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Die besten Filme und Serien im Januar

Film- und Serienratgeber Januar
(Image credit: Future)

Du weißt nicht, was du anschauen sollst? Kein Problem, wir haben da etwas für dich.

Von nun an werden wir dich jeden Monat mit unseren Lieblingen der Redaktion versorgen. Ganz gleich, ob du den neuen Folgen aktueller Serien Woche für Woche entgegen fieberst, geduldig wartest und deine Vorfreude dann von einem Binge-Marathon gekrönt wird oder du auch gern älteren Produktionen und Klassikern eine Chance gibst und diese erneut anschaust, wir hoffen, dich abzuholen - egal zu welchem Streaming-Typen du dich zählst.

Lies weiter und entdecke nun unsere Film- und Serienempfehlungen für Dezember. Also, mach's dir bequem, lege das Popcorn bereit und Film ab!

Transparenz und Ehrlichkeit sind bei TechRadar tragende Säulen, und so geben wir dir auch hier unsere subjektiven Meinungen wider. Daher findest du in dieser Liste nicht nur aktuelle, teils hochgelobte und Hype-umwobene Serien und Filme, sondern wir werden dich hier auch vor Zeitverschwendung schützen und dir von Beiträgen abraten.

Unsere Film- und Serienempfehlungen im Januar

William empfiehlt

Disney +: Dopesick 

Dopesick

(Image credit: Disney)

Dopesick ist keine Serie, welche man beiläufig schauen darf!

Samuel Finnix (Michael Keaton) Hausarzt in einer ländlichen amerikanischen Gemeinde. Er nimmt seine Patienten für voll und hat zu jedem ein persönliches Verhältnis. Viele davon hat er sogar mit auf die Welt gebracht und kennt sie daher schon ihr ganzes Leben. Die Ortschaft in Virginia lebt von der Kohleindustrie und viele der Einwohner haben durch die harte Arbeit in den Bergwerken Probleme mit Schmerzen unterschiedlichster Art. Finnix sieht es als seine moralische Pflicht an, die Schmerzen seiner Patienten zu lindern.

Nach einiger Zeit lernt er durch einen Pharmavertreter (Will Poulter) das neue Mittel OxyContin (Oxy) kennen, ein Opioid, welches eine geringe Abhängigkeit mit sich bringen soll. Oxy wird von dem Pharmakonzern Purdue als eine herbeigesehnte Revolution der Schmerzmedizin aggressiv verkauft. Richard Sackler (Michael Stuhlbarg) kennt in dieser 8-teiligen Miniserie keine ethischen Hemmnisse, um Oxy auf dem Markt zum Schmerzmittel Nr.1 zu machen.

Bridget Meyer (Rosario Dawson) , eine DEA-Angestellte (die Drogenbehörde der USA), erkennt jedoch mehr und mehr das Ausmaß der Folgen von OxyContin auf die amerikanische Bevölkerung und geht mit aller Kraft gegen Purdue vor.

Nicht nur einmal ist mir beim Abspann einer Folge von Dopesick das Gefühl von Wut gepaart mit einem Drücken im Hals widerfahren. Die Schicksale einzelner Personen, welche repräsentativ für die amerikanische Bevölkerung stehen, werden durch die Schauspielleistung der einzelnen Darsteller, der Kameraarbeit und der musikalischen Begleitung sehr überzeugend vermittelt. 

Besonders Michael Stuhlbarg hat seine Rolle so überzeugend gespielt, dass ich von Folge zu Folge mehr Verachtung für diese Figur empfunden habe. Alle anderen Schauspieler machen ebenfalls einen hervorragenden Job, aber Stuhlbarg ragte für mich besonders heraus. 

Dopesick ist keine Serie, welche man beiläufig schauen darf! Besonders die Zeitsprünge und der reale Hintergrund der Opioidkrise in den USA verlangen dem Zuschauenden ab, dass man sich voll und ganz auf das Gezeigte konzentriert.

Netflix: Don't Look Up

Still image from Don't Look Up

(Image credit: Netflix)

Adam McKay hat mal wieder gezeigt, was er kann und wie nah das Absurde an der Realität ist.

Adam McKay hat es mit "The Big Short" und "Vice: Der zweite Mann" bei mir geschafft, sich als einer der Regisseure einzureihen, die ich bei einem Party- oder Bargespräch auf die Frage "Welche Filme guckst du am liebsten?" definitiv nennen würde. Ich finde seine Art gesellschaftliche, politische und/oder wirtschaftliche Probleme zu thematisieren sehr erfrischend, da er immer eine gehörige Portion an schwarzem Humor mitbringt und es versteht diesen an der richtigen Stelle auszuspielen. 

In seinem neusten Film "Don't Look Up" hat er sich diesmal nicht an einem realen Ereignis wie der Wirtschaftskrise 2007/2008 oder einer Person wie dem ehemaligen Vizepräsidenten Dick Chaney gewidmet, sondern sich dem fiktiven Szenario der bevorstehenden Apokalypse bedient. 

Kate Dibiasky, (Jennifer Lawrence) eine Doktorandin von Dr. Randall Mindy (Leonardo DiCaprio), entdeckt einen Kometen. Die Freude der Wissenschaftlerin ist zunächst groß, da ein solcher Fund einem großen Respekt in der Wissenschaft einbringt. Allerdings stellen Dr. Mindy und Kate, durch detaillierte Flugbahnberechnungen fest, dass der Komet in absehbarer Zeit auf der Erde einschlagen wird. Die Menschheit sieht der Apokalypse also ins Auge und es bleibt nicht viel Zeit für die notwendigen Maßnahmen. 

Ein Termin bei US-Präsidentin Orlean (Maryl Streep) und ihrem Stabschef/Sohn (Jonah Hill) bringt allerdings nicht die erhoffte Wirkung und so sehen sich die beiden Wissenschaftler gezwungen, andere Wege zu finden, um die Menschheit vor dem Untergang zu bewahren.

"Don't Look Up" nutzt zwar an vielen Stellen einen etwas zu plumpen Humor, um die entsprechende Botschaft zu vermitteln und trotzdem so zu unterhalten, dass man sich während den 138 Minuten nicht langweilt. Die allumfassende Kritik des Filmes bezieht sich zwar zum Großteil auf die Klimakrise und all ihre gesellschaftlichen Begleiterscheinungen, doch die präsentere Corona-Krise ist als Beispiel genauso anwendbar. 

Das Staraufgebot, was McKay auf dem Bildschirm zeigt, ist kaum zu überbieten und auch wenn alle Darsteller einen guten Job machen und in ihren Rollen überzeugen, so ist keine/r in einer herausragend starken Rolle zu sehen.

Es hat jedenfalls irre viel Spaß gemacht, den Film zu sehen. Auch wenn er für mich nicht an "The Big Short" oder "Vice: Der zweite Mann" heranreicht, hat Adam McKay mal wieder gezeigt, was er kann und wie nah das Absurde an der Realität ist.     

Stephan empfiehlt (nicht!)

Im Kino: Matrix Resurrections

Matrix Resurrections

(Image credit: Warner Bros.)

Oh, ein Déjà-vu! Ich hoffte auf einen Fehler in der Matrix, aber Fehlanzeige.

Als riesiger Fan des 1999 erschienenen "Matrix" schlug mein Herz höher, als bekannt wurde, dass ein vierter Teil erscheinen wird. Nachdem das Franchise für mich bereits mit "Matrix Reloaded" bergab ging und mit "Matrix Revolutions" seinen Tiefpunkt erreicht hatte, war ich voller Vorfreude auf "Matrix Resurrections". Und obwohl ich die Zeichen unterschwellig bereits im Trailer sah – teilweise unschöne CGI, komplett anderes Grading und steife Kampfszenen – nahm ich bereitwillig die rote Pille und saß voller Vorfreude in der Pressevorführung.

Allerdings erwachte ich beim Schauen des Films in der "wirklichen Welt" wieder. "Matrix Resurrections" bringt Fanservice auf ein neues Level – und das ist kein Kompliment. Nicht nur, dass der legendäre erste Teil der Reihe ständig rezitiert wird, nein, es gibt auch immer noch die passende Sequenz von Matrix aus dem Jahr 1999 dazu. Oh, ein Déjà-vu! Ich hoffte auf einen Fehler in der Matrix, aber Fehlanzeige. 

"Matrix Resurrections" ist so sehr damit beschäftigt, seine Existenz zu rechtfertigen, dass man sich die erste Stunde des Films zwei Fragen stellt. Erstens: "Warum sehe ich ein schlechtes Remake des ersten Teils?" und zweitens: "Worum geht es hier überhaupt?". Die Story ist unlogisch bis fast schon doof, die Kampfchoreografien sind hölzern, träge und langweilig und der Look ist so sehr anders, als man es aus den ersten Teilen gewohnt ist. Auch die Actionsequenzen bestehen größtenteils nur noch aus Explosionen. Wirklich Lust auf die – mit an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit – folgenden Teile habe ich eindeutig nicht bekommen. 

Möglicherweise hätte ein kompletter Reboot gutgetan. Mit einer visionären und mutigen Besetzung des Regiestuhls, wirklich kreativen Drehbuchautoren, einer komplett neuen Story und neuen charismatischen Darstellern. So hat sich Matrix leider nur angefühlt, wie ein weiter kalkulierter und auf Marktforschungsergebnissen basierender Streifen aus der "Maschinenstadt" Hollywood.

Eugen empfiehlt:

Netflix: The Witcher – Staffel 2

Geralt und Ciri auf Plötze in The Witcher Staffel 2 Netflix

(Image credit: Jay Maidment/Netflix)

Fans von etwas gröberer Fantasy kann ich The Witcher nur ans Herz legen und auch Menschen mit weniger Zugang zu diesem Genre dürften definitiv Gefallen daran finden.

Pünktlich zum Weihnachtsurlaub ist die zweite Staffel von The Witcher auf Netflix erschienen, doch bis Weihnachten hat es nicht gereicht. Stattdessen habe ich mir die komplette Staffel standesgemäß am selben Tag einverleibt. Die acht Folgen mit jeweils einer knappen Stunde Spielzeit lassen sich nämlich recht locker am Stück wegsnacken.

Nun stecke ich, das muss ich ganz ehrlich zugeben, nicht besonders tief in der Materie. Die Bücher habe ich nicht gelesen und selbst die Spiele habe ich höchstens oberflächlich begutachtet. Aus der Sicht eines Laien wirkt die zweite Staffel von The Witcher daher wesentlich besser zugänglich als die erste. Abgesehen von der ersten, die so oder so ähnlich an jeder beliebigen Stelle der Staffel stehen könnte, hängen alle anderen Folgen logisch miteinander zusammen. Die erste Staffel hatte einen deutlichen episodenhaften Charakter.

Optisch und stilistisch verändert sich gegenüber der ersten Staffel eher wenig, schließlich spielt die Handlung weiterhin in derselben kalten, erbarmungslosen und teils grausamen Welt. Special Effects wirken qualitativ hochwertiger als noch in der ersten Staffel. Deutlich zu erkennen sind die Charakterentwicklungen von Geralt, Yennefer und Cirilla, was mich durchaus freut – schließlich wäre es einfach gewesen, sie einfach so zu belassen.

Ich habe im Nachgang hier und da gelesen, dass Fans des Witcher-Universums mit der zweiten Staffel nicht ganz so zufrieden gewesen sind – einige der Handlungsstränge seien nicht so vorlagengetreu, wie sie es sich gewünscht hätten, oder so. Wer jedoch ohne Detailwissen oder ohne Vorbehalte in die zweite Staffel von The Witcher hineingeht, wird keineswegs enttäuscht. Fans von etwas gröberer Fantasy kann ich The Witcher nur ans Herz legen und auch Menschen mit weniger Zugang zu diesem Genre dürften definitiv Gefallen daran finden.

Unsere Film- und Serienempfehlungen im Dezember

William empfiehlt (nicht!): Das Rad der Zeit

Amazon Prime-Fantasy-Serie: Das Rad der Zeit (OT: The Wheel of Time) 

A promotional image for Amazon's The Wheel of Time

(Image credit: Amazon)

Amazon hat die Roman-Reihe von Robert Jordan allerdings so mittelmäßig verfilmt, dass ich diese Serie aktuell nicht empfehlen kann.

Normalerweise hat man mich sofort am TV-Gerät, wenn es um Zauberer, Elfen und Orks geht. Amazon hat die Roman-Reihe von Robert Jordan allerdings so mittelmäßig verfilmt, dass ich diese Serie aktuell nicht empfehlen kann.

Die Serie hat zwar namhafte Schauspieler wie Rosamund Pike am Start, doch mehr als albernes Armgewedel mit mäßigem CGI und Pseudo-Gandalfsprüche bekommt man nicht sonderlich viel geboten.

Ebenfalls das Setting ist von der Ausstattung und den Kostümen sehr enttäuschend und lässt an der notwendigen Detailverliebtheit für ein High-Fantasy-Universum zweifeln. Die Trollocs (Zentauren-Orks-Vampir-Werfolf-Wesen) sind von der Kostümierung zwar eine gute Idee, aber nicht sonderlich überzeugend. Sie fühlen sich eher wie ein Relikt aus den 90er Jahren an.

Sowohl die Protagonisten und Nebendarsteller wirken viel zu sauber und unberührt von der offensichtlich grausamen Welt und hier passt Erzählung und Präsentation einfach nicht zusammen.

Bevor ich mich weiter in Enttäuschungen über diese Serie verliere... Dafür, dass mir die Erzählung von "Rad der Zeit" mehrmals wärmstens empfohlen worden ist, war ich von der Serie nur gelangweilt und enttäuscht. Schade!

Falls du mutig sein willst, Das Rad der Zeit findest du bei Amazon Prime Video. Hier kannst du Amazon Prime Video 30 Tage kostenlos testen.

Franzi empfiehlt:

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And Just Like That

Sex and the City ist endlich zurück. Ab 9. Dezember gibt es die ersten beiden Episoden als Doppelfolge exklusiv bei Sky. Solltest du einen Blick riskieren? Wir sagen es dir!

Midnight Mass

The cast of Midnight Mass, one of the best Netflix shows.

(Image credit: EIKE SCHROTER/NETFLIX)

Wer Horror mag, dem wird diese Miniserie garantiert gefallen!

Es ist tatsächlich sehr schwer, über Midnight Mass zu sprechen, ohne zu spoilern. Schon das Erklären des Genres stellt mich vor Herausforderungen, denn zum einen hat selbst Netflix auf diese Angabe verzichtet und zum anderen gibt es hier mehrere Einflüsse - am ehesten trifft wohl religiöser Psycho-Horror zu.

Die Handlung spielt auf der fiktiven Insel Crocket Island, deren Einwohner sich schon seit Jahrzehnten der Krabbenfischerei verschrieben haben und nun allerdings die Folgen einer Ölleckkrise zu spüren bekommen. Einer der Hauptprotagonisten, Riley Flinn, hat es nach seinem Schulabschluss gewagt, eine Karriere auf dem Festland wahrzunehmen. Nachdem ihm diese jedoch zu Kopf stieg, beging er einen Fehler: Er stieg betrunken in sein Auto und nahm einer jungen Frau das Leben. Seine Strafe dafür: Gefängnis.

Genau hier setzt die Serie nun an, denn während seines Gefängnisaufenthaltes verlor er den Glauben an Gott und so verwundert es kaum, dass er sich in der sehr kirchlichen Gemeinde nach seiner Entlassung fehl am Platz fühlte.

Er war jedoch nicht der einzige, der neu bzw. zurück auf die Insel kam. Der neue Priester Father Paul wurde auf die Insel versetzt, um den eigentlichen Monsignore Pruitt zu vertreten, während sich dieser angeblich auf dem Festland von einer Krankheit erholt.

Es geschehen merkwürdige Dinge, die von der Kirchengemeinde natürlich als Wunder gefeiert werden. Der Abtrünnige Riley, die neue Lehrerin Erin und die Inselärztin begeben sich auf Spurensuche, was besonders der fanatisch gläubigen und überfrommen Lehrerin und Lektorin der Kirche, Beverly, ein Dorn im Auge ist.

Um nicht doch zu spoilern, komme ich zum Schluss: Wer Horror mag, dem wird diese Miniserie garantiert gefallen! Für mich hat Mike Flanagan hiermit perfekt ins Schwarze getroffen!

Dexter: New Blood

Dexter - New Blood

(Image credit: Paramount+)

Jetzt noch einige Wochen warten, bis alle Folgen verfügbar sind und losbingen? No way!

Ach was habe ich mich gefreut, als ich erfahren habe, dass es eine neue Staffel von Dexter gibt. Nach 10 Jahren (nun gut, bei mir sind es wohl nur 5) geht es endlich weiter und wir bekommen Antworten darauf, wie es Dexter in Alaska erging. Hat er die Flucht geschafft oder wurde er - vielleicht sogar auf frischer Tat - ertappt? Oder hat er ein ganz neues Leben angefangen, ohne Morden?

Bei Sky gibt es jetzt jeden Montag eine neue Folge zu sehen, aktuell sind zwei verfügbar. Und ja, bin ich bei uns in der Redaktion als Binge-Queen bekannt, hat Dexter: New Blood es geschafft, denn ich kann nicht anders, als brav darauf zu warten, dass die Unterhaltung beim montäglichen Abendessen weitergeht. Jetzt noch einige Wochen warten, bis alle Folgen verfügbar sind und losbingen? No way!

Solltest du dich nach dem Beenden von Dexter (ich nenne es mal "Teil 1") auch irgendwie leer gefühlt haben, dann rate ich dir dringend, in New Blood einzutauchen. Wer keine Ahnung hat, worüber ich hier eigentlich schreibe: Los, das kalte Wetter lädt doch geradezu zum bingen ein, du hast definitiv Nachholbedarf!

Dexter Staffel 1-8 findest du bei Amazon Prime Video. Hier kannst du Amazon Prime Video 30 Tage kostenlos testen.

Dexter: New Blood (sowie Staffel 1-8) ist exklusiv zum Streamen bei Sky verfügbar.

Eugen empfiehlt:

Cowboy Bebop auf Netflix

Die Hauptcharaktere von Cowboy Bebop auf einer gelben Couch

(Image credit: Netflix)

Cowboy Bebop von Netflix ist mehr Remix und weniger vorlagengetreues Remake mit echten Schauspielern – und zwar ein guter Remix.

Nachdem ich für meine letzte Empfehlung einen 23 Jahre alten Anime gebinged und jeden Moment davon genossen habe, ist diesmal die Netflix-Adaption davon dran, auf die ich mich mit meinem kleinen Marathon vorbereitet habe. Es geht natürlich wieder um Cowboy Bebop.

Zunächst musste ich bereits nach der ersten Folge feststellen, dass die Vorbereitung nicht nötig gewesen ist. Tatsächlich würde ich sogar behaupten, dass sie mehr geschadet als sie genützt hat, denn die Realverfilmung von Cowboy Bebop schlägt einen ähnlichen Weg ein wie die von Ghost in the Shell mit Scarlett Johannson.

Die Rahmenhandlung ist weitestgehend identisch, im Detail werden aber mehrere Handlungsstränge miteinander vermischt und manche Charaktere bekommen ganz andere Hintergrundgeschichten. Puristen und Verfechter des Ausgangsmaterials dürften dann häufig „OMG NEIN SO WAR DAS IM ORIGINAL NICHT, WAS HABEN DIE DA GEMACHT?!“ brüllen und auch ich habe mich anfangs mehrmals dabei ertappt, wie ich den Kopf geschüttelt habe.

Cowboy Bebop von Netflix ist mehr Remix und weniger vorlagengetreues Remake mit echten Schauspielern – und zwar ein guter Remix. Vieles von dem, was den Anime seinerzeit ausgemacht hat, ist weithin vorhanden: Die drei Hauptcharaktere werden von John Cho (Spike Spiegel), Mustafa Shakir (Jack Black) und Daniella Pineda (Faye Valentine) großartig dargestellt, der Soundtrack passt wie die Faust aufs Auge, der trockene Witz, der manchmal ins Alberne abdriftet, ist auch da. Viele Set Pieces haben mir sogar ein Grinsen über beide Ohren ins Gesicht gezaubert, weil ich nicht erwartet hatte, mit wie viel Liebe zum Detail wichtige atmosphärische Shots nachgestellt wurden – auch wenn das meiste natürlich CGI ist.

Was letztlich doch einen nicht sehr angenehmen Nachgeschmack hinterlässt, sind die vielen charmanten Nebenhandlungen des Originals, die in der Netflix-Adaption komplett außen vor gelassen und teilweise völlig grundlos durch neue, hollywoodisierte Handlungsstränge ersetzt wurden.

Insgesamt kann ich Cowboy Bebop dennoch wärmstens empfehlen, da die wichtigsten Elemente, die das Original so cool und aufregend gemacht haben, vorhanden sind.

Unsere Film- und Serienempfehlungen im November

William empfiehlt:

Infiltration auf Apple TV+

Poster: Infiltration auf Apple TV

(Image credit: Apple TV)

Eine Empfehlung für Alien- und Science Fictionfans geht definitiv raus.

Auch wenn der Plot schon tausendmal verwendet wurde, finde ich es jedes Mal spannend, wenn Aliens die Erde angreifen und eine globale Invasion à la "Independence Day" auf dem Bildschirm flackert. Aus der Perspektive von 5 Charakteren erleben wir gefühlt jede einzelne Minute der Alien Invasion. 

Spannungstechnisch fährt die Serie bisher auch eine gute Geschwindigkeit, da es nicht direkt um die Aliens geht. Es werden anfänglich eher Alltagsprobleme der verschiedenen Protagonisten behandelt und die Charaktereigenschaften werden dadurch - manchmal etwas zu viel - herauskristallisiert.

Durch das hin und herspringen der verschiedenen Schauplätze auf Planet Erde muss man die Serie auch aufmerksam ansehen und sollte definitiv nicht mit dem Handy anderweitig beschäftigt sein. 

Sound und Bilder sind sehr cineastisch aufgebaut und sorgen zumindest bei mir für ein großartiges Serienerlebnis. Diese Woche erscheint die 5. Folge und so langsam könnte der aufgebaute Spannungsbogen auch aufgelöst werden. Eine Empfehlung für Alien- und Science Fictionfans geht definitiv raus. 

Stephan empfiehlt:

Eternals

Marvel's Eternals

(Image credit: Disney)

Plot Holes, Langeweile und Witzeinlagen mit absolutem Cringe-Faktor.

Eternals polarisiert wie kaum ein anderer MCU-Film. Von Kritikern geliebt oder gehasst – etwas dazwischen gibt es vermutlich nicht. Mit 157 Minuten Laufzeit ist er fast so lang wie Keine Zeit zu sterben, aber auch nur halb so spannend – sorry William.

Mich konnte Eternals leider nicht überzeugen. So sehr ich mich doch auf die Regiearbeit von Chloé Zhao gefreut hatte, so enttäuscht verließ ich die Pressevorführung. Sorry, aber das ist immer noch das MCU und eben nicht Nomadland und dieses Marvel-Feeling kommt bei Eternals einfach nicht rüber. Plot Holes, Langeweile und Witzeinlagen mit absolutem Cringe-Faktor – so würde ich mein Eternals-Erlebnis beschreiben.

Als eingefleischter MCU-Fan solltest du dir den Film allerdings trotzdem ansehen, um dir eine eigene Meinung zu bilden. Wer dem Superhelden-Franchise bisher ferngeblieben ist, der sollte von Eternals ebenfalls nicht zu viel erwarten.

Hier kannst du dir unsere Filmkritik zu Eternals ansehen:

Franzi empfiehlt:

Y: The Last Man

Y: The Last Man

(Image credit: FX)

Bisher hat mich Y: The Last Man allerdings absolut überzeugt!

Na, wer schaut auch gern Filme über Apokalypsen? Seit die Pandemie unser aller Leben im Griff hat, greife ich zu mehr Titeln über Epidemien, besagten Apokalypsen und und und. Y: The Last Man kam mir dabei wie gerufen. In dieser postapokalyptischen Science-Fiction-Serie gibt es auch endlich einmal einen neuartigen Plot, denn diesmal sterben urplötzlich alle Säugetiere mit einem Y-Chromosom an unbekannter Ursache. Alle, bis auf den Mann Yorick Brown und sein Äffchen Ampersand. 

Alte Regeln, Normen und Identitäten existieren nicht mehr, die Frauen müssen sich neu formieren, den neuen Rollen gerecht werden, über die Verluste ihrer Ehemänner, Söhne, Bekannten und Freunde hinwegkommen und stellen sich vor allem eine Frage: "Wer war ich und wer möchte ich sein?". Als studierte Soziologin ist es für mich äußerst spannend zu sehen, wie diese Strukturen aufbrechen und sich die sozialen Gefüge neu orientieren.

Ich habe die Serie noch nicht abgeschlossen, da neue Folgen bei Disney Plus ein Mal wöchentlich veröffentlicht werden und ich gern mehrere am Stück schaue. Bisher hat mich Y: The Last Man allerdings absolut überzeugt! Sie erinnert entfernt an Children of Men, ist bei weitem jedoch nicht so düster.

Da nun bekannt wurde, dass es unter Fox keine zweite Staffel geben wird, hoffe ich sehr, dass das Ende nicht allzu offen sein wird und dass sich vor allem jemand findet, der die Serie weiterhin umsetzt.

Y: The Last Man findest du bei Disney Plus. Du hast noch keine Abo? Kein Problem:

Nur bis zum 14. November bekommst du ein unglaubliches Angebot: Sichere dir einen ganzen Monat Disney Plus für nur 1,99 € - worauf wartest du noch?

LOL: Last One Laughing - Staffel 2

Poster zu LoL: Last One Laughing

(Image credit: Amazon)

... ich wurde bestens unterhalten und freue mich schon auf die Fortsetzung!

Nachdem ich die erste Staffel von LoL: Last One Laughing schon klasse fand, war es nur klar, dass ich auch die Zweite sehen muss. Dieses Mal empfand ich alles stimmiger und auch die Auswahl der Kandidaten war für mich on point. Anke Engelke, Annette Frier und Bastian Pastewka habe ich allerdings auch schon zu Zeiten von Schillerstraße sehr gemocht; Max Giermann und Kurt Krömer zählten in Staffel 1 zu meinen Favoriten. Eine spannende und vielversprechende Ausgangslage also. Und ja - ich wurde bestens unterhalten und freue mich schon auf die Fortsetzung!

Wer LoL: Last One Laughing noch nicht kennt, hier einmal kurz das Spielprinzip: 10 Promis werden für sechs Stunden in einen Raum gesteckt (keiner weiß vorher, wem er begegnen wird) und es gilt: Wer zuletzt lacht, gewinnt. Quasi Try-not-to-laugh als Serie. Michael Bully Herbig sitzt im Kontrollraum und achtet auf jedes noch so kleine Lächeln. Um das Ganze noch zu erschweren, hat jeder nur zwei Versuche bis er fliegt und Bully bekommt jede Menge Unterstützung von Comedians, die das Lachen aus seinen Gästen herauskitzeln sollen.

Als Zuschauer hast du zwei Möglichkeiten: Entweder du genießt einfach die kleinen Showeinlagen und lachst herzhaft über die abstrusen Gesichtsausdrücke und Faxen der Kandidaten, während sie sich mit aller Mühe zusammenzureißen versuchen (denn du darfst ja schließlich so viel Lachen was das Zeug hält) oder du adaptierst die Challenge und versuchst an dich zu halten. Egal wofür du dich entscheidest, ich wünsche dir viel Vergnügen!

LOL: Last One Laughing findest du bei Amazon Prime Video. Hier kannst du Amazon Prime Video 30 Tage kostenlos testen.

Eugen empfiehlt:

Cowboy Bebop auf Netflix

Ein Bild aus der Cowboy Bebop Anime-Serie

(Image credit: Sunrise Inc.)

Auch wenn ich aus dem Anime-Format schon eine ganze Weile herausgewachsen bin, öffne ich hin und wieder gerne mal diese Tür und schaue nach, was so passiert ist. Gespannt und neugierig bin ich in Star Wars: Visions hineingegangen und bin zufrieden, wenn auch keineswegs überwältigt wieder herausgekommen.

Meine persönliche, absolute Nummer Eins der Anime-Serien gibt es seit Kurzem wieder auf Netflix zu sehen: Cowboy Bebop. Der mittlerweile 23 Jahre alte Schinken – 1998 erschienen – ist, wenn überhaupt, hervorragend gealtert. Das einzige, das auf das Alter des Sci-Fi-Neo-Noir-26-Teilers hindeutet, ist das Seitenverhältnis von vier zu drei.

Wer jemals von sich behauptet hat, Anime nicht zu mögen, der sollte versuchen, über seinen Schatten zu springen und Cowboy Bebop eine Chance zu geben, denn von gängigen Anime-Klischees werden in dieser doch sehr westlich orientierten Serie  recht wenige bedient: Die typischen Anime-Augen und spitzen Gesichter, wenn auch nicht ganz so stark wie bei anderen Vertretern des Genres, und vereinzelt Frauen mit üppigem Vorbau und entsprechend weitem Dekolleté. Insgesamt richtet sich Cowboy Bebop an (junge Erwachsene) und behandelt entsprechend erwachsene Themen.

Der Soundtrack von Yoko Kanno reicht von Blues über Jazz bis hin zu Metal und ist – fast Genre-untypisch – völlig frei von J-Pop, während die Liebe zum Detail beinahe schon in der Liga von Filmen des legendären Studio Ghibli spielt.

Die Wiederveröffentlichung auf Netflix kommt nicht von ungefähr: Der Streaming-Dienst hatte bereits 2017 eine Live-Action-Adaption der Zeichentrickserie angekündigt, die am 19. November endlich auf Netflix erscheint und dem Trailer nach zu urteilen wirklich sehr cool aussieht. Bleibt also noch eine gute Woche, sich die Vorlage einzuverleiben.

Das waren unsere Film- und Serienempfehlungen für Oktober:

William empfiehlt:

James Bond

Wer Daniel Craig als James Bond gerne anschaut und ihn zum letzten Mal in dieser Rolle sehen möchte, sollte sich den Film ansehen!

Im neuen 007 Streifen „Keine Zeit zu sterben“ gibt man uns mit 163 Minuten den bisher längsten Film der Reihe. Allerdings ist es nicht der beste James-Bond-Film, denn großartige Schauspieler wie Rami Malek besetzen sehr eindimensionale Rollen und die Story zerfasert sich besonders in der zweiten Hälfte des Films.

Coole Action und fantastische Kulissen gibt es trotzdem und unterhält neben der dünnen Story gut. Wer Daniel Craig als James Bond gerne anschaut und ihn zum letzten Mal in dieser Rolle sehen möchte, sollte sich den Film ansehen - erwartet aber nicht zu viel.

Squid Game

Squid Game ist mittlerweile die erfolgreichste Netflix Serie aller Zeiten und das hat seine Gründe!

A promotional image for Netflix hit show Squid Game

(Image credit: Netflix)

Squid Game ist mittlerweile die erfolgreichste Netflix Serie aller Zeiten und das hat seine Gründe. Das Szenario erinnert stark an die Hunger Games, nur eben mit mehr Teilnehmern und einfacheren Motiven. Die Teilnehmer sind allesamt auf den in Aussicht gestellten Gewinn angewiesen und gehen dafür im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen. Das Konzept der Serie lässt sich sehr leicht verstehen und gleichzeitig bekommt man so viel Eyecatcher durch Kostüme, Szenenbilder und Brutalität, dass man die nächste Folge sofort sehen möchte.

Franzi empfiehlt:

The Bold Type - Der Weg nach oben

The Bold Type

(Image credit: Amazon Prime Video)

Wenn du einen Hauch von Sex and the City erleben und drei toughe Frauen in ihren Twentys auf dem Weg zu ihrem Selbst begleiten willst, klick dich unbedingt rein.

Die finale Staffel von The Bold Type ist da - für meinen Geschmack ist sie leider etwas zu kurz geraten, denn es sind nur 7 Folgen. Dennoch wurde die Story großteils aufgeklärt, auch wenn man merkt, dass durch die Handlung gerusht wird.

Wer schon immer einmal Einblicke in Redaktionsarbeit haben wollte, ist hier gut aufgehoben. Hast du gewusst, dass die Serie auf dem Leben der ehemaligen Chefredakteurin der Cosmopolitan, Joanne Coles, basiert? 

Die drei Freundinnen Jane, Sutton und Kat arbeiten alle zusammen bei "Scarlet" und stehen unter besonderem Schutz der Chefredakteurin Jaqueline. Sie wird von der unnahbaren, kühlen Chefin zur Freundin und Mutterfigur. Im späteren Verlauf der Serie zeigen sich die Schattenseiten ihres Erfolges, denn das Privatleben blieb oft auf der Strecke.

The Bold Type ist meiner Meinung nach eine gute Mischung. Selbstfindung, Political Correctness und Freundschaft spielen hier eine tragende Rolle. Aktuelle Themen werden aufgegriffen und verarbeitet - wie zum Beispiel die Black Lives Matter-Bewegung, LGBTQ, traditionelle Rollenbilder und mehr.

Schade fand ich jedoch, dass es einige Ungereimtheiten gibt. Im Laufe einer Folge erleben alle drei Protagonistinnen Situationen, die ihr Leben auf den Kopf stellen und sie treffen sich in der Garderobe - ihrem heiligen Ort, in dem sie zusammen ihre Mittagspause verbringen oder Kriegsräte abhalten. Dies läuft dann so ab, dass jede ihr Problem schildert, doch keine der anderen scheint zuzuhören noch darauf einzugehen und am Ende hat jede ihr eigenes Problem selbst gelöst. Ich habe keine Ahnung, ob es wirklich Freundschaften gibt, die so ablaufen, aber ich bin in diesen Momenten tatsächlich sehr froh gewesen, dass meine Freunde immer ein offenes Ohr für mich haben und wir gemeinsam nach Lösungen suchen. Und auch, dass ein Paar erst nach der Hochzeit über so grundlegende Dinge wie Familienplanung und Kinderwunsch spricht, empfand ich als sehr unglaubwürdig.

Vielleicht gehöre ich mit Anfang 30 allerdings auch nicht mehr zur Zielgruppe oder ich bin im Herzen wohl doch ein Boomer, wer weiß.

Wenn du einen Hauch von Sex and the City erleben und drei toughe Frauen in ihren Twentys auf dem Weg zu ihrem Selbst begleiten willst, klick dich unbedingt rein. Sollten dich die oben genannten Ungereimtheiten bereits abschrecken, lass es lieber sein!

The Bold Type findest du bei Amazon Prime Video.

Die Dinos

die Dinos gibt es jetzt auf Disney Plus

(Image credit: Disney Plus)

Drei Worte, die dich sofort zurück in deine Kindheit versetzen: "Nicht die Mama!"

Braucht es mehr als drei Worte, dich sofort zurück in deine Kindheit zu versetzen? Lass es uns probieren - "Nicht die Mama!" Na, hast du nicht auch das Gefühl, in den 90ern unbeschwert auf der Couch zu sitzen?

Pünktlich zum 30. Geburtstag kannst du jetzt alle vier Staffeln von Die Dinos auf Disney Plus streamen, lange habe ich darauf gewartet und tatsächlich kann ich mich noch an einige Szenen gut erinnern. Auch der freche Charme von Baby Sinclair ist unvergessen - da muss man es doch einfach liebhaben!

Was mich allerdings sehr erstaunt hat, ist, wie viele ernste Themen angesprochen werden - Vegetarismus, Artensterben, Rollenbilder, Respekt vor den Alten, Mobbing und und und. Andeutungen, die man als Kind natürlich kaum bemerkt.

Für mich sind Die Dinos aktuell das Highlight. Perfekt für verregnete Wochenenden und einen Serien-Nachmittag mit der Familie. Witzig ist auch, wie schnell man einige Sprüche wieder verinnerlicht und so wundert es kaum, dass mein Mann mich nun immer mit "Bin daaa, wer nooch!?" begrüßt, wenn er nach Hause kommt.

Die Dinos kannst du dir bei Disney Plus ansehen. Du hast noch keine Abo? Kein Problem:

Franziska Schaub

Franziska Schaub ist Chefredakteurin bei TechRadar Deutschland und unter anderem verantwortlich für die Bereiche Smartphones, Tablets und Fitness.


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