Dein Samsung Smartphone verändert sich - und wird dem iPhone immer ähnlicher

Samsung Galaxy S22 Display
Ein Samsung Galaxy S22 (Bildnachweis: Future / Lance Ulanoff)

Das Tolle an Smartphones ist, dass sich die Software ständig ändert und regelmäßig neue Funktionen hinzukommen. So auch bei den Smartphones von Samsung (Öffnet sich in einem neuen Tab), für die es jetzt eine Samsung Wallet App gibt.

Diese neue App ist im Wesentlichen eine Kombination aus den alten Samsung Pay- und Samsung Pass-Apps, aber mit einigen neuen Funktionen und einer Samsung Blockchain Wallet-Integration für noch mehr Übersicht.

In der Samsung Wallet App kannst du Bezahlkarten (für kontaktlose Zahlungen) und auch Treue- und Mitgliedskarten speichern. Du kannst sie aber auch als Passwortmanager verwenden, um deine Passwörter zu speichern und darauf zuzugreifen. Wenn du Kryptowährungen besitzt, kannst du mit Samsung Wallet ihren Wert an verschiedenen Börsen überprüfen.

Screenshots zeigen verschiedene Bereiche von Samsung Wallet

(Image credit: Samsung)

Auch andere Dokumente wie COVID-19-Impfunterlagen können in Samsung Wallet gespeichert werden, ebenso wie Bordkarten. Allerdings müssen sich die Fluggesellschaften dafür entscheiden, und im Moment sieht es so aus, als ob nur Korean Air dies getan hat.

Und dank der SmartThings-Integration kann Samsung Wallet auch für digitale Haus- und Autoschlüssel genutzt werden. Bisher hat das Unternehmen dafür Partnerschaften mit neun Unternehmen für Haussicherheit sowie mit BMW, Genesis und Hyundai geschlossen - allerdings werden nur ausgewählte Autos unterstützt. Im Laufe der Zeit will Samsung auch weitere Automarken einbinden.

Außerdem will Samsung ab Ende des Jahres auch Führerscheine und Studentenausweise in Wallet unterstützen.

Bei all diesen wichtigen Informationen, die in Samsung Wallet gespeichert sind, ist natürlich ein hohes Maß an Sicherheit erforderlich. Dafür nutzt Samsung seine Knox-Sicherheitsplattform, die es Wallet ermöglicht, Daten zu verschlüsseln und für den Zugriff einen Fingerabdruck zu verlangen. Wirklich sensible Daten können auch in einer isolierten Umgebung gespeichert werden, um sie vor Hackerangriffen zu schützen.

Wenn du in den USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien oder Spanien lebst und ein Samsung Pay-fähiges Galaxy Smartphone mit Android 9 oder höher hast, solltest du jetzt Zugang zu Samsung Wallet haben. Öffne einfach Samsung Pay oder Samsung Pass und du wirst aufgefordert, deine Daten auf den neuen Dienst zu migrieren.


Analyse: in Apples Fußstapfen treten

Wenn dir die Funktionen von Samsung Wallet bekannt vorkommen, liegt das wahrscheinlich daran, dass iPhone-Nutzer mit Apple Wallet ein sehr ähnliches Angebot haben.

Der Funktionsumfang ist zwar nicht identisch, aber die Idee ist im Grunde dieselbe: In Apple Wallet können Zahlungskarten, Autoschlüssel, Bordkarten, Treuekarten, Tickets und vieles mehr gespeichert werden. In einigen Ländern unterstützt Apple Wallet sogar Führerscheine und staatliche Ausweise und ist damit Samsung etwas voraus.

Google arbeitet außerdem an einer ähnlichen Idee, die - wenig überraschend - Google Wallet heißt und bald auf den Markt kommen dürfte. Wenn du also ein Android Smartphone (Öffnet sich in einem neuen Tab) hast, aber kein Samsung Smartphone, dann musst du nicht lange auf diese Wallet-Funktion verzichten.

Franziska Schaub
Chefredakteurin

Franziska Schaub ist Chefredakteurin bei TechRadar Deutschland und unter anderem verantwortlich für die Bereiche Smartphones, Tablets und Fitness.


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