich jedoch nach 256 GB umgesehen habe, stieg der Preis immens – wäre ja auch zu schön gewesen, wenn alles gepasst hätte. 

Ich wollte die Hoffnung jedoch nicht aufgeben und stieß schließlich auf den dritten und finalen Vertreter: Das iPad Pro aus dem Jahr 2018. Eigentlich hatte ich mich doch aber schon von den Pro-Modellen verabschiedet, oder?

Naja... es stellte sich heraus, dass das ältere iPad Pro sich nicht großartig vom iPad Air (2020) unterschied. Allerdings war hier die 256 GB-Variante breiter verfügbar und sogar noch kostengünstiger.

So kam ich also schlussendlich zu meiner 11-zölligen Schönheit, die mich nicht einmal 600 Euro gekostet hat. Trotzdem war da aber noch dieses flaue Gefühl im Magen...

iPad Air 4 überzeugt durch ein geniales Preis-Leistungs-Verhältnis und dürfte sich durch das junge Alter noch einem langen Support erfreuen.

Das iPad Air aus dem Jahr 2020 war in meiner engeren Auswahl an Wunschmodellen. (Image credit: TechRadar)

2, 1, Risiko!

Der Kauf war getätigt, der Refurbished-Händler schien seriös. Trotzdem war ich bis zur Ankunft des Pakets unruhig...

Immerhin hatte ich bei meiner Recherche auch von einigen schlechten Erfahrungen gehört und auch im privaten Umfeld wurde mir vom Kauf eines gebrauchten Tablets eher abgeraten. Aber wer nicht wagt, der kann auch nicht gewinnen, oder? 

Und ich kann euch sagen: Das war der Hauptgewinn!

Keine Kratzer sowie optischer Makel war zu sehen und mein Herz macht seinen ersten Freudensprung. Kurz darauf erfolgte der Zweite sogleich, nachdem ich mich versicherte, dass die Batterie noch über sagenhafte 95% Kapazität verfügte. Als ich mich dann erfolgreich angemeldet hatte, viel mir auch noch der letzte Stein vom Herzen und die Erleichterung war gigantisch.

Das iPad Pro aus dem Jahr 2018 überzeugt mit solider Performance und einem großartigen Preispunkt bei den Refurbished-Händlern.

Seid ehrlich mit mir: Könntet ihr diesem Baby zum Schnäppchenpreis widerstehen? (Image credit: Future)

Seither benutze ich mein iPad Pro nun schon eine geraume Zeit. Und auch bis heute bereue ich diesen Kauf keine Sekunde. Das liegt allerdings nicht zuletzt daran, dass das iPad Pro (2018) auch heute noch eine überragende Figur abgibt. 

Es arbeitet allzeit flüssig, wird noch mit Updates versorgt und es muss sich, dank des schicken Displays und der tollen Akkulaufzeit, auch vor der jüngeren Konkurrenz nicht verstecken. Ich bin ehrlich: Ich würde mir selbst heute noch eher dieses iPad Pro zulegen, statt mein Geld in irgendein anderes Apple-Tablet zu investieren. 

Kauf mit Köpfchen

Abschließend will ich also sagen, dass sich der Kauf von Refurbished-Produkten lohnen kann. Allerdings würde ich dir gerne noch einige Tipps mit an die Hand geben, bevor du dich selbst auf die Suche machst.

1. Im Idealfall bei Refurbished-Händler mit guten Bewertungen und vertrauenswürdiger (zertifizierter) Homepage umschauen

Hier bekommst du meist auch Garantie sowie ein Rückgaberecht angeboten, womit dir unangenehme, teure Fehlkäufe erspart bleiben. 

2. Check deinen Kauf nach Möglichkeit persönlich ab

Nichts ist unangenehmer, als es im Nachhinein zu bereuen. Entsprechend solltest du dir bei einem Kauf die nötige Zeit nehmen. Nach Möglichkeit bietet sich auch ein Hands-On an, wenn du dein Gerät ohnehin abholst. So kannst du beispielsweise Batteriestatus sowie optische Mängel schon im Vorhinein prüfen und vom Kauf absehen oder nachverhandeln.

3. Informiere dich im Vorfeld

Es gibt unzählige Videos und Artikel zu so ziemlich jedem Smartphone, Tablet und sonstigem technischen Gerät. Nimm dir also die Zeit und hol dir ein paar Meinungen ein. So weißt du schon im Vorfeld, ob das Gerät auf dich zugeschnitten ist. Was bringen dir sonst schon die Vorzüge eines Pro-Modells, wenn du sie nicht nutzt?

4. Habe Geduld 

Der Markt wird tagtäglich durch eine Flut an Gebrauchtwaren überschwemmt. Viele der Artikel sind inzwischen auch Smartphones, Tablets, PCs und Co. Infolgedessen bietet es sich aber umso mehr an, dass man vergleicht und auf das passende Schnäppchen wartet.

Dabei kann es auch hilfreich sein, dass du dir im Vorfeld ein festes Budget setzt und auf diversen Portalen Wunschartikel favorisierst. So erfährst du im Nu, wenn dein Lieblingsgerät kostengünstig verfügbar ist!


Ich hoffe diese Tipps helfen auch dir dabei, dein nächstes Wunschprodukt kostengünstig zu ergattern. Ich jedenfalls greife seither häufiger auf Technik aus zweiter Hand zurück und hoffe, dass ich dich dahingehend inspirieren konnte.

Als Redakteur bei TechRadar Deutschland beschäftigt sich Christian Schmidt primär mit den Themen Gaming sowie PC-Hardware.



Erreichbar ist Christian unter der Mailadresse cschmidt[at]purpleclouds.de.

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