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Deshalb solltest du dir Star Wars: Visions ansehen

Ein düsterer Kunststil in Star Wars: Visions
(Image credit: Disney / Lucasfilm)

Wenn du ein Star Wars- oder Anime-Fan bist (oder beides), dann hast du wahrscheinlich den ersten Trailer zu Star Wars: Visions gesehen. Der Trailer, der neun kommende animierte Kurzfilme von einigen der renommiertesten japanischen Anime-Studios (darunter Studio Trigger und Production IG) zeigt, sieht einfach fantastisch aus.

Dank der beteiligten Talente ist es tatsächlich eine viel größere Sache, als du sonst vielleicht denkst. Unserer Meinung nach bietet Star Wars: Visions so viel mehr Potenzial, als nur neue Geschichten im ikonischen Universum des Franchise zu präsentieren.

Wenn es populär genug ist und von den Fans gut angenommen wird, dann könnten wir sehen, dass Anime-Adaptionen verschiedener Disney-Filme zu einer Art Norm werden. Das wäre eine spannende Sache.

Falls du es noch nicht weißt, Star Wars: Visions ist eine kommende Animate-Serie, die exklusiv auf Disney Plus erscheint. Die Serie wird neun eigenständige Folgen beinhalten, wobei die meisten von verschiedenen japanischen Animationsstudios entwickelt wurden.

Star Wars: Visions wird sowohl mit den japanischen Originalstimmen (mit Untertiteln) als auch mit einer englischen Synchronisation zu sehen sein, die mit einer unglaublich starken Besetzung aufwartet, darunter David Harbour, Alison Brie, Lucy Liu und George Takei sowie viele andere.

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Visionäre Talente 

Warum ist Star Wars: Visions eine so große Sache?

Stell dir zunächst einmal ein westliches Projekt vor, das auf einem bestehenden japanischen Franchise basiert. Da fallen dir bestimmt einige ein. Ob es nun Castlevania auf Netflix, die Resident Evil-Hexalogie oder Street Fighter mit Van Damme ist – westliche Filmemacher haben sich seit Jahrzehnten mit unterschiedlichem Erfolg an japanische Projekte herangewagt.

Es ist sehr selten, dass japanische Studios das Gegenteil tun, indem sie sich westliche Ideen zu eigen machen. Es wurde in der Vergangenheit versucht, wie z.B. mit The Animatrix oder Capcoms Arbeit an verschiedenen Disney-Themen wie DuckTales und Aladdin. Aber fast nie für ein Franchise, das so umfangreich wie Star Wars ist (abgesehen von ein paar ausgelagerten NES-Spielen).

Star Wars: Visions hat also die Chance, neue Wege zu beschreiten und man merkt, man es mit dem Projekt durchaus ernst meint. Die beteiligten Studios haben an einigen der einflussreichsten Animes der letzten Jahrzehnte gearbeitet, darunter das dystopische Psycho-Pass und Cyberpunk-Hits wie Ghost in the Shell: Stand Alone Complex.

Star Wars hat die Fangemeinde mit der jüngsten Sequel-Trilogie durchaus gespalten. Es waren eher kleinere Projekte wie The Mandalorian, die die Flaute aufgefangen haben. Star Wars: Visions könnte ebenfalls dabei helfen, die Probleme der Sequel-Trilogie noch weiter auszubügeln.

Ein Jedi hält ein Lichtschwert in Star Wars: Visions

(Image credit: Lucasfilm)

Wurzeln in der Spitzenklasse

Es ist auch erwähnenswert, dass Star Wars eine solide Erfolgsbilanz hat, wenn es um Animation geht. Die Zeichentrickserie Clone Wars aus dem Jahr 2003 hat bis heute Kultstatus und die CGI-Fortsetzung von 2008 wurde fast genauso gut aufgenommen. In jüngster Zeit hat Star Wars: The Bad Batch einen beeindruckenden Start mit seiner ersten Staffel hingelegt.

Ist das eine Garantie dafür, dass Star Wars: Visions gut aufgenommen wird? Sicher nicht, aber unter diesen Umständen fällt es schwer sich vorzustellen, dass die Serie schlecht sein wird, wenn man das hohe Niveau der beteiligten Talente bedenkt. 

Schlimmstenfalls könnte Star Wars: Visions aus erzählerischer Sicht nicht überzeugen, aber wir gehen davon aus, dass die hochwertigen Bilder und Animationen das Potenzial haben, selbst die skeptischsten Star Wars-Fans zu überzeugen.

Ein junges Mädchen fährt mit einem Speeder über Wasser in Star Wars: Visions

(Image credit: Disney / Lucasfilm)

Die Vision von Visions

Star Wars: Visions könnte also nicht nur die glanzlosen Projekte der jüngeren Vergangenheit des Franchises kompensieren, sondern auch eine großartige Serie für die Gegenwart liefern. 

Aber was ist mit der Zukunft? Wird Star Wars: Visions erfolgreich genug sein, um eine zweite Staffel zu rechtfertigen? Könnte sich die Serie vielleicht sogar auf andere Disney-Projekte auswirken?

Wir hoffen es. Eine solche Vielfalt an Star Wars Anime zu bekommen ist eine großartige Sache, aber das gleiche Konzept könnte leicht auf andere Disney-Produktionen angewendet werden, von denen viele ein riesiges Potenzial bieten.

Man stelle sich eine Disney-Prinzessinnen-Anthologie vor, die von Japans renommiertesten Anime-Studios betreut wird. Mulan, Schneewittchen, Dornröschen und Pocahontas könnten davon profitieren, da ihre dunkleren Themen enormes Potenzial für Anime-Adaptionen bieten.

Wie wäre es mit einer Marvel-Anime-Serie, ähnlich wie bei Marvel's What If...?. Superheldengeschichten eignen sich natürlich sehr gut für die oft sehr detaillierten Animationen, die die Anime-Studios anbieten. Es wäre unglaublich, wenn MAPPA (das Studio hinter der letzten Staffel von Attack on Titan) zum Beispiel ein Spider-Man Projekt übernehmen würde.

Star Wars: Visions Helle gegen Dunkle Seite Machtkampf

(Image credit: Disney / Lucasfilm)

Mögen die Quoten mit dir sein

Star Wars: Visions und ähnliche Projekte haben eine Menge Potenzial, aber letztendlich könnte Visions einen Wendepunkt für die von Disney geführten Animationsprojekte darstellen. Indem sie ihre Franchises nach Japan bringen, könnte Disney eine ganz neue Art des Geschichtenerzählens in den Welten ihrer besten Franchises etablieren.

Es hängt letztlich alles vom Erfolg von Star Wars: Visions ab. Wenn die meisten (oder besser gesagt alle) der neun Folgen einen bleibenden Eindruck hinterlassen, könnte Disney durchaus davon überzeugt sein, dass "Visions" eine eigene Marke werden könnte.