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Sonys nächster Spider-Man-Spin-Off-Film mit neuem Hauptdarsteller

Kraven the Hunter
(Image credit: Marvel Comics)

Sony lässt nicht locker in seinen Bemühungen, ein Stück vom Superhelden-Kuchen abzubekommen. Das Studio hat eine ganze Reihe von Spider-Man-Spin-Off-Filmen in petto, darunter Venom: Let There Be Carnage.

Während die Marketing-Kampagne für diesen Film an Fahrt aufnimmt, arbeitet Sony weiter an der Besetzung der Hauptrollen in den anderen kommenden Spider-Man-Filmen.

Die neueste Ankündigung betrifft Sonys Kraven the Hunter Film. Der Hauptdarsteller wird jedem, der den zweiten MCU Avengers Film gesehen hat, äußerst bekannt vorkommen.

Mehrere Quellen, darunter Deadline und IGN, berichteten über Nacht, dass Aaron Taylor-Johnson die Hauptrolle in Sonys Kraven the Hunter Spin-Off übernehmen wird. Sony bestätigte die Besetzung später auch auf seinem offiziellen Twitter-Account.

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Superhelden- und Comic-Filme sind nichts Neues für Taylor-Johnson. Der Godzilla-Darsteller verkörperte Quicksilver in Marvels Avengers: Age of Ultron im Jahr 2015, während er als Dave Lizewski/Kick-Ass in Lionsgates Verfilmungen von 2010 und 2013 mitspielte, die auf Mark Millars gleichnamiger Comicvorlage basierten.

Wir kennen die Handlung von Kraven the Hunter noch nicht, aber wir kennen einige der Personen, die hinter den Kulissen am Film arbeiten.

J.C. Chandor, der Regisseur hinter dem 2019 erscheinenden Triple Frontier, wird den Superheldenfilm nach einem Drehbuch von Richard Wenk aus The Equalizer inszenieren. Ari Arad und Matt Tolmach werden den Film produzieren, der im Januar 2023 in die Kinos kommen soll.

Kann Kraven the Hunter helfen, Sonys Spider-Verse einzuleiten?

Sony wird das hoffen und nach allem, was man hört, hat das Shared Universe des Studios einen soliden Start hingelegt.

Venom, der erste Film des Sony Pictures Universe of Marvel Characters (SPUMC), der 2018 in die Kinos kam, war ein absoluter Kassenschlager. Der Anti-Helden-Streifen mit Tom Hardy in der Hauptrolle spielte trotz gemischter Kritiken weltweit satte 856,1 Millionen US-Dollar an den Kinokassen ein, sodass es wenig überraschend ist, dass Sony so schnell wie möglich eine Fortsetzung auf den Weg bringen wollte.

Sony wird hoffen, dass Venom: Let There Be Carnage ein ähnliches finanzielles Ergebnis erzielt, wenn er am 21. Oktober in die deutschen Kinos kommt, aber es bleibt abzuwarten, ob die zukünftigen Filme des Studios den gleichen Einfluss haben werden.

Der nächste Film, der nach Venom 2 auf dem Plan steht, ist Morbius. Der vampirische Anti-Helden-Film mit Jared Leto in der Hauptrolle wurde seit seinem ursprünglichen Starttermin im Juli 2020 bereits fünfmal verschoben. 

Der erste Trailer des Films hat nur einen Bruchteil der Aufrufe des Venom-Teasers erreicht (18 Mio. zu 82 Mio.), als er im Januar 2020 auf YouTube erschienen ist. Es ist unklar, ob das Publikum immer noch Appetit auf Morbius haben wird, wenn er am 27. Januar 2022 erscheint.

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Was Sonys Kraven the Hunter-Film angeht, ist Taylor-Johnsons Besetzung eine solide Sache. Er hat bereits gezeigt, dass er einen Film in einer Vielzahl von Rollen leiten kann und laut Deadline's Bericht über sein Casting, war es Taylor-Johnsons Arbeit am kommenden Film Bullet Train, die Sony davon überzeugte, dass er die richtige Wahl für die Rolle des Kraven ist.

Das Problem, das Sony mit seinen Spider-Man Antihelden- oder Schurkenfilmen haben wird ist allerdings, ob das Publikum genug über sie weiß, beziehungsweise ob sie überhaupt ohne Spider-Man funktionieren können.

Sicher, die Venom-Verfilmung ist ihnen gelungen, aber die Zuschauer wussten schon vor Sonys Film 2018, wer dieser Charakter eigentlich ist. Venom war bereits als einer von drei Bösewichten in Sam Raimis Spider-Man 3 aufgetaucht und ist zudem einer von Spider-Mans bekanntesten Erzfeinden in den Comics. Venom als Hauptdarsteller in seinem eigenen Film zu etablieren, war also keine große Herausforderung, auch wenn der Film zweifellos durch Hardys Besetzung als Eddie Brock/Venom unterstützt wurde.

Kraven und Morbius sind zwar zwei weitere beliebte Spider-Man-Bösewichte in bestimmten Kreisen der Comic-Fangemeinde, jedoch sind sie nicht so bekannt wie Venom. Hinzu kommt die Tatsache, dass es extrem unwahrscheinlich ist, dass Spider-Man in beiden Filmen auftaucht.

Venom hat es zwar ohne Spider-Man geschafft, also ist es durchaus möglich, dass Kraven und Morbius es ihm gleich tun. Wenn der Kraven-Film jedoch keine Origin-Story ist, wird er aber wohl mehr Probleme haben als der Morbius-Film. Spider-Man ist ein wesentlicher Bestandteil von Kravens verschiedenen Handlungssträngen in den Marvel-Comics. Daher sind wir gespannt darauf zu sehen, wie der Film umsetzen wird.

In dieser Hinsicht hat Sony alle Hände voll zu tun, um die Zuschauer davon zu überzeugen, sich beide Filme anzusehen, wenn sie 2022 und 2023 in die Kinos kommen. Wenn Kraven und Morbius einem ähnlichen Plan wie Venom folgen, können sie jedoch durchaus dabei helfen, Sonys Live-Action-Universum zu etablieren. Wenn sie allerdings an den Kinokassen floppen, könnte das SUPMC schon gescheitert sein, bevor es richtig an Fahrt aufgenommen hat.