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Kommendes Star Wars-RPG wird verschoben

Da darf man mal finster dreinblicken ... Darth Malak spielt im ersten Kotor eine wesentliche Antagonisten-Rolle und gehört unter den RPG-Fans eindeutig zu den Lieblingen
(Image credit: Lucasfilm Games)

Das kommende Star Wars: Knights of the Old Republic (opens in new tab) Remake dürfte noch eine Weile länger auf sich warten lassen. 

Entwicklerteam Aspyr ließ verkünden, dass man aufgrund von Entwicklungsproblemen zeitnah nicht mehr mit dem Remake rechnen dürfe. Präzise scheint das auf die Vertical Slice, zusammen mit Sony und Lucasfilms, von Ende Juni zurückzuführen sein.

Die Vertical Slice ist eine kurze demoähnliche Vorstellung, die die wichtigsten Funktionen eines Spiels demonstrieren soll - und die kam im konkreten Fall mal so gar nicht gut an. Laut Bloomberg (opens in new tab) war man sogar derart unzufrieden, dass die Studioleiter infolgedessen erklärt haben, dass das Spiel vorerst auf Eis gelegt wird.

Aber es kommt noch dicker: Kurz nach der Demo wurden Design Director Brad Prince sowie Art Director Jason Minor aus dem Projekt entlassen. Viele Entwickler zeigten sich dahingehend überrascht, zumal man davon ausging, dass das Projekt auf einem guten Weg sei. Allerdings scheinen nicht alle diesen Optimismus geteilt zu haben...

Eine weitere Erschütterung der Macht...

Eine verhüllte Figur ist im ersten, schicken (Bild-)Teaser vom Kotor-Remake zu sehen und deutete auf ein schickes und optisch eindrucksvolles Remake

(Image credit: Aspyr Media)

Ursprünglich ließ Aspyr verkünden, dass die Chancen für einen Release des Kotor-Remake zum Jahresende nicht schlecht stünden. Realistischere Stimmen sprachen hingegen von einem Zeitrahmen rund um das Jahr 2025 - ein deutlicher Unterschied...

In Anbetracht der jüngsten Neuigkeiten und der fortlaufenden Serie an Neueinstellungen in diversen Segmenten und Positionen erscheint uns die zweite Alternative aber auch wahrscheinlicher.

Es ist sogar möglich, dass Aspyr sich komplett vom Projekt verabschiedet. Muttergesellschaft Embracer ließ erst im Mai verkünden, dass Aspyr tatkräftige Unterstützung in Form von Saber Interactive, einer weiteren Tochtergesellschaft, erhält. Nun stehen die Chancen nicht schlecht, dass Letztere die Entwicklung sogar vollends übernimmt.

Diese Nachrichten reihen sich in ein wachsendes Sammelsurium an Störungen und Negativbotschaften ein. Hierzu zählen auch die Abgänge von Ex-Lead-Producer Ryan Treadwell im Mai sowie des Autors Sam Maggs, der nach nur 9 Monaten 2021 von Bord ging (opens in new tab). Und da das Spiel nun auf Eis liegt, dürfte auch die Anspannung und Unsicherheit in der Community weiter steigen.

Dabei ist das Remake neben dem Erfolg des Ursprungstitels aus 2003 gerade deswegen so interessant, weil es das erste moderne Star Wars-Spiel werden könnte, welches außerhalb von EA entwickelt wird. Bisher war das durch den laufenden Lizenzvertrag bis 2023 nämlich nicht ohne Weiteres machbar...

Aber auch jenseits von Kotor dürfen Fans sich - glücklicherweise - noch auf das eine oder andere Projekt freuen. Beispielsweise hat Respawn Entertainment die Arbeit an drei Titeln verkünden lassen, darunter auch der Jedi:Fallen Order-Nachfolger, Jedi Survivor. Allerdings ist man auch dort von Pandemiefolgen und Entwicklungsproblemen geplagt, weswegen der Release sich auf 2023 verschob.

Wir wollen damit nur sagen: Es ist noch mehr als genug in der Pipeline. Trotzdem hoffen wir, dass der Release nicht erst in einer weit, weit entfernten Galaxie - und Zeit - stattfindet...

Christian Schmidt

Als Redakteur bei TechRadar Deutschland beschäftigt sich Christian Schmidt primär mit den Themen Gaming sowie PC-Hardware.



Erreichbar ist Christian unter der Mailadresse cschmidt[at]purpleclouds.de.

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