Neuer Scam: Ein Deepfake von Elon Musk zockt erneut mit Kryptowährungen ab

Elon Musk
(Bildnachweis: Getty Images / PATRICK PLEUL)

Experten haben einen neuen Kryptowährungs-Betrug aufgedeckt, der mit einem gefälschten Video von Tesla-Chef Elon Musk die Runde macht.

Kriminelle haben eine gefälschte Kryptowährungsplattform namens BitVex eingerichtet, die behauptet, dass Investoren bis zu 30 % Rendite auf ihre Kryptoeinlagen erhalten können, während sie in Wirklichkeit nur das eingezahlte Geld stehlen.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung war die Website bitvex[.]org oder auch bitvex[.]net noch in Betrieb. Auf der Website wird erklärt, was diese "Börse" auszeichnet: "Wir bieten dir die profitabelsten und zuverlässigsten Handelskontrakte und leisten tägliche Zahlungen auf alle Kontrakte in Kryptowährung. Beginne noch heute mit dem Handel von Kryptowährungen und Stablecoins und erhalte morgen deine erste Auszahlung."

Es werden auch Aussagen von CZ (Binance-Gründer und CEO) und Cathie Wood (Gründerin, CEO und CIO von Ark Invest) vorgestellt. Elon Musk wurde als CEO aufgeführt. Um den Betrug noch überzeugender zu machen, listet die Seite auch "Gewinne" auf, die von den "Nutzern" der Börse erzielt wurden.

Schlechter Deepfake 

Es wird auch mit einem gefälschten Video von Elon Musk beworben, in dem der exzentrische Milliardär und Entrepreneur zu sehen ist, wie er über das Unternehmen spricht. Das Video trägt nur wenig zur Legitimität der ganzen Sache bei, denn die Produktion der Multimedia-Inhalte ist denkbar schlecht.

Dennoch haben die Betrüger es über YouTube verbreitet, was bedeutet, dass sie in die Kanäle anderer Leute eindringen können, um es an weiteren Orten zu verbreiten. So wurde bereits ein arabischer Gaming-Videokanal gekapert, um den Betrug zu bewerben.

Die Tatsache, dass die Kampagne den Betrügern nur minimale Einnahmen einbrachte, beweist, dass jeder Job ein wenig Talent erfordert, auch das Betrügen. Bei näherer Betrachtung fand BleepingComputer eine Reihe von Wallet-Adressen, die der "Transfer" verwendet, und mit Ausnahme der Bitcoin-Adresse, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht mehr als 1.400 Dollar in der Kryptowährung enthält, wurden keine Zahlungen getätigt. 

Anlegern von Kryptowährungen wird geraten, ihre Coins nicht auf einer Börse aufzubewahren, sondern sie auf ein nicht verwahrtes Wallet zu verschieben. Ihre Konten sollten mit starken Passwörtern und Sicherheitsschlüsseln geschützt werden, während ihre Geräte auf dem neuesten Stand gehalten werden sollten, hinter Firewalls und mit einer starken Antivirenlösung ausgestattet sein sollten. 

 Via: BleepingComputer (Öffnet sich in einem neuen Tab) 

Franziska Schaub
Chefredakteurin

Franziska Schaub ist Chefredakteurin bei TechRadar Deutschland und unter anderem verantwortlich für die Bereiche Smartphones, Tablets und Fitness.


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