So baust auch du dir einen kostengünstigen Gaming-PC

Corsair PC Build Kit
(Bildnachweis: Future / Michelle Rae Uy)

Für den Bau eines eigenen PC-Systems gibt es allerlei Gründe. Vielleicht erfüllt es dich einfach mit Stolz, an deinem eigenen Gaming-Rechner zu basteln, womöglich sind dir aber auch die Freiheiten in der Gestaltung wichtig. Bei mir kommt beispielsweise noch eine meditative Komponente dazu, wo doch der PC-Bau mich an die LEGO-Basteleien aus Kindheitstagen erinnert ...

Der zweifelsfrei größte Benefit ist aber wohl die Tatsache, dass du hier mitunter Unmengen an Geld sparen kannst.

Heißt natürlich nicht automatisch, dass der PC-Eigenbau immer erschwinglich sein muss – Im Gegenteil! Greifst du zu den besten Grafikkarten oder brandaktuellen Prozessoren sowie unnötig viel Arbeitsspeicher und einer üppigen SSD, kann auch der Eigenbau schnell einmal ein kleines Vermögen verschlingen.

Insofern du aber kompromissbereit bist, dich auch einmal näher mit älterer wie auch gebrauchter Hardware auseinandersetzt und dir neben dem Einbau auch den Ausbau von Komponenten zutraust, kannst du dir schon für wenige Euro ein System zusammenstellen, was all deine liebsten Titel in butterweichen 60 Bildern auf dein Display zaubert. 

Natürlich ist es aber auch keine Schande, aus Gründen der Bequemlichkeit, doch lieber auf ein Fertigsystem zurückzugreifen. Womöglich gar auf eine Spielekonsole wie die PS5 oder Series X, wenn dir hier die Exklusivtitel und -vorzüge zusagen. Vielleicht willst du aber auch ein Rundum-sorglos-Paket wie die MIFCOM Streambox Ultra dein Eigen nennen? 

Solltest du aber genügend Ehrgeiz haben, dir simple PC-Basteleien zutrauen und die nötige Geduld für Suche und Bauprozess mitbringen, empfehle ich dir einmal einen Eigenbau zu testen. Und damit du hiermit natürlich nicht komplett allein gelassen wirst, gebe ich dir im Folgenden gleich noch den ein oder anderen Tipp mit an die Hand, sodass auch langfristig große Freude mit deinem System garantiert scheint!

Die Wichtigsten zuerst! 

Nvidia geforce rtx 3050

(Image credit: Future)

Wer bereits etwas Erfahrung mit Gaming-Komponenten hat oder regelmäßig einen Blick auf die Systemanforderungen aktueller PC-Titel wirft, dürfte bereits erahnen, dass sowohl Grafikkarte als auch CPU zu den wichtigsten Bauteilen eines jeden Systems zählen. Gern können GPU sowie Prozessor so schon einmal gut die Hälfte des verfügbaren Budgets in Anspruch nehmen. Gerade deswegen lohnt es sich aber insbesondere diesbezüglich auf Schnäppchen zu achten, während du auch einen gewissen Qualitäts- wie Leistungsstandard wahren möchtest. 

Für wenige Euro findest du zweifelsohne schon preisgünstige Einstiegskomponenten, langfristig solltest du aber etwas mehr Geld in die Hand nehmen, um auch künftig Full-HD-Gaming in bester Qualität genießen zu können.

Eine gute Wahl für eine Grafikkarte scheint mir hier aktuell die Nvidia GeForce RTX 3050, wo sie doch ein grandioses Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Wer hingegen auch mit QHD liebäugelt, könnte mit einer RTX 3060 (Ti) noch etwas besser bedient sein – ohne direkt den Preisrahmen zu sprengen.

Alternativen von AMD bieten sich beispielsweise in Form der AMD Radeon RX 6600 an, die zum ähnlichen Preispunkt eine entsprechende Leistungsbereitschaft garantiert. Wo deine Wahl schlussendlich hinfällt, hängt neben persönlicher Präferenz aber natürlich auch von den verfügbaren Angeboten ab.

MSI GeForce RTX 3050 Gaming X

Die RTX 3050 ist eine grandiose Wahl für das preisgünstige Gaming-System! (Image credit: MSI)

Ohne Zweifel kannst du auch noch eine Generation weiter zurückgehen. Allerdings läufst du hier die Gefahr, dass du zeitnah schon wieder den Griff zur Geldbörse wagen musst, sollten künftige Triple-A-Titel nicht länger deine GPU unterstützen.

Gleiches gilt weitgehend auch für das CPU-Segment. Allerdings sind die Prozessoren von AMD wie auch Intel hier noch etwas verzeihlicher, weswegen selbst der Griff zu einer leistungsstarken Intel-CPU der 11. Generation oder entsprechendem AMD-Äquivalent sich rentieren kann. Neben den Ablegern der jüngeren Vergangenheit bietet sich hier aber auch ein Blick auf aktuelle Modelle an, wo doch selbst eine AMD Ryzen 5 7600 derzeit mit etwas mehr als 200 Euro kein Vermögen mehr kostet.

Es muss passen – äußerlich wie auch im Inneren

Dein PC-Tower kann auf Wunsch natürlich schlicht daherkommen oder besonders ausgefallen sein!

(Image credit: Future / John Loeffler)

Im Anschluss an die GPU- wie CPU-Suche solltest du, noch vor der Wahl von Arbeitsspeicher, Festplatte und Co., kurz innehalten und dich zunächst für ein entsprechendes Motherboard wie auch Tower-Gehäuse entscheiden.

Hier sind deinen Vorstellungen kaum Grenzen gesetzt und so kann dein System besonders kompakt (micro-ATX) daherkommen oder aber eine XXL-Alternative werden. Für das jeweilige Bauteil solltest du allerdings nicht mehr als 100 Euro investieren, um deine Gesamtkosten im Rahmen zu halten. Außerdem hast du so noch etwas mehr Puffer für die restlichen Bauteile zur Verfügung.

Besonders beim Motherboard sei aber noch eine Warnung ausgesprochen: Nicht jedes Motherboard ist nämlich mit einer jeden Grafikkarte oder CPU kompatibel. Informiere dich also vorher entlang der Herstellerseiten über die unterstützten Varianten, sodass du deinen Kauf nicht schon frühzeitig wieder bereuen wirst.

Wer auf ältere Grafikkarten wie Prozessoren zurückgreift, wird aller Voraussicht nach auch ein betagtes Motherboard wählen. Neben der Kompatibilität solltest du hierbei aber unbedingt auf DDR4-RAM-Unterstützung achten, sodass du auch längerfristig noch Upgrade-Möglichkeiten und entsprechende Performance zur Hand hast.

Mehr Power, mehr Platz, mehr Multitasking

DDR5 (egal, ob nun mit oder ohne RGB) ist der moderne Standard für jeden guten Gaming-Rechner

(Image credit: Future / John Loeffler)

Insofern möglich, bietet sich natürlich der Griff zu einem DDR5-Arbeitsspeicher an, wo dieser doch noch einmal weniger Strom als die DDR4-Alternative verbraucht. Solltest du aber auf DDR4 limitiert sein, ist diese Variante noch immer eine leistungsfähige Option, die aufgrund ihres Alters inzwischen auch recht günstig zu erstehen ist. 16 GB DDR4 3200Hz RAM bekommst du mit Glück schon für weniger als 50 Euro, 32 GB womöglich schon für weniger als 100! Und gerade mit 32 GB dürftest du auch noch länger ausgesorgt haben, insofern du keinen allzu aufwendigen Bearbeitungsprogramme laufen lässt oder es mit dem Multitasking übertreibst. 

Festplatten sind gleichermaßen erschwinglich, können aber in Abhängigkeit der jeweiligen SSD auch gern einmal das Budget sprengen. Ratsam ist hier mitunter die Option, sich zunächst mit einer kleinen Kapazität zu begnügen und später zu erweitern oder aber in einen Mix aus kompakter SSD und üppiger HDD zu investieren.

Insofern du beim CPU-Kauf zudem keinen entsprechenden Kühler erbeuten konntest, musst du noch einmal etwa 50 Euro für einen selbigen in die Gesamtrechnung einplanen. Dann hast du aber auch wirklich Ruhe und kannst dir sicher sein, dass dein System nicht so schnell vor sich hinschmort.

Final gilt es schließlich noch ein geeignetes Netzteil zu finden. Im Wesentlichen ist die Suche aber auf einige wenige Kriteria heruntergebrochen:

1. Achte auf genügend Strom für GPU wie CPU (hierfür bietet sich eine Internetrecherche an, die dir Tabellen und sonstige Infos bereitstellt) 

2. Bau sicherheitshalber ein Puffer ein (auch wenn eine RTX 3050 beispielsweise schon mit 350-Watt-Netzteil betrieben werden kann, bietet sich hier der Griff zum 450- oder gar 550-Watt-Modell eher an, solltest du langfristig noch aufrüsten wollen)

Zudem kann man auch beim Netzteil guten Gewissens von renommierten Herstellern wie beQuiet kaufen, wo diese doch üppige Leistung zu fairen Preisen offerieren. Ist in jedem Fall besser als eine No-Name-Alternative, die deine Neuanschaffung schon nach kurzer Zeit in Brand setzt! 

Ein gelungenes Finish

Zum krönenden Abschluss solltest du natürlich auch die Kleinigkeiten wie Wärmeleitpaste, einen Schraubenzieher, oder aber die nötige Software nicht vergessen. Gerade für eine Windows-11-Lizenz solltest du hier noch einmal einige Euro einplanen, insofern du nicht auf kostenfreie Alternativen wie Linux zurückgreifen möchtest.

Die Alternativen

PlayStation 5 in weiß (liegend): Eine Konsole ist stets eine preisgünstige Alternative zum Gaming-PC

(Image credit: Mohsen Vaziri / Shutterstock.com)

Wenn das Zusammenstellen eines PCs dir nun doch zu mühsam erscheint, kannst du natürlich noch immer nach günstigen Angeboten bei Anbietern wie MIFCOM oder XMG Ausschau halten. 

Wir konnten beide schon zur Genüge testen und können dir so versichern, dass du hier nicht nur grandiose Qualität und zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten zur Seite gestellt bekommst, sondern auch in den Vorzug von erstklassigem Support und fairem Preis-Leistungs-Verhältnis kommst. Gerade zu den Angebotswochen im Sommer oder dem sich allmählich anbahnenden Black Friday einen Blick wert!

Wenn du aber einfach nur spielen willst, kann sich auch eine Konsolen-Alternative als Investition rentieren. Immerhin bekommst du eine PS5 bereits für weniger als 500 Euro, während die Xbox-Modelle ähnlich günstig sind. Und mit den entsprechenden Abo-Modellen oder aber Exklusiv-Titeln hast du hier auch ein einmaliges Sortiment bereitstehen.

Letzte Alternative wären schließlich noch die Streaming-Dienste. Schwärmen muss ich hier vor allem in Gedanken an Nvidia GeForce Now, welches dir vollwertiges Gaming auf so ziemlich jedem Gerät ermöglicht, insofern eine entsprechend flotte Internetverbindung vorliegt. Preislich ist der Dienst zudem mit 9,99 Euro für das Priority-Abonnement sowie 19,99 Euro für die Ultimate-Variante zudem recht fair bemessen.

Wofür auch immer du dich entscheidest, überlasse ich aber natürlich dir. Klar soll dir entlang dieser kleinen Exkursion eigentlich nur werden, dass Gaming schon längst facettenreicher denn je ist und du bereits für kleines Geld eine erstklassige Spielerfahrung in Aussicht gestellt bekommst!

Christian Schmidt
Business Development Manager

Hi, ich bin Christian und bei TechRadar Deutschland als Business Development Manager tätig.

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