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Fitbit enthüllt endlich Inspire 3, Sense 2 und Versa 4 - und der Bedienknopf ist zurück

Fitbit Versa 4, Sense 2 und Inspire 3
(Image credit: Fitbit)

Fitbit hat seine neuen Geräte vorgestellt: den Fitbit Inspire 3 Fitness-Tracker sowie die Smartwatches Fitbit Versa 4 und Fitbit Sense 2. Du kannst alle drei neuen Geräte ab sofort auf der Fitbit-Website (opens in new tab) vorbestellen und erhältst mit allen drei Modellen eine sechsmonatige Premium-Mitgliedschaft kostenlos dazu.

Es gibt zwar noch kein festes Erscheinungsdatum, aber alle drei sollen "im Herbst" erhältlich sein. Wir gehen also davon aus, dass sie noch vor Ende September in den Regalen stehen und die Versa 3, die originale Sense und die Inspire 2 als die technisch besten Fitbits (opens in new tab) auf dem Markt ablösen werden.

Im Folgenden sehen wir uns die neuen Geräte genauer an. Wir freuen uns über das neue Design der Inspire 3 und die Rückkehr des Knopfes der Versa 2 anstelle des Sensors der Versa 3 und Fitbit Sense, der leicht versehentlich ausgelöst werden konnte. Die Smartwatches sind dünner und das Design ist einheitlich, aber es gibt nicht genug neue Funktionen, um uns wirklich zu begeistern.

Fitbit Inspire 3

Die Fitbit Inspire 3 in lila

Fitbit Inspire 3 (Image credit: Fitbit)

Die Fitbit Inspire 3 ist ein "einfach zu bedienender Tracker, der dir hilft, deine Gesundheit im Griff zu behalten", der rund um die Uhr Herzfrequenz, Schlaf und Stress misst, deine Sauerstoffsättigung (SpO2) überwacht und Fitbits neueste Innovation, verbesserte Tools zur Stressbewältigung (mehr dazu später) und die Aufzeichnung deines Menstruationszyklus enthält. Außerdem ist sie bis zu 50 Meter wasserdicht.

Mit ihrem überarbeiteten Design, das mehr an die Fitbit Luxe erinnert als an die Vorgängermodelle der Inspire-Reihe (sie kann sogar zum ersten Mal vollständig vom Armband abgenommen und mit einem zusätzlichen Zubehörteil an deiner Kleidung befestigt werden), hat die Inspire 3 eine Akkulaufzeit von bis zu 10 Tagen, genau wie die Inspire 2. 

Wie das Vorgängermodell kann sie dich täglich mit Schlaf- und Stresswerten versorgen und bietet einen "intelligenten Weckalarm", der dich innerhalb eines 30-Minuten-Fensters weckt, wenn du am wenigsten geschlafen hast, damit du beim Aufwachen weniger groggy bist. 

Abgesehen von dem neuen, von Luxe inspirierten Pebble-Design, das die Inspire 3 in einen iPod Shuffle-ähnlichen Clip verwandelt, scheint die Inspire 3 ähnliche Funktionen und technische Daten wie ihr Vorgänger zu haben.

Die Fitbit Inspire 3 kostet 99,95 Euro. Wie die Luxe hat auch die Inspire leicht austauschbare Bänder, wobei die anfänglichen Optionen von Silikon über ein Mesh-Band bis hin zu dem bereits erwähnten Clip reichen.

Fitbit Versa 4 und Sense 2

Die neue Fitbit Versa 4 und Sense 2 in schwarz und rot

Fitbit Versa 4 und Sense 2 (Image credit: Fitbit)

Die Smartwatches, die ein Glow-up erhalten, sind die Fitbit Versa 4, der Nachfolger der Fitbit Versa 3, und die Fitbit Sense 2, die nächste Evolution der Fitbit Sense. Oberflächlich betrachtet sind beide ihren Vorgängern sehr ähnlich, wenn auch dünner und leichter als diese (die Sense 2 soll 10 % dünner und 15 % leichter als das Original sein). Mit der Versa 4 kehrt auch der Bedienknopf von der Versa 2 zurück, auf den bei der Versa 3 verzichtet wurde, da die Sensoren der Versa 3 und der Sense beim Schwitzen schwerer zu bedienen waren.

Beide Uhren verfügen über eine Akkulaufzeit von sechs Tagen mit Schnellladefunktion (12 Minuten Ladezeit ergeben eine beeindruckende Akkulaufzeit von einem Tag), ein 336 x 336 Pixel großes AMOLED-Display im typischen "Squircle"-Design und alle fortschrittlichen Tools zur Aktivitäts-, Gesundheits- und Schlaferfassung, die auch die Inspire 3 bietet, während du mit dem neuen Tiles-Layout dein Surferlebnis am Handgelenk besser anpassen kannst.

In Anspielung auf die Übernahme von Fitbit durch Alphabet bringt Fitbit außerdem Google Wallet und Google Maps mit Abbiegehinweisen auf beide Uhren. Willst du mit dem Fahrrad zu einem neuen Café fahren oder 10 km laufen? Verbinde deine Kopfhörer mit deiner Uhr und erhalte die Abbiegehinweise von Google Maps im Ohr und bezahle deinen Kaffee am Ende des Weges mit deiner Uhr. Die Uhren laufen zwar immer noch mit Fitbit OS - das sind die einzigen beiden echten Google-Funktionen, die angekündigt wurden -, aber zumindest können die neuen Fitbits mit der Samsung Galaxy Watch 5 Pro und Garmin bei den Routen-Trainingsfunktionen mithalten. 

Beide Geräte verfügen über die PurePulse-Technologie zur Überwachung von Vorhofflimmern (AFib). Die Funktion zur Benachrichtigung bei unregelmäßigem Herzrhythmus benachrichtigt dich bei Unregelmäßigkeiten, sodass du möglicherweise Anzeichen für einen bevorstehenden Schlaganfall erkennen kannst. Die Technologie, die dahinter steckt, ein Photoplethysmographie- oder PPG-Sensor, wurde im Rahmen einer Studie von 455.000 Teilnehmern mit einer Genauigkeit von 98 % getestet. Du kannst dich für regelmäßige Benachrichtigungen entscheiden oder manuell mit der EKG-App testen.

Die beiden Geräte unterscheiden sich nur geringfügig im Funktionsumfang: Die Versa 4 ist eher ein Fitnessgerät mit 20 neuen Fitnessprofilen von insgesamt 40 - neue Aktivitäten wie Gewichtheben, Tanzen, CrossFit und HIIT werden aufgezeichnet, während du deine Aktivzonenminuten für die Woche sammelst.

Die Sense bietet einen "ganzheitlicheren" Gesundheitsansatz mit verbesserten Funktionen zur Stressbewältigung dank einer überarbeiteten Sensoranordnung, die deine Hauttemperatur besser erfassen kann, um dein Stressniveau zu überwachen. Der EDA-Sensor (Electrodermal Activity) am Handgelenk ist Tag und Nacht aktiv. Die "Body Response"-Benachrichtigungen machen dich nicht nur darauf aufmerksam, dass du gestresst bist, sondern ermutigen dich auch, darüber nachzudenken, warum du gestresst bist, und ein Emoji auszuwählen, das zeigt, wie du dich in diesem Moment fühlst. 

Die Fitbit Sense 2 sowie die Versa 4 kosten jeweils 299,95 Euro.

Analyse: Ein oberflächliches Update

Fitbit Inspire 3

Die Inspire 3 kann vom Band abgenommen und stattdessen an deiner Kleidung befestigt werden. (Image credit: Fitbit)

Alle drei Geräte haben ein kleines Facelifting erhalten, wobei das abnehmbare Pebble-Design der Inspire 3 das bei weitem wichtigste Beispiel ist. Aber auch die Rückkehr des Bedienknopfes und die Verschlankung der Sense 2 und Versa 4 sind willkommen. Das kommende AFib, ein paar zusätzliche Stressüberwachungsfunktionen, neue Aktivitätsprofile und eine neue Sensoranordnung bei der Sense 2 runden die Neuerungen ab. Die Funktionen "Schlafprofil" und "Tägliche Bereitschaftsanzeige" sind bereits auf einigen bestehenden Geräten vorhanden und ohnehin hinter Fitbit Premium gesperrt. 

Die aufregendste Neuerung ist für uns die Einführung von Google Maps auf den Smartwatches, mit der du bei deinen Läufen und Fahrten Abbiegehinweise aus dem Google-Netzwerk einbinden kannst. Google Wallet ist ein nettes Extra. Die neue Vorhofflimmern-Funktion ermöglicht es Menschen, Warnzeichen für Schlaganfälle und andere Probleme zu erkennen, denen unregelmäßige Herzrhythmen vorausgehen. Der neue Sensor ist von der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA zugelassen und wurde gründlich getestet, was uns ein gewisses Vertrauen gibt. 

Aus der Perspektive einer alltäglichen Smartwatch haben wir jedoch alles andere schon gesehen. Das sind keine revolutionären Neuerungen, und das kostenlose Jahr Fitbit Premium, das dem günstigsten Gerät, der Inspire-Reihe, beiliegt, wurde wie bei den anderen Geräten auf nur sechs Monate gekürzt - ein herber Schlag, über den nicht genug Leute reden. Das schmälert den Wert und erhöht den Preis der ansonsten attraktiven Inspire 3 um 50 Euro.

Der Beweis wird im Test erbracht, aber ehrlich gesagt sind wir etwas enttäuscht - und freuen uns viel mehr darauf, die Samsung Galaxy Watch 5 Pro (opens in new tab) auf Herz und Nieren zu prüfen.

Franziska Schaub
Chefredakteurin

Franziska Schaub ist Chefredakteurin bei TechRadar Deutschland und unter anderem verantwortlich für die Bereiche Smartphones, Tablets und Fitness.


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