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Das iPhone 14 könnte schwächer sein als erwartet - aber warum?

iPhone 13 mini
Ein iPhone 13 mini (Image credit: TechRadar)

Wenn du auf dem Laufenden bist, wirst du das Gerücht gehört haben, dass das iPhone 14 und das iPhone 14 Max den gleichen A15 Bionic-Chipsatz wie die iPhone 13 (opens in new tab)-Reihe verwenden werden. Das wäre sehr ungewöhnlich für Apple, aber wir haben jetzt eine Idee, warum das so sein könnte.

Mark Gurman - ein Journalist und Leaker mit einer guten Erfolgsbilanz bei Apple-Informationen - berichtet in seinem Bloomberg-Newsletter (opens in new tab), dass Apple sich so sehr auf die Entwicklung von Mac-Chips konzentriert, dass die iPhone-Chips in den Hintergrund treten mussten.

Gurman weist darauf hin, dass Apple in den letzten 18 Monaten fünf verschiedene Arten von Mac-Chips auf den Markt gebracht hat und behauptet, dass das Unternehmen mindestens vier weitere für das nächste Jahr geplant hat.

So viele Chipsätze in so kurzer Zeit zu entwickeln, ist ein enormer Arbeitsaufwand. Deshalb musste Apple offenbar viele seiner Entwicklungsressourcen auf diese Chipsätze verlagern, zu denen der M1, der M1 Ultra, der M2 und andere gehören.

Gurman sagt nicht direkt, dass dies dazu geführt hat, dass Apple zwei Jahre in Folge den A15 Bionic einsetzte, aber er deutet stark darauf hin, dass dieser Mac-Fokus ein wichtiger Faktor ist, da es einfach nicht genug Ressourcen gab, um sich auch auf andere Chipsätze zu konzentrieren.

Apples aktueller Fokus würde auch erklären, warum das Unternehmen den M1-Chipsatz in das iPad Pro 2021 (opens in new tab) und das iPad Air (2022) eingebaut hat, da dies bedeutet, dass ein Chip weniger entwickelt werden muss, und warum das Unternehmen Berichten zufolge in der Apple Watch 8 einen ähnlichen Chipsatz wie in der Apple Watch 7 (opens in new tab) verbaut.

Die Fokussierung auf den Mac ist wahrscheinlich nicht das einzige Problem. Auch die Abhängigkeit von anderen Unternehmen (vor allem TSMC) und die steigenden Kosten aufgrund des weltweiten Mangels an Chipsätzen dürften eine Rolle spielen. Aber es scheint wahrscheinlich, dass Apples erneutes Interesse am Mac eine wichtige Rolle spielt.


Das iPhone 13 Pro Max in Silber mit der Rückseite und den Kameras nach oben, auf einem Tisch

Ein iPhone 13 Pro Max (Image credit: Future)

Analyse: Eine seltsame Strategie, aber kein großes Problem

Diese Konzentration auf den Mac ist merkwürdig, denn obwohl die Computer von Apple wohl einen Popularitätsschub brauchten, stammen, wie Gurman betont, 60 % des Umsatzes von Apple aus Geräten, die nicht mit den M1- und M2-Chipreihen laufen, auf die sich Apple derzeit konzentriert. Diese Geräte zu vernachlässigen, scheint also eine merkwürdige Entscheidung zu sein.

Gurman vermutet auch, dass Apples Chip-Abteilung sich zu sehr verausgabt. Berichte über Burnout und überdurchschnittlich hohe Fluktuation deuten darauf hin, dass die Strategie des Unternehmens nicht nachhaltig ist.

Im Moment dürfte dies jedoch kein großes Problem für die Käufer - oder für die Kassen von Apple - darstellen, da die aktuellen Chipsätze für das iPhone und die Apple Watch bereits extrem leistungsstark sind. Es ist sogar gut möglich, dass der A15 Bionic vom letzten Jahr die Android-Chipsätze vom nächsten Jahr noch übertrifft.

Berichten zufolge vernachlässigt Apple das iPhone nicht völlig - es wird vermutet, dass sich ein neuer A16 Bionic Chipsatz in der Entwicklung befindet (der allerdings nicht viel leistungsfähiger sein wird als der A15 Bionic). Es heißt aber, dass dieser Chipsatz nur für das iPhone 14 Pro und das iPhone 14 Pro Max verfügbar sein wird.

Um ein Leistungsupgrade zu bekommen, musst du also möglicherweise viel Geld ausgeben und eines der besten iPhones (opens in new tab) kaufen. Und es sieht so aus, als ob das iPhone nicht das einzige kommende Apple-Produkt ist, bei dem keine großen Änderungen zu erwarten sind, denn auch die Apple Watch 8 könnte nur begrenzte Upgrades (opens in new tab) erhalten.

Franziska Schaub
Franziska Schaub

Franziska Schaub ist Chefredakteurin bei TechRadar Deutschland und unter anderem verantwortlich für die Bereiche Smartphones, Tablets und Fitness.


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