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PSVR 2 wird wohl teurer als bisher gedacht

PSVR 2 renders
(Image credit: Future)

Nachdem Sonys Virtual-Reality-Headset PSVR 2 für die PS5 auf der CES 2022 vorgestellt wurde, könnte man meinen, dass die Veröffentlichung des Geräts kurz bevorsteht. Der Grund dafür könnte in der Eye-Tracking-Technologie des Headsets liegen.

Es scheint, dass Sony noch keinen Vertrag mit einem Partner für die Eye-Tracking-Technologie abgeschlossen hat, obwohl es einen im Visier zu haben scheint.

In einer am Montag veröffentlichten Erklärung, die von VGC entdeckt wurde, erklärte der Eye-Tracking-Spezialist Tobii AB, der "Weltmarktführer im Bereich Eye-Tracking und Pionier des Attention Computing", dass er "derzeit mit Sony Interactive Entertainment verhandelt, um die Eye-Tracking-Technologie für das neue VR-Headset PlayStation VR2″ zu liefern.

Diese Verhandlungen scheinen jedoch noch nicht abgeschlossen zu sein, denn Tobii erklärt, dass es sich nicht zu den finanziellen Details des Geschäfts äußern wird, da "die Verhandlungen noch laufen".

Der Preis des Fortschritts

Tobii ist seit langem ein Akteur im Bereich Eye-Tracking und arbeitet an allem, von Arcade-Automaten bis hin zu Modulen, die die Augensteuerung in PC-Spielen ermöglichen. Der Eye Tracker 5 von Tobii funktioniert zum Beispiel mit rund 160 PC-Spielen und funktioniert unglaublich gut. Spieler können mit dem Gerät Kamerabewegungen steuern, Gegenstände benutzen und Ziele verfolgen. Er ist besonders nützlich als zusätzliche Eingabemöglichkeit für Spieler mit Behinderungen.

Aber er hat seinen Preis. Der Eye Tracker 5 wird für etwa 230 US-Dollar verkauft. Sollte sich Sony für eine ähnliche Technologie in seinem Headset entscheiden, könnte das den Preis von PSVR 2 drastisch erhöhen. Auch die anderen geplanten fortschrittlichen Spezifikationen der PSVR 2 (ein 4K HDR OLED-Display, eine maximale Bildwiederholrate von 120 Hz und verbesserte Controller) müssen in den endgültigen Preis einfließen.

Sony hat den Vorteil, in großem Maßstab zu produzieren, was einem Nischenhersteller wie Tobii nicht möglich ist, wodurch die Kosten sinken werden, sowie die üblichen Subventionsfaktoren.

Aber um große Software-Verkaufszahlen zu erreichen, braucht man eine gewisse Größe, da Sony aber immer noch damit kämpft, die Nachfrage nach der Konsole selbst zu befriedigen, kann das Unternehmen vielleicht nicht die üblichen Annahmen über die allgemeine Beliebtheit seines aktualisierten VR-Softwarekatalogs treffen.

Unabhängig davon ist die Eye-Tracking-Technologie wohl der wichtigste Next-Gen-Faktor der PSVR 2, mehr noch als das verbesserte Display oder die Controller. Sie ist der Kitt, der alles Besondere an der neuen Hardware zusammenhält. Sie bietet ein komfortableres Seherlebnis im Headset und ermöglicht ein präzises Foveated Rendering. Darunter versteht man die Fähigkeit, das periphere Sehen realistisch nachzuahmen, indem die Auflösung aller Spielelemente, die sich außerhalb des Fokuspunkts des Spielers befinden, verringert wird. Das ist ein Schlüsselelement, um ein so hochauflösendes Display mit hohen Bildwiederholraten zu betreiben. Es entlastet außerdem  die Rechenleistung der PS5, indem es die Details in allen Bereichen reduziert, mit denen sich der Spieler nicht aktiv beschäftigt.

William Schubert
William Schubert

William Schubert ist Freier Content Creator bei TechRadar Deutschland und für die Bereiche YouTube, Gaming, Filme und Serien und VR zuständig.


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