Xbox-Chef schließt künftige Preiserhöhung der Series X nicht aus

Zusammen mit dem Game Pass bietet die Xbox Series (S) derzeit ein geniales und kostengünstiges Spielvergnügen – doch preislich könnte sich auch dieses künftig verschlechtern
(Bildnachweis: Shutterstock / vfhnb12)

Xbox-Chef Phil Spencer verneint zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine Preiserhöhung von Microsofts Flaggschiff-Konsole – für die Zukunft könne man eine Preiserhebung aber noch nicht vollends ausschließen. 

Nachdem Sony im vergangenen Monat (Öffnet sich in einem neuen Tab) den Preis der PS5 (Öffnet sich in einem neuen Tab)-Varianten um 50 Euro angehoben hat, fragten sich Verbraucher, ob Microsoft diesem Beispiel folgen wird. Wie wir in einem separaten Artikel bereits berichtet haben (Öffnet sich in einem neuen Tab), dementiert Spencer im Interview mit CNBC (Öffnet sich in einem neuen Tab) allerdings aktuelle Preisanpassungen. Zeitgleich scheint es jedoch so, als ob die Preissteigerung nicht auf Dauer auszuschließen ist. 

"Wir evaluieren immer unser Geschäft und ich glaube nicht, dass wir jemals sagen können, dass wir nie etwas tun werden", so Spencer.

"Ich kann definitiv sagen, dass wir heute keine Pläne haben, den Preis für unsere Konsolen zu erhöhen. In einer Zeit, in der die Kunden wirtschaftlich schwieriger und unsicherer sind als je zuvor, halten wir es nicht für richtig, die Preise für unsere Konsolen zu erhöhen."

Gefahr eines großen Fehlschritts

An Xbox Series X controller held in two hands

(Image credit: Shutterstock / Chikena)

Spencer betont weiter, dass das Geschäftsmodell von Xbox vor allem auf einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis beruht. Nicht grundlos ist die Xbox Series S (Öffnet sich in einem neuen Tab) zusammen mit dem Game Pass (Öffnet sich in einem neuen Tab) aktuell derart erfolgreich. Die preisgünstige Alternative zur Series X (Öffnet sich in einem neuen Tab) macht immerhin mehr als die Hälfte aller Xbox-Verkäufe aus. 

Und so wie es scheint, will Microsoft diesen Vorteil künftig behalten und muss entsprechend hoffen, dass die Chip-Knappheit sich nicht langfristig als Störung entpuppt. Bisher war jedoch vor allem die Series S gegenüber Produktionsengpässen überaus resistent. Grund hierfür ist der schwächere Chipsatz, der entsprechend leichter zu beschaffen und produzieren ist. 

Zusammen mit dem Gegenwert, den du aktuell bei Xbox Game Pass erhältst, ist die Xbox Series S zweifellos die günstigste Hardware-Option auf dem modernen Spielemarkt. Eine Preiserhöhung wäre infolgedessen ein großer Schritt in die falsche Richtung und könnte das größte Verkaufsargument von Microsofts kleiner Konsole erheblich schwächen. 

Das liegt mitunter auch daran, dass Nintendo den Preis der Switch (Öffnet sich in einem neuen Tab) aktuell ohne Frage beibehalten will (Öffnet sich in einem neuen Tab) – zumindest laut Präsident Shuntaro Furukawa. Im Moment ist also einzig Sony der große Außenseiter und Microsoft dürfte darauf Bedacht sein, diesen Zustand so lange wie möglich beizubehalten.

Als Redakteur bei TechRadar Deutschland beschäftigt sich Christian Schmidt primär mit den Themen Gaming sowie PC-Hardware.



Erreichbar ist Christian unter der Mailadresse cschmidt[at]purpleclouds.de.

Mit Unterstützung von