Das Google Pixel 7 Pro im Test

Google will sich die Smartphone-Krone holen

Was ist eine Hands on-Review?
Google Pixel 7 pro hintere Kameras
(Image: © Future / Philip Berne)

Erstes Fazit

Das Google Pixel 7 Pro hat hohe Ansprüche und Google behauptet, dass es das beste Smartphone ist, das du kaufen kannst, nicht nur das beste Pixel Smartphone. Das ist neu für Google. Das Pixel 7 Pro verbessert die Bildqualität der Kamera, die Gesprächsqualität und die Spracherkennung und scheint mehr zu sein als die Summe seiner Teile. Dieses Smartphone können wir jedoch nicht anhand der technischen Daten beurteilen - wir müssen es selbst ausprobieren.

Pros

  • +

    Hochwertiges Design und einzigartige Farben

  • +

    Anspruchsvolle Kameraambitionen

  • +

    Schnelles Interface mit schnellem Display

Cons

  • -

    Kein großes Upgrade im Vergleich zum letzten Jahr

  • -

    Superzoom-Funktionen beruhen auf digitalen Erweiterungen

  • -

    Keine Schnellladefunktion

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Endlich ist es da: das Google Pixel 7 Pro, ein Smartphone, das Google vor fast einem halben Jahr auf der Google I/O ankündigte und uns fragen ließ, was an diesem Gerät so toll sein könnte, dass Google sein damals aktuelles Pixel 6 Pro verschmähen würde. Die Antwort lautet: nicht sehr viel - aber die kleinen Unterschiede sind wichtig. 

Beim Pixel 7 Pro geht es vor allem um das Aussehen. Es ist ein schickes, raffiniertes Smartphone, das in einer Reihe von Farboptionen erhältlich ist, von denen du einige bei keinem anderen Hersteller findest. Zusammen mit seinem unverwechselbaren Design trägt das dazu bei, dass das Smartphone von Google auffällt. Es sieht fast genauso aus wie das Pixel 6 Pro, nur mit ein bisschen mehr Raffinesse, und wir beschweren uns nicht. 

Der Tensor 2-Chipsatz im Pixel 7 Pro wird eine Reihe von Rechenfunktionen für die Kamera, das Smartphone und den Google Assistant übernehmen. Außerdem verfügt es über einen schnelleren Grafikprozessor, der den Bildschirm auf flüssige und helle 120 Hz bringt. 

Was die Kamera angeht, sagt Google, dass das Pixel 7 Pro die beste Smartphone-Kamera haben wird, die du kaufen kannst, auch hier mit Hilfe von Tensor 2. Du bekommst einen verbesserten Zoom, verfeinerte Makrofotos und realistischere Hauttöne. 

Google setzt sich mit dem Pixel 7 Pro hohe Ziele und behauptet, es sei das beste Smartphone (Öffnet sich in einem neuen Tab), das du kaufen kannst, nicht nur das beste Pixel-Smartphone. Wir sind gespannt darauf, diese Behauptung zu testen.

Google Pixel 7 Pro: Preis und Verfügbarkeit

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Das Google Pixel 7 Pro wurde auf Googles Pixel 7-Event (das offiziell Made By Google '22 heißt) zusammen mit dem Google Pixel 7 und der Google Pixel Watch enthüllt. Es kann ab sofort vorbestellt werden und wird ab dem 13. Oktober in den Regalen stehen. Das Gerät wird 899 € kosten, was wie Google betont, weniger ist als bei den Flaggschiffen der großen Konkurrenten, die in letzter Zeit auf den Markt gekommen sind. 

Es wird drei Speicheroptionen für das Pixel 7 Pro geben: 128 GB, 256 GB und 512 GB. Allerdings kommen in Deutschland nur die erstgenannten Varianten auf den Markt. Für das Modell mit 256 GB musst du mit einem Preis von 999 € rechnen. Das Smartphone wird in allen Modellen mit 12 GB RAM ausgestattet sein. Ein 30-W-USB-C-Ladegerät ist nicht im Lieferumfang des Smartphones enthalten.

Google Pixel 7 Pro: Design

Das Google Pixel 7 Pro hat ein unverwechselbares Design in der Welt der Smartphones, vor allem wenn du nicht mit der Pixel 6 Familie und neuer vertraut bist. Das Pixel 7 Pro behält das lange Kamera-Element auf der Rückseite bei, ein Streifen aus Metall über der Glas-Oberfläche. 

Die Metallleiste ragt zwar etwas heraus, aber da sie gleichmäßig und symmetrisch ist, fühlt sie sich natürlicher an als ein Kamerabuckel in der Ecke. Wie beim Pixel 7 hast du zwei Kameras, die sich hinter einer Öffnung in der Beule verbergen, und beim Pixel 7 Pro gibt es eine zweite Öffnung für die ausfahrbare Zoomkamera. Du kannst einen Teil des Klappmechanismus durch das Glas sehen. 

Die graue Hazel-Farbe ist mit Abstand unser Favorit. Das Snow-Finish ist ein elegantes, glänzendes Weiß, während Obsidian - für dich und mich schwarz - ein bisschen zu schlicht ist, um interessant zu sein. Wir würden uns wünschen, dass Google mehr einzigartige Farbkombinationen wie Hazel mit seinem goldenen Akzent auf dem Streifen anbietet. 

An der Unterseite des Smartphones befinden sich ein USB-C-Anschluss und große Lautsprecher.

Auf der Vorderseite befinden sich eine kleine Lochkamera und ein Fingerabdruckscanner unter dem Bildschirm. Die Kamera kann die komplette Gesichtserkennung für das Face Unlock übernehmen, was ein netter Zusatz zum Pixel 6 Pro ist.

Google Pixel 7 Pro: Display

Das Display des Google Pixel 7 Pro

(Image credit: Future / Philip Berne)

Das 6,7-Zoll-Display des Google Pixel 7 Pro sah fantastisch aus, als wir das Smartphone ausprobierten. Die Benutzeroberfläche war ultra-flüssig und blitzschnell. Der Bildschirm kann mit einer Helligkeit von 1000 nits betrieben werden und erreicht sogar 1500 nits, was deutlich heller ist, aber nicht ganz so hell wie beim 2000 nit-fähigen iPhone 14 Pro (Öffnet sich in einem neuen Tab)

Wie bei Apples Smartphone handelt es sich auch bei Googles Display um ein LTPO OLED, das mit bis zu 120 Hz aktualisiert werden kann. Es verfügt auch über einen Always-on-Modus, der gut aussieht und den Akku nicht zu sehr belasten sollte. Der Bildschirm ist sehr scharf und farbenfroh, und das Kamerabild sieht im Sucher großartig aus. 

Das Display ist sehr groß auf dem Smartphone und die Ränder sind so schmal, dass sie nicht auffallen. Das Glas ist aus Corning Gorilla Glass Victus und bietet einen guten Schutz vor Beschädigungen, aber wir werden trotzdem eine Schutzfolie dafür besorgen. Das Glas und die Rückseite sind nach IP68 wasserdicht versiegelt.

Google Pixel 7 Pro: Kamera

Die größten Fragen, die wir zum Pixel 7 Pro haben, werden beantwortet, wenn wir die Kamera endlich auf Herz und Nieren prüfen können und erfahren, welche Art von Bildern sie produzieren kann. Wir sind sehr zuversichtlich, aber Google muss mit dem Tensor 2 Chip hinter den Kulissen wahre Wunder vollbringen. 

Laut den technischen Daten ist das Pixel 7 Pro ein mittelmäßiges Smartphone. Es hat nicht die Zoomlänge des Galaxy S22 Ultra (Öffnet sich in einem neuen Tab). Der neue Makrofokus-Modus kann ein 3 cm entferntes Motiv anvisieren, aber das iPhone kommt noch ein bisschen näher ran. Die 50-MP-Hauptkamera hat es in sich, aber es gibt auch Smartphones mit mehr als 100 Megapixeln. 

Statt auf technische Daten setzt Google auf Rechenleistung. Die Zoomfunktion, der Makrofokus und der Porträtmodus werden durch den Tensor 2-Chip erheblich verbessert, behauptet Google zumindest. 

In unserer kurzen Hands-on-Zeit haben wir einige Aufnahmen mit dem Makromodus gemacht, um zu sehen, ob sie uns beeindrucken können. Kleine Drucke sahen gut aus, enthüllten aber keine Nuancen. Einige Blätter in der Nähe sahen gut aus, aber wir konnten keine Details erkennen, die der Makromodus enthüllt hätte. 

Google bietet mit dem Pixel 7 Pro auch die Möglichkeit, Fotos in deiner Google Fotos-Bibliothek zu korrigieren, auch wenn du sie nicht mit dem Pixel 7 Pro aufgenommen hast. Diese Funktion ist auf das Smartphone (und das Pixel 7) beschränkt - es wird keine Google Fotos-Funktion für alle sein. Wir freuen uns schon darauf, unsere alten Porträts mit der Google-Magie zu bearbeiten, um Unschärfe zu beseitigen und Gesichter zu korrigieren.

Google Pixel 7 Pro: Software

Natürlich wird das Pixel 7 Pro mit Android 13, dem neuesten Google Betriebssystem, ausgeliefert. Google wird wahrscheinlich nicht allzu viele Verbesserungen an der Benutzeroberfläche selbst vornehmen.

Das bedeutet, dass du nicht so viele benutzerdefinierte Optionen und fortschrittliche, spielerische Funktionen wie bei Smartphones mit der Samsung One UI hast. Du bekommst die Standardfunktionen von Google, wie z. B. die Gestensteuerung, mit der du dich durch die Benutzeroberfläche bewegst, statt der Touch-Tasten auf dem Bildschirm. 

Als wir das Smartphone ausprobiert haben, war die Benutzeroberfläche sehr flott und flüssig. Es gibt jede Menge benutzerdefinierte Designs und Personalisierungsoptionen, so dass es dir nicht schwer fallen wird, dein Handy zu gestalten. 

Der eigentliche Software-Spaß kommt mit den Funktionen, die auf Googles Tensor 2 Plattform basieren. Der Google Assistant verlagert eine Menge Arbeit auf die Tensor-Chips und auch das Pixel 7 Pro erhält einige neue Software-Tricks. 

Beim Fotografieren hilft Tensor, natürlichere Hauttöne in Porträts zu erzeugen. Außerdem entschärft er Fotos in deiner Bibliothek, egal ob sie mit dem Pixel 7 Pro aufgenommen wurden oder nicht. Der Tensor hilft dir beim Superzoom, beim Makrofokus und bei Nachtaufnahmen.

Der Webbrowser auf dem Google Pixel 7 Pro

(Image credit: Future / Philip Berne)

Google wird Telefongespräche mit einem Software-Assistenten ausstatten und verspricht, dass deine Anrufer dank der Google-Intelligenz viel besser klingen werden, wenn du mit dem Pixel 7 Pro telefonierst. Diese Funktion wird später in diesem oder Anfang nächsten Jahres auf die Smartphones kommen.

Mit anderen Worten: Anstatt Softwarefunktionen hinzuzufügen, mit denen du spielen kannst, setzt Google die Software im Hintergrund ein, um das Smartphone auf unzählige Arten zu verbessern. Auch wenn die technischen Daten nicht ganz so gut sind wie die der anderen, setzt Google stark auf die Software, um seinen Anspruch zu untermauern, dass das Pixel 7 Pro das beste Smartphone ist, das du kaufen kannst.

Google Pixel 7 Pro: Performance

Seitenansicht des Google Pixel 7 Pro

(Image credit: Future / Philip Berne)

Die Leistung des Google Pixel 7 Pro dürfte gemischt ausfallen, aber wir denken, dass das Smartphone in jeder Hinsicht überzeugen wird. Der Prozessor ist vielleicht nicht der schnellste, aber wir erwarten Verbesserungen gegenüber dem Pixel 6 Pro in Bezug auf die Grafikleistung und möglicherweise auch bei der Handhabung der KI-Funktionen. 

Google entwickelt mit Tensor 2 seine eigene mobile Plattform, einschließlich des Mikroprozessors, und hat den seltenen Schritt gewagt, jeden der verwendeten Prozessorkerne im Detail zu beschreiben. Wir wollen hier nicht in die Einzelheiten gehen, aber jeder Prozessor basiert auf ähnlichen Teilen, die Kerne genannt werden, und Google verwendet nicht die schnellsten Teile in seiner Engine. 

Wir wissen, dass Google in diesem Smartphone einen besseren Grafikprozessor verwendet und dass der Tensor 2 bei der Verarbeitung der maschinellen Lernfunktionen verbessert wurde, die den Pixel-Smartphones ihre besondere Note verleihen. 

Mit anderen Worten: Es hat vielleicht nicht die reine Pferdestärke, aber die braucht es wahrscheinlich auch nicht. Du wirst Spiele mit der höchsten Auflösung spielen können, und die fortschrittlichen Funktionen werden so schnell arbeiten, dass du staunen wirst. 

Wir werden das Smartphone auf Herz und Nieren prüfen, um sicherzugehen, dass es die hohen Leistungsversprechen von Google einhält.

Google Pixel 7 Pro: Akku

Google Pixel 7 Pro USB C port und Lautsprecher an der Unterseite

(Image credit: Future / Philip Berne)

Der 5000-mAh-Akku des Google Pixel 7 Pro ist groß, aber nicht der größte auf dem Markt. Google behauptet, dass er bei normaler Nutzung mehr als 24 Stunden durchhält, was den Erwartungen entspricht, die die Branche heutzutage hat. Das Zwei-Tage-Smartphone ist noch nicht in Sicht, so scheint es. 

Oder vielleicht doch... Google sagt, dass das Pixel 7 Pro im Extreme Battery Saver Modus bis zu 72 Stunden durchhält. Wir haben nicht viele Details darüber erfahren, was das bedeutet, also müssen wir uns ein Urteil vorbehalten, bis wir es getestet haben. Vermutlich wäre es sogar hilfreich, wenn man den Extremmodus in Notfällen aktivieren könnte. 

Samsung hatte bereits in der Vergangenheit extreme Akkusparmodi, die für den Smartphone-Alltag unbrauchbar waren. Sie reduzieren den Bildschirm auf Schwarz-Weiß, schränken die verfügbaren Apps ein und schränken alles ein, was du mit deinem Smartphone machen kannst. Es ist eher ein "Lost in the Woods"-Feature als eine Möglichkeit, dein Premium-Gerät zu genießen. 

Google wird es schwer haben, uns davon zu überzeugen, dass dies das beste Smartphone der Welt ist, wenn man bedenkt, wie langsam es geladen wird. Das Smartphone kann mit bis zu 30 W aufgeladen werden - das Ladegerät ist natürlich nicht im Lieferumfang enthalten. Wir würden uns eine viel schnellere Aufladung wünschen, vor allem bei einem Flaggschiff-Gerät. Google prahlt nicht damit, wie schnell du wieder einsatzbereit bist, und das ist bezeichnend.

Google Pixel 7 Pro: Erstes Fazit

Das Google Pixel 7 Pro ist weit mehr als die Summe seiner Teile und es ist schwierig, dieses Smartphone zu beurteilen. Ein großer Teil der Erfahrung mit diesem Smartphone wird darin bestehen, wie die Google-Software mehr leisten kann als andere Smartphones mit modernster Hardware. 

Die Kamera wird natürlich der Dreh- und Angelpunkt sein, aber es gibt noch andere wichtige Funktionen, die ebenfalls überzeugen müssen. Sonst ist die Kamera nur ein Ablenkungsmanöver, das uns von anderen Themen ablenkt. Wir sind besonders neugierig auf Googles Angaben zur Akkulaufzeit, da wir in der Vergangenheit weder von der Akkulaufzeit noch von der Ladegeschwindigkeit der Pixel-Smartphones beeindruckt waren. 

Auch die Anruffunktionen, die das Pixel 7 Pro später erhalten wird, könnten eine große Rolle spielen, denn seit der Einführung der LTE-Telefonie hat sich die Anrufqualität kaum verbessert. Wir würden gerne alle unsere Anrufer besser hören, nicht nur die, die ein schickes Smartphone haben. 

Google setzt auch viel Vertrauen in das Design des Smartphones, und obwohl wir es auf den ersten Blick ansprechend finden, müssen wir viel Zeit mit dem Smartphone in der Hand verbringen, um zu sehen, ob die Passform und Verarbeitung wirklich begeistern. Angesichts der starken Konkurrenz durch das unendlich raffinierte Apple iPhone 14 Pro und das Samsung Galaxy S22 Ultra muss Google beweisen, dass es das Smartphone-Flaggschiff bauen kann, das du lieber in der Hand hältst als alle anderen.

  • Erstmals veröffentlicht am 6. Oktober 2022
Franziska Schaub
Chefredakteurin

Franziska Schaub ist Chefredakteurin bei TechRadar Deutschland und unter anderem verantwortlich für die Bereiche Smartphones, Tablets und Fitness.


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