Google Pixel 7 und Pixel 7 Pro: Die 7 spannendsten neuen Kamerafunktionen

Die Kamera des Google Pixel 7 Smartphones
(Bildnachweis: Google)

Das Erscheinen neuer Google Pixel Smartphones ist immer ein bedeutender Moment für die Fotografie - das hat sich auch bei der Vorstellung des Pixel 7 und des Pixel 7 Pro wieder gezeigt.

Die neuen Flaggschiffe haben zwar keinen so großen Aufmacher wie die Einführung von "Night Sight" beim Pixel 3, aber sie bringen eine Kombination aus spannenden Hardware- und Software-Upgrades mit, die sie in die oberen Ränge unseres Ratgebers über die besten Kamera-Smartphones (Öffnet sich in einem neuen Tab) katapultieren könnten.

Die Grundausstattung des Pixel 7 (Öffnet sich in einem neuen Tab) und des Pixel 7 Pro (Öffnet sich in einem neuen Tab) unterscheidet sich nicht grundlegend von der ihrer Vorgänger. Beide haben die gleichen 50-MP-Hauptkameras und 12-MP-Ultraweitwinkelkameras, wobei das Pixel 7 Pro ein zusätzliches 48-MP-Teleobjektiv mit 5-fachem optischem Zoom bietet.

Unter der Haube sorgt Googles neuer Tensor G2-Prozessor für einige ausgefallene Fotofunktionen, darunter Photo Unblur (Öffnet sich in einem neuen Tab) und ein neuer Cinematic Blur-Modus, der dem Cinematic Mode von Apple verdächtig ähnlich sieht. 

Was sind also die spannendsten Fotofunktionen der beiden Smartphones? Wir haben die Features, auf die wir uns am meisten gefreut haben, hier aufgelistet - angefangen bei Photo Unblur, dem Schummelmodus für all unsere Schnappschussfehler...

1. Photo Unblur (Pixel 7 und Pixel 7 Pro)

Zum Glück ist jedes unserer Fotos gestochen scharf und enthält keine Fehler (okay, das ist eine Lüge), aber wenn dein Fotoarchiv voller unscharfer Schnappschüsse ist, könnte Googles Photo Unblur-Trick ein willkommenes Geschenk des Himmels sein.

Photo Unblur ist zunächst nur in der Google Fotos App auf dem Pixel 7 und dem Pixel 7 Pro verfügbar (wir vermuten aber, dass es bald auch auf andere Smartphones ausgeweitet wird) und ist eine Weiterentwicklung von Googles bestehenden Entrauschungs- und Schärfungstools, die den Trick "Face Unblur", der letztes Jahr auf der Pixel 6 Serie eingeführt wurde, gut ergänzen dürfte.

Im Gegensatz zu Face Unblur ist Photo Unblur dafür gedacht, nachträglich auf bestehenden Fotos angewendet zu werden und nicht im Moment der Aufnahme. Es kann zwar keine Wunder bei katastrophalen Schnappschüssen bewirken, aber die ersten Demos zeigen eine beeindruckende Fähigkeit, Aufnahmen zu retten, die durch lange Verschlusszeiten, Fokussierungsprobleme oder leichtes Verwackeln verunstaltet wurden. Und es funktioniert auch bei Fotos, die mit anderen Kameras aufgenommen wurden.

2. Macro Focus (Pixel 7 Pro)

Es ist bei weitem nicht das erste Smartphone mit einem speziellen Makromodus, aber die Ergänzung des Autofokus durch das verbesserte Ultraweitwinkel-Objektiv des Pixel 7 Pro ist eine große Sache für Fans von Google-Smartphones.

Unser Kollege und Smartphone-Redakteur bei TechRadar US, Philip Berne, erklärte (Öffnet sich in einem neuen Tab), warum er sich vor der Markteinführung des Smartphones am meisten auf die Makrofunktion des Pixel 7 Pro gefreut hat. Und Google erfüllte seinen Wunsch mit einem Modus, der den Nahaufnahmen, die mit Konkurrenten wie dem iPhone 14 Pro (Öffnet sich in einem neuen Tab) möglich sind, ebenbürtig sein sollte.

Ein Katzenauge, Wassertropfen auf einem Blatt und ein menschliches Auge

(Image credit: Google)

Es ist noch nicht klar, welche Software-Tricks Google für diesen Modus entwickelt hat, aber er verspricht, dass du Objekte aus einer Entfernung von bis zu 3 cm scharfstellen kannst. Der Makrofokus wird auch automatisch aktiviert, wenn du dich einem Objekt näherst, und schaltet von der Hauptkamera auf die Ultraweitwinkelkamera um. 

Wir freuen uns schon sehr darauf, diesen Modus auszuprobieren ( aufgepasst, Spinnen). In der Zwischenzeit kannst du dir einige Beispielbilder in dieser Google Fotos-Galerie (Öffnet sich in einem neuen Tab) ansehen.

3. Verbesserter Super-Res-Zoom (Pixel 7 Pro)

Der Zoom verspricht eine der größten Verbesserungen beim Pixel 7 und Pixel 7 Pro zu sein. Das Pro-Modell hat jetzt einen 5-fachen optischen Zoom (im Gegensatz zum 4-fachen Zoom des Pixel 6 Pro), aber die interessantere Verbesserung ist der Softwaretrick, der bei beiden Modellen verfügbar ist.

Genau wie das iPhone 14 Pro können beide Smartphones dank einer zusätzlichen Rauschunterdrückung in ihre 50-MP-Auflösung hineinzoomen und so einen effektiven 2x-Zoom bei einer 12,5-MP-Auflösung erreichen. Aber die nützlichere Verbesserung ist wahrscheinlich die Verarbeitung, die zwischen den nativen Brennweiten des Pixel 7 Pro stattfindet.

Zwei Tennisspieler auf einem Platz

(Image credit: Google)

Bisher wurden die Bereiche mit 3- oder 4-fachem optischem Zoom durch einen eher rudimentären digitalen Zoom abgedeckt. Google behauptet jedoch, dass das Pixel 7 Pro mit seiner 5fach-Telezoomkamera zusätzliche Details einfügen kann, was (zumindest theoretisch) zu viel gleichmäßigeren Ergebnissen in diesem Zoombereich führen sollte.

4. Cinematic Blur Modus (Pixel 7 und Pixel 7 Pro)

Mit dem Cinematic-Modus hat Apple letztes Jahr auf dem iPhone 13 Pro (Öffnet sich in einem neuen Tab) eine simulierte Hintergrundunschärfe für Videos eingeführt, wie du sie von Fotos im Porträtmodus kennst. Die Technologie steckt noch in den Kinderschuhen, aber Google ist jetzt mit seiner Version des unechten Video-Bokehs in den Computerpool gesprungen.

Das Problem, das diese Modi lösen sollen, ist, dass Smartphone-Kameras eine zu große Tiefenschärfe haben, um die Art von Unschärfe zu erzeugen, die Videos, die mit speziellen Kameras aufgenommen wurden, filmisch aussehen lässt. 

Das ist eine harte Nuss, denn jedes einzelne Bild muss so bearbeitet werden, dass es aussieht, als wäre es mit einem lichtstarken Objektiv aufgenommen worden - und anhand der obigen Google-Demo hat die Pixel 7-Serie keine großen Fortschritte gemacht.

Der Übergang vom Motiv zum Hintergrund sieht immer noch ein bisschen künstlich und plump aus, aber für die eine oder andere geschnittene Szene könnte dieser Modus durchaus praktisch sein. Wir werden uns aber noch eine Weile an die besten Vlogging-Kameras (Öffnet sich in einem neuen Tab) halten.

5. Verbesserter Nachtmodus (Pixel 7 und Pixel 7 Pro)

Der "Night Sight"-Modus von Google war eine Offenbarung, als er 2018 auf dem Pixel 3 eingeführt wurde. Anstatt die herkömmliche Langzeitbelichtung zu verwenden, um dunkle Szenen zu belichten, kannst du sie dank der verblüffenden Fähigkeit, die besten Teile aus einer Reihe von Bildern sofort wieder zusammenzusetzen, aus der Hand fotografieren.

Der Modus wurde im Laufe der Jahre immer weiter verbessert, aber das Problem war immer die Bewegungsunschärfe, die entsteht, wenn sich dein Motiv während der Serienbildaufnahme auch nur einen Zentimeter bewegt. Google verspricht nun, dass dieses Problem beim Pixel 7 und Pixel 7 Pro wenn nicht gelöst, so doch zumindest verbessert wurde.

Ein Baum unter einem Nachthimmel und eine Frau, die an einer dunklen Wand lehnt

(Image credit: Google)

Das liegt daran, dass die maschinellen Lernverfahren eine Verringerung des Rauschens ermöglichen, was wiederum bedeutet, dass für jedes Bild eine halb so lange Verschlusszeit verwendet werden kann wie bisher. Das Ergebnis? Theoretisch gibt es viel weniger Probleme mit Bewegungsunschärfe, die deine Stadtansichten und Nachtporträts ruinieren.

6. Guided Frame (Pixel 7 und Pixel 7 Pro)

Guided Frame ist ein beeindruckendes Beispiel für eine barrierefreie KI-Funktion, die blinden oder sehbehinderten Menschen die Aufnahme von Selfies mit dem Pixel 7 und Pixel 7 Pro erleichtern soll.

Wenn du die Frontkamera öffnest und sie an dein Gesicht hältst, sagt dir die Stimme der Funktion, wo du dein Smartphone für die Aufnahme positionieren sollst, und weist dich in die richtige Richtung, bevor sie dir mitteilt, dass du das richtige Foto gemacht hast.

Zwei lächelnde Frauen in einer Bar, aufgenommen mit dem Pixel 7

Googles Real Tone Funktion (oben) verspricht noch genauere Hauttöne in deinen Fotos. (Image credit: Google)

Du bekommst Aufforderungen wie "Bewege dein Smartphone leicht nach rechts und oben", während ein Countdown dich darüber informiert, wann die Aufnahme gemacht werden soll. Hoffentlich spornt das andere Hersteller an, ähnliche Modi zu entwickeln.

Google hat außerdem die Funktion "Real Tone" auf den neuen Pixels verbessert, um sicherzustellen, dass der Hautton jedes Motivs auf deinen Fotos korrekt und gut belichtet ist. Die Funktion wurde an über 10.000 Porträts getestet und in Zusammenarbeit mit Diversify Photo verfeinert, sodass sie jetzt noch besser sein sollte.

7. Verbesserte Selfie-Kamera (Pixel 7)

Fotografen mögen über die Selfie-Kamera spotten, aber sie ist eine der am häufigsten genutzten Linsen auf Smartphones. Das Pixel 7 hat jetzt eine verbesserte Version, die einen ordentlichen Schritt nach vorne im Vergleich zu seinem Vorgänger machen sollte.

Das Google Pixel 7 Smartphone auf gelbem Hintergrund

(Image credit: Google)

Das Pixel 7 hat jetzt den gleichen 10,8-MP-Sensor (mit f/2.2-Blende), den du auch im Pixel 7 Pro und 6 Pro findest. Das bedeutet, dass er eine extrem weite Brennweite von 20 mm hat, was praktisch ist, um mehrere Personen ins Bild zu bekommen. Du kannst mit ihr auch 4K/60p-Videos aufnehmen.

Sie hat zwar immer noch nur einen festen Fokus, ist aber ein nützliches Werkzeug, wenn du ein Foto für die sozialen Medien oder ein schnelles Video für deinen YouTube-Kanal brauchst.

Franziska Schaub
Chefredakteurin

Franziska Schaub ist Chefredakteurin bei TechRadar Deutschland und unter anderem verantwortlich für die Bereiche Smartphones, Tablets und Fitness.


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