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Die gecancelte Apple Watch-Alternative von Meta hatte eine Kamera, wo du sie nicht erwartet hättest

Eine Person überprüft ihre Smartwatch. Foto von Luke Chesser auf Unsplash
Eine Person mit einer gewöhnlichen Smartwatch (Image credit: Photo by Luke Chesser on Unsplash)

Meta hat Berichten zufolge die Entwicklung seines lange angekündigten Apple Watch-Konkurrenten eingestellt: eine Smartwatch, die mit zwei Kameras ausgestattet gewesen wäre. 

Laut Bloomberg hat Meta beschlossen, sich von der Smartwatch abzuwenden und sich auf andere Geräte für das Handgelenk zu konzentrieren. Höchstwahrscheinlich ist dies ein weiterer Schritt von Meta, um seine Bemühungen um die Schaffung eines Metaverse zu konsolidieren und gleichzeitig zu versuchen, in diesem Jahr rund 3 Milliarden Dollar an Ausgaben einzusparen.

Metas Smartwatch mag eine Premiere für das Unternehmen gewesen sein, aber nach allem, was wir gehört haben, wird es sich nicht um einen faulen Apple Watch-Klon handeln. Durchgesickerte Berichte und ein Prototyp deuten darauf hin, dass sie über die Fitnessfunktionen, die Musikwiedergabe und die Messaging-Dienste verfügen hätte, die du erwartest, aber auch über zwei Kameras. 

Die sinnvollste von ihnen wäre unter dem Display der Uhr platziert worden - wahrscheinlich für Videotelefonate, damit der Träger seinen Gesprächspartner sehen und von ihm gesehen werden kann. Die zweite Kamera war weniger sinnvoll: Sie wurde unterhalb der Kamera angebracht, die auf das Handgelenk des Trägers gerichtet war.

Wenn die Kamera nicht gerade eine unglaubliche Bildqualität bietet oder du dich in einer Nischensituation befindest, sehen wir nicht ein, warum jemand eine Uhr an- und ablegen sollte, anstatt einfach das Smartphone zu zücken, das er wahrscheinlich bei sich trägt. 

Diese Kamera verursachte offenbar auch Probleme mit anderen Funktionen der Uhr, z. B. mit der Elektromyografie - einem System, das die Nervensignale des Handgelenks in digitale Befehle umwandeln kann.

Die Smartwatch von Meta wird im Metaverse weiterleben

Obwohl die Uhr eingestellt wurde, soll sie durch Elektromyografie weiterleben.

Statt einer speziellen Smartwatch wird Meta aber wahrscheinlich einen elektromyografischen Controller für seine kommenden VR-Headsets entwickeln - Headsets wie Project Cambria (opens in new tab) und das Meta Quest 3 (opens in new tab). Das hat das Unternehmen letztes Jahr in einem Blogpost (opens in new tab) erklärt.

Ein solches Gerät würde wahrscheinlich mit den Controllern von Valve Index (opens in new tab) konkurrieren, die viel realistischere Handbewegungen ermöglichen als die des Quest 2 (opens in new tab).

Valve Index Controller in einer Hand

Die Valve Index-Controller bieten viel realistischere Bewegungen, aber sie sind nicht perfekt. (Image credit: Future)

Viel interessanter sind jedoch die Möglichkeiten, die ein solcher Controller für die Barrierefreiheit bieten könnte. 

Menschen mit Amputationen oder jene, die ihre Hände oder Arme aus verschiedenen Gründen nicht bewegen können, können aufgrund des Designs der Controller nicht an VR teilnehmen. Das könnte sich mit einem elektromyografischen Controller ändern. 

Wie Meta im obigen Blogpost erklärt, ist das ultimative Ziel, dass es möglich ist, "nur die Absicht zu spüren, einen Finger zu bewegen". Du musst also keine reale Hand bewegen, sondern nur daran denken, es zu tun. Der gleiche Ansatz wurde bereits von Forschern verwendet, um Amputierten die Kontrolle über Roboterarme und -hände zu geben (opens in new tab)

Im Moment ist diese Technologie noch etwas zu unhandlich für den Massenmarkt, aber die Wissenschaftler haben gezeigt, dass die Idee durchaus realisierbar ist.  

Auf den handgelenkbasierten Controller von Meta werden wir also wohl noch eine Weile warten müssen, aber wenn er endlich vorgestellt wird, könnte er die Art und Weise, wie wir mit VR interagieren, revolutionieren.

Franziska Schaub ist Chefredakteurin bei TechRadar Deutschland und unter anderem verantwortlich für die Bereiche Smartphones, Tablets und Fitness.


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