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5G-Smartphones wurden 2020 zur Norm – sind aber immer noch kein Grund zum Upgraden

Das beste 5G-Smartphone
Eine Auswahl an 5G-Smartphones (Image credit: Motorola, Apple, Samsung)

Den neuen Mobilfunkstandard unterstützen Smartphones bereits seit 2019. 2020 war jedoch das Jahr, in dem die Technologie langsam aber sicher den Mainstream erreicht hat, denn so gut wie alle Oberklasse-Smartphones hatten die nötige Technik verbaut und weltweit wurde die Netzabdeckung ausgebaut.

Samsungs komplette Galaxy S20-Reihe kann 5G, OnePlus hat die Unterstützung in seine teuersten Geräte verbaut, eine ganze Reihe anderer Hersteller von Android-Smartphones auch, und selbst jedes einzelne Gerät der iPhone 12-Familie wurde mit 5G im Hinterkopf designt.

Das ist ziemlich beeindruckend, wenn man bedenkt, dass die Auswahl an 5G-Smartphones letztes Jahr noch auf sehr wenige Geräte beschränkt war, darunter die spezifische Samsung Galaxy S10 5G-Variante.

Es ist schön zu sehen, dass Hersteller diese Technologie so schnell annehmen. Mittlerweile gibt es auch einige günstige Alternativen zu den Geräten mit Rang und Namen, wie dem Google Pixel 5 und dem iPhone 12. Das Realme X50 5G kostet z.B. rund € 300,- in Deutschland und ist damit eine der günstigsten Möglichkeiten, 5G zu testen.

Einem Gerücht zufolge sollen 5G-Smartphones in 2021 noch günstiger werden. So soll angeblich Samsung ein Gerät namens Galaxy A22 5G vorstellen, das nur 200.000 südkoreanische Won (umgerechnet ca. € 150,-) kosten soll.

iPhone 12 mini

Das iPhone 12 mini ist bereit für 5G (Image credit: TechRadar)

Doch obwohl 5G mittlerweile weiter verbreitet und günstiger erhältlich ist, ist es alleine immer noch kein guter Grund, ein neues Handy zu kaufen.

Wenn du nach einem neuen, zukunftssicheren Smartphone suchst, dann tu dir keinen Zwang an und kauf eins mit 5G. Das wäre die kluge Entscheidung. Wir empfehlen gerne 5G-Smartphones – tatsächlich ist ein signifikanter Teil unserer Liste der besten Smartphones 5G-fähig –, aber du solltest dir keins davon aussuchen, nur weil es 5G-fähig ist.

Wenn 5G verfügbar ist und du ein kompatibles Gerät hast, kannst du fantastische Geschwindigkeiten erreichen. Allerdings gibt es selbst Ende 2020 noch einige unbequeme Hürden.

Du musst in einer Region mit bereits ausgebautem 5G-Netz wohnen (in Deutschland heißt das kurz gesagt: in Großstädten), ein passendes Gerät besitzen und deinem Mobilfunkanbieter mehr Geld für einen 5G-Tarif bezahlen.

Langsam wird es Realität

Und selbst in Großstädten sieht es teils sehr düster aus, was 5G angeht. In Chemnitz z.B., einer Stadt mit 250.000 Einwohnern, ist die Telekom der einzige Netzbetreiber, der 5G einigermaßen flächendeckend anbietet. Vodafone ist nur in einem Streifen im Erzgebirge vertreten und von o2 braucht man in den neuen Bundesländern gar nicht erst reden, wenn es um 5G geht.

Wohnt man auf dem Land, hat man häufig auch Pech gehabt, besonders in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, wo sich die 5G-Abdeckung liest wie eine Karte der Autobahnen, die durch die beiden Bundesländer führen.

Doch der Ausbau geht größtenteils gut voran. So meldeten sowohl Telekom als auch Vodafone Mitte Dezember, dass 5G mittlerweile Standard wäre oder der Ausbau schneller läuft als geplant. Allein von Telefónica/o2 hört man wenig, was 5G angeht. In der letzten 5G-Pressemitteilung ging es um Indoor-Geschwindigkeitsrekorde mit Nokia und im letzten Update zur Netzabdeckung Anfang Dezember rühmte man sich mit sieben Millionen Menschen, die nun Zugang zu 4G von o2 hätten.

Wenn du dein Handy upgraden musst, dann ist die Auswahl 2020 wesentlich besser geworden, wenn du für den künftigen Netzstandard vorbereitet sein willst. Du kannst entweder aufs iPhone 12 upgraden oder auf eine beliebige Anzahl Android-Smartphones und sicher sein, dass du nicht zurückgelassen wirst, wenn 5G in ein paar Jahren zur Norm wird.

Unser Rat bleibt, dass du nicht allein wegen 5G upgraden solltest – zumindest, solange es nicht flächendeckend verfügbar ist.