So war das Mario Strikers: Battle League - First Kick Event

Für Fans gibt es einigen Grund zum Jubel - Mario Strikers verspricht ein Heidenspaß zu werden
(Bildnachweis: Future)

Am vergangenen Wochenende war es der Nintendo-Community mit aktivem Online-Abo möglich in den neuen Fußball-Ableger von Mario und Co. für Nintendo Switch (Öffnet sich in einem neuen Tab) frühzeitig hineinzuspielen. Entlang des First Kick Events (Öffnet sich in einem neuen Tab), welches von Nintendo im Vorfeld angekündigt wurde, war es den Spielern dabei möglich eine Demo-Version herunterzuladen und in gewissen Zeiträumen den Kampf um das runde Leder auszufechten. 

Die Testversion beinhaltete hierbei einen umfassenden Trainings-Modus sowie einen Online-Modi, der jeweils zu drei unterschiedlichen Tageszeiten für je eine Stunde zur Verfügung stand. Hiermit konnten sich bis zu vier Konsolenbesitzer allein oder in Pärchen mit und gegen andere messen. 

Wie sich die ersten Spielminuten nun aus meiner Sicht gestaltet haben, möchte ich dir im Folgenden etwas näher bringen.

Übung macht den Meister 

Das Tutorial umfasst die Grundlagen und fortgeschrittenen Techniken und macht dich im Handumdrehen zum Strikers-Profi

Zum Strikers-Fußballgott wird man nicht ohne entsprechende Übung: Damits am Anfang jedoch besser klappt, stellt euch das Spiel ein umfangreiches Tutorial zur Seite. (Image credit: Future)

Meine erste von zwei Play-Sessions begann mit dem (Wieder-)Erlernen der Grundlagen von Mario Strikers. Viele der Elemente sind dabei intuitiv und bereits nach kurzer Zeit gemeistert. Vom direkten und indirekten Passspiel über Finten und dem Highlight in Form der Hyperschüsse ist dabei jede Technik entlang von Lektionen aufbereitet und schnell verinnerlicht.

Interessant sind vor allem jene Features, die dem Spieler etwas mehr Können abverlangen, ihm aber bei erfolgreicher Durchführung entsprechend belohnen. Hierzu zählen beispielsweise perfekte Pässe und Schüsse, die beim idealen Timing in höherem Tempo, Präzision und Intensität münden.

Ergänzt wird der Sport in Marios Version durch die klassischen Items wie Panzer oder Bananen, die eingesammelt werden müssen und auf Knopfdruck verstärkend oder behindernd auf das Spielgeschehen einwirken. 

Während aber im Tutorial alles flüssig von der Hand geht, konnte Mario Strikers in anderen Bereichen weniger überzeugen...

Grafisch durchwachsene Partien

Mario Strikers: Battle League ist kein hässliches Spiel, aber ebenso wenig eine Offenbarung. Persönlich habe ich mir auf grafischer, stilistischer Ebene viel vom neuen Mario-Sport-Ableger versprochen. Immerhin ist es eine Nintendo-Eigenproduktion und ein guter Maßstab für alles was wir noch von einer Switch 2022 oder 2023 erwarten dürfen -und nun ja... das scheint nicht mehr allzu viel.

Mario Strikers für die Switch ist auf dem ersten Blick ein solides Spiel, welches gerade auf im Handheld-Modus überzeugt. Die meisten Objekte und Charaktere wirken ausreichend detailliert und insbesondere die Spezialtechniken zeigen großartige, comichafte Effekte. 

Peach setzt zu ihrem Hyperschuss ein, der je nach Geschick der Spieler überaus gefährlich sein kann.

(Image credit: Future)

An anderer Stelle zeichnen sich jedoch deutlicher die Grenzen der aktuellen Nintendo-Generation ab. Denn während beispielsweise auch die Arenen abwechslungsreich und farbenfroh sind, wirken die Hintergründe und Felder weniger detailliert und zuweilen gar krisselig. Insbesondere im Docked-Modus fällt das deutlich auf und auch wenn es nicht den Spielfluss beeinträchtigt - das Auge isst mit... 

Ich erwarte von einem Switch-Spiel in 2022 aber auch keinesfalls mehr die große grafische Offenbarung. Allerdings zeigen aktuelle Titel wie Kirby und das vergessene Land (Öffnet sich in einem neuen Tab) oder Switch-Urgestein Mario Kart 8 Deluxe, dass die Konsole, mithilfe entsprechender Liebe und Aufwand, zu Einigem in der Lage ist. 

Leider hatte ich jedoch nicht nur mit grafischen, sondern auch Performance-Problemen zu hapern. Während die cineastische Einleitung und die Zwischensequenzen konstante 30 Bilder pro Sekunde bieten, versucht sich das Gameplay nämlich an den 60 Bildern. Diese werden auch durchaus häufiger als gedacht erreicht. Jedoch sind mir entlang meiner zwei Spiele-Sessions kleinere Einbrüche deswegen nicht erspart geblieben. 

Wir reden hier nicht von radikalen Einbrüchen und hakeligen Animationen bis hin zur Unspielbarkeit. Trotzdem reichen die Einbrüche hin zur 50 oder 40 FPS-Marke aus um gerade bei so einem rasanten Spiel und den knackigen 5-Minuten-Partien einen deutlichen Unterschied feststellbar zu machen und im schlimmsten Fall das Spielvergnügen zu beeinträchtigen...

Zuweilen großer Multiplayer-Spaß

Eins vorab: Ich hatte in den besten Momenten große Freude mit der Multiplayer-Demo von Mario Strikers: Battle League. Auch wenn nicht alle Optionen und Individualisierungsmöglichkeiten zur Verfügung standen, so fühlten sich die Partien mit ihrem arcadigen Gameplay sowie knackiger Länge frisch und kurzweilig an. 

Gerade in meinen ersten zwei Multiplayer-Spielen lief alles zunächst flüssig und Ping oder ähnliches war kaum wahrnehmbar. Relativ zügig zeigte sich jedoch, dass dies durch das weltweite Matchmaking und den kleinen Ansturm auf die Server reine Glückssache zu sein schien. 

Vor allem in meiner zweiten Play-Session am Samstagabend hatte ich mit allerhand Problemen und dem Zustandekommen einer flüssigen und spaßigen Multiplayer-Erfahrung zu kämpfen. Vielleicht war es dem überschaubaren Zeitraum und der großen Nachfrage geschuldet, aber womöglich liegt es auch einfach an der inzwischen überholten Nintendo-Server-Architektur. 

Probleme konfrontierten mich dabei namentlich in Form von Spielern, die plötzlich die Verbindung verloren oder mehrere Sekunden keine Bewegung zeigten. Aber auch ich selbst war davon betroffen, wenn ich meine Eingaben tätigte und erst Sekunden darauf ein Feedback auf meinem Bildschirm erhalten habe - obwohl mein Ping sich im niedrigen 20er-Bereich befand und mein Internet ansonsten unausgelastet war... 

Das sorgte schließlich dafür, dass ich eine sehr gemischte Erfahrung mit dem Mario Strikers auf der Switch hatte. Denn es ist keinesfalls ein schlechtes Spiel. Allerdings ist es ein Ableger, dem bessere Ausgangsvoraussetzungen gut tun würden.

Trotz aller Kritikpunkte verspricht Mario Strikers ein mitunter kurzweiliger Multiplayer-Spaß zu werden...

(Image credit: Future)

Fazit zur Demo: Nicht jeder Schuss ein Treffer...

Ich bin ehrlich: Nach dem ersten Test ist meine Vorfreude auf Mario Strikers gedämpft. Ich habe mich sehr auf das Spiel gefreut und gerade der derart instabile Multiplayer sorgt bei mir für Bedauern. 

Wir sollten aber noch nicht zu früh urteilen. Denn einerseits erwarten uns noch einige Features, die zumindest den lokalen Multiplayer und Einzelspieler-Modi vielversprechend gestalten könnten. Andererseits ist vorstellbar, dass zumindest die namensgebenden Battle Leagues regionale Teilnehmerrestriktionen zulassen und somit inkonstante Online-Gameplay-Erfahrungen minimieren. 

Nichtsdestotrotz hat die Demo einen faden Beigeschmack hinterlassen und lässt mich auch Dinge reflektieren, die - mittlerweile nintendo-typisch - nicht optimal funktionieren und umgesetzt sind. 

Inzwischen sind es nur noch wenige Tage hin bis zum Release, weswegen wir vielleicht nicht auf sofortige, aber zumindest zeitnahe Anpassungen oder Patches hoffen können.

Falls du bisher nicht die Gelegenheit hattest in das Spiel hineinzuschauen, dann sei bitte unbesorgt. Denn Mario Strikers: Battle League erscheint bereits am kommenden Freitag, dem 10. Juni, im eShop und Handel. 

Wenn du hingegen noch nicht weißt, ob das Spiel etwas für dich sein könnte oder worauf du dich freuen darfst, dann schau doch unsere 5 Gründe warum ich mich auf das neue Mario Strikers freue - und du das auch tun solltest (Öffnet sich in einem neuen Tab)

Als Redakteur bei TechRadar Deutschland beschäftigt sich Christian Schmidt primär mit den Themen Gaming sowie PC-Hardware.



Erreichbar ist Christian unter der Mailadresse cschmidt[at]purpleclouds.de.