The Last of Us-Schöpfer Neil Druckmann erklärt die Änderung der Timeline der HBO-Serie

Bella Ramsey und Pedro Pascal in The Last of Us
(Bildnachweis: HBO)

Neil Druckmann, Co-Präsident von Naughty Dog, hat bereits verraten, dass einige Episoden der kommenden HBO-Adaption von The Last of Us "stark" von der Vorlage abweichen werden. Aber auch die Timeline des Abenteuers von Joel und Ellie auf dem Bildschirm wird auf den Kopf gestellt. 

In der Chronologie des Spiels bricht die Cordyceps-Pandemie im Jahr 2013 aus, während die Hauptereignisse von The Last of Us zwanzig Jahre später (also 2033) stattfinden. In der HBO-Serie hingegen beginnt die Handlung im Jahr 2003 und der Großteil der Geschichte spielt im Jahr 2023 (wie das Werbematerial von The Last of Us erstmals verrät). 

Warum die Änderung? Laut Druckmann wurde die Entscheidung getroffen, um "die Geschichte realer zu machen". Der Showrunner Craig Mazin ist der Meinung, dass Serien davon profitieren, wenn sie in vertrauten Zeiträumen spielen.

Im Rahmen eines Interviews mit TechRadar erklärte Mazin, dass die Serie am 15. Januar auf HBO Max (in Deutschland am 16. auf WOW) startet: "[Die Entscheidung, die Timeline zu verschieben] war etwas, worüber ich mit Neil schon sehr früh gesprochen habe. Es ist ein feiner Unterschied. Aber ich habe ein Problem damit, in die Zukunft zu springen. Wenn ich mir 2023 eine Serie ansehe die im Jahr 2043 spielt, ist das für mich nicht mehr so real. Auch wenn ich mir eine Sendung im Jahr 2023 ansehe, die im Jahr 2016 spielt, ist sie nicht mehr ganz so real. Also dachte ich, es wäre interessant zu sagen: 'Hey, schau mal, in diesem Paralleluniversum passiert das gerade jetzt. Das passiert dieses Jahr.'"

Bella Ramsey und Anna Torv in The Last of Us

Der Großteil von HBOs The Last of Us findet im Jahr 2023 statt (Image credit: HBO)

Mazin stellte außerdem klar, dass die Vorverlegung der Zeitlinie der Serie kaum Auswirkungen auf die naturbelassene Ästhetik der postapokalyptischen Umgebungen von The Last of Us hatte. "Praktisch gesehen hat [die Entscheidung] nicht viel verändert, außer dass wir eine etwas andere Palette an Sprüchen, Kulissen und Fahrzeugen hatten", erklärt der Tschernobyl-Schöpfer. "Aber interessanterweise kommen wir im Laufe der Serie, wenn wir neue Orte und neue Relikte der alten Welt finden, immer wieder auf die Atmosphäre von 2003 zurück. Es ging also wirklich nur darum, den Leuten zu helfen, sich ein bisschen mehr zu verbinden, mehr nicht.

Druckmann seinerseits freute sich über Mazins Vorliebe, The Last of Us in der Gegenwart anzusiedeln, und sagte: "Wenn es dazu beiträgt, die Serie realer zu machen, dann ist es eine lohnende Veränderung".

"Es ist eines dieser Dinge, auf die es keine klare Antwort gab", fügte Druckmann hinzu. "Wir hatten uns bereits so weit vom Jahr 2013 entfernt, dass ich das Gefühl hatte, die Serie bräuchte eine Veränderung, und ich merkte, wie sehr Craig daran gelegen war, den Großteil der Serie in der Gegenwart spielen zu lassen. Es war eine dieser Änderungen, die sich nicht so anfühlte, als würden wir das, worum es in [The Last of Us] geht, grundlegend verändern, also habe ich mich darauf eingelassen."

In den kommenden Tagen werden wir mehr von Druckmann, Mazin und den Hauptdarstellern der Serie, Pedro Pascal und Bella Ramsey, erfahren, bevor The Last of Us am 16. Januar auf WOW veröffentlicht wird. Wir hoffen, dass sie sich einen Platz auf unserer Liste der besten Serien des Jahres verdienen wird.

Christopher Barnes
Redakteur

Ich bin Chris und beschäftige mich für TechRadar vor allem mit den Bereichen Filme/ Serien, TV, Grafikkarten und Gaming - im Speziellen alles rund um Xbox. Ursprünglich habe ich in Stuttgart Film- und Fernsehtechnik sowie Drehbuch-Schreiben studiert. Da ich allerdings nicht nur schon immer großer Filmliebhaber, sondern auch leidenschaftlicher Gamer war und es zudem liebe zu schreiben, habe ich mich für den Journalismus in diesem Bereich entschieden. 

Erreichbar bin ich unter der Mail-Adresse cbarnes[at]purpleclouds.de

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