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Deswegen solltest du dir eine microSD-Karte für deine Nintendo Switch zulegen

Die Nintendo Switch bietet eine Vielzahl an Titeln mit großem Spielspaß, die leider nicht alle ohne weiteres auf der Konsole ihren Platz finden könnten.
(Image credit: Shutterstock/Proxima Studio)

Trotz ihres inzwischen offensichtlicher werdenden Leistungsdefizits ist die Nintendo Switch (opens in new tab) noch immer eine überaus beliebte Hybrid-Konsole - auch fünf Jahre nach ihre Einführung. Mit 107 Millionen registrierten Verkäufen erreichte das Nintendo-Aushängeschild zuletzt einen weiteren Meilenstein und liefert monatlich noch immer eine große Auswahl an Videospieltiteln für seine SpielerInnen.

Auch in den kommenden Wochen sollte sich dieser Trend fortsetzen. So bekommt die Switch dank Mario Strikers: Battle League (opens in new tab) sowie Splatoon 3 (opens in new tab) vielversprechende und spaßig aussehende Multiplayer-Titel, während mit dem Release von Xenoblade Chronicles 3 im Sommer auch Einzelspieler und JRPG-Enthusiasten voll auf ihre Kosten kommen dürften. Geht es dir jedoch wie mir, dann hast du meist ein Problem damit die ganzen Daten für die Spiele auf deiner Switch unterzubringen. Vor allem weil die Konsole mit einer geringen Festplattenkapazität daherkommt, welche insbesondere durch Download-Titel schnell ihr Limit erreicht. In so einem Fall solltest du jedoch nicht verzagen, sondern den Kauf einer microSD-Karte in Erwägung ziehen.

Denn trotz toller Spiele fehlt es der Konsole mit überschaubaren 32 GB Festplattenspeicher einfach an Platz für neue Titel. Auch die Nintendo Switch OLED (opens in new tab) schneidet da nicht viel besser ab, obwohl diese mit 64 GB Speicher zumindest etwas großzügiger bestückt wurde. 

Zum Glück nehmen viele Switch-Titel nicht allzu viel Platz in Anspruch. Insbesondere Indie-Games wie Hyper Light Drifter, Among Us oder Bastion benötigen gerade einmal einige 100 Megabyte. Aber auch einige nintendo-eigene Ableger sind speicherarm. So benötigt Super Mario Odyssey überschaubare 5,3 GB, während Animal Crossing: New Horizons trotz des Umfangs derzeit 10,8 GB deines Speichers für sich beansprucht. 

Keine schlechten Zahlen, wenn man sie mit der Größe von Spieletiteln auf aktuellen Konsolenkonkurrenten wie der PS5 (opens in new tab) oder der Xbox Series X (opens in new tab) vergleicht. Trotzdem werden auch solche Titel bereits die Hälfte des integrierten Speichers belegen.

Upgraden leicht gemacht

In The Witcher 3 spielt ihr erstmals nicht nur mit Hexer Geralt, sondern auch der jungen Ciri einige Abschnitte.

Die Hexer-Abenteuer in der Welt von The Witcher 3 sind seit einiger Zeit auch für die Switch verfügbar - vorausgesetzt ihr habt genug Platz auf der Konsole... (Image credit: CD Projekt RED)

Glücklicherweise unterstützt jede Switch-Konsole, von der Lite bis zur OLED, microSD-Karten mit einer Kapazität von bis zu 2 Terabyte. Vorteil an dieser Speicherlösung ist im Vergleich zu jener bei Sony und Microsoft vor allem der Preis. So sind Vertreter wie die SanDisk Ultra mit 256 GB beispielsweise bereits für etwa 30 Euro zu bekommen und folglich ein richtiger Schnapper, der deine Speicherkapazität um das achtfache des Ursprungs erhöht. 

Auch das Installieren einer solchen Karte ist denkbar schnell und einfach erledigt. Bei der Switch und Switch OLED befindet sich hierfür ein kleiner Steckplatz im Gerät, welcher beim Ausklappen des Ständers auf der Rückseite offenbart wird. Hier muss daraufhin die Karte lediglich eingelegt werden und dient fortan als Speicherort für deine Lieblingsgames. Bei der Lite-Variante der Nintendo Konsole variiert die Installation, erfolgt jedoch durch den separaten Slot des oberen Teils der Rückseite mindestens genauso unkompliziert. 

Die Datengröße von Spielen wächst fortwährend

Call of Duty: Vanguard bietet tolle Atmosphäre und Grafik, beansprucht hierfür jedoch auch einen großen Teil deiner Festplatte

(Image credit: Activision Blizzard)

Spiele werden nicht nur In-Game größer und ambitionierter, sondern wachsen auch bezüglich ihrer Dateigröße. Insbesondere entlang der Next-Gen-/Current-Gen-Titel wie Call of Duty: Vanguard ist eine solche Wandlung beobachtbar. So braucht es für den aktuellsten Eintrag der erfolgreichen FPS-Serie knapp 190 GB an freiem Speicherplatz auf der Xbox Series X, während die PS5-Variante sogar 225 GB für sich beansprucht. Im Vergleich bieten die aktuellsten Konsolen natürlich auch mehrere hundert GB nutzbaren Speicher, der zudem ebenso durch verschiedene Optionen erweitert werden kann. Trotzdem reicht die Festplattengröße häufig nur für eine kleinere Auswahl an neuen AAA-Titeln aus. 

Auf der Switch stellt dies noch kein solch großes Problem dar, da Spiele hier selten die 25-GB-Marke übersteigen. Das könnte womöglich auch der Grund dafür sein, warum sich Nintendo gegen einen größeren Speicher und womöglich teureren Anschaffungspreis bei der Entwicklung entschieden hat. Auf der Switch scheint diese Problematik vergleichsweise eine untergeordnete Rolle zu spielen. Trotzdem bin ich überaus glücklich über die Option zur Speichererweiterung mittels microSD, da sie nicht nur sehr einfach funktioniert, sondern auch den Geldbeutel von überteuerten Investitionen schützt -  nicht wie bei der Konkurrenz...

Allerdings ist insbesondere in der kürzlichen Vergangenheit auch immer wieder der Fall aufgetreten, dass ein einziges Spiel den integrierten Speicher bereits vollends vereinnahmt oder gar überstiegen hat. So ist das mitunter beim vergangenen Serieneintrag NBA 2K21 (39,4 GB), Bethesdas DOOM Slayer Collection (32,2 GB) oder The Witcher 3: Wild Hunt - Complete Edition (31,5 GB) der Fall gewesen. 

Ob sich dieser Trend fortsetzt bleibt noch abzusehen. Ungeachtet dessen kann ich jedoch jedem nur ans Herz legen die wenigen Euro in eine Speichererweiterung zu investieren. Insbesondere dann, wenn man eine größere Spielebibliothek hat, auf mehrere Titel zugreifen will und keine Nerven für wiederholt nervige Installations- und Löschvorgänge hat. 

Als Redakteur bei TechRadar Deutschland beschäftigt sich Christian Schmidt primär mit den Themen Gaming sowie PC-Hardware.



Erreichbar ist Christian unter der Mailadresse cschmidt[at]purpleclouds.de.

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