Radeon RX 6000-Serie erhält ordentlichen Boost mit neuer Software – aber es gibt einen Haken!

Die Grafikprozessoren der AMD-Karten können einiges, allerdings hinkte man zuletzt der Konkurrenz von Team Grün leider noch etwas hinterher...
(Bildnachweis: AMD)

Falls du eine GPU der RX 6000-Serie von AMD besitzt und sehnsüchtig auf die kommenden Grafikkarten blickst, haben wir vielversprechende Neuigkeiten für dich!

So verspricht die Utility-Software eines Drittanbieters seit Kürzerem einen enormen Leistungsschub für die RDNA 2-GPUs, der sogar Nvidias RTX 3090 Ti übertrumpfen könnte – und das ganz ohne überteuerte Neuinvestitionen (Öffnet sich in einem neuen Tab)

Das "Radeon Monster Profile" (RMP) stammt vom Coder Yuri Bubliy, der behauptet, dass die neue Utility-Software die Leistung der RDNA 2-Karten deutlich verbessert. Der Hardware-Enthusiast bastelt bereits seit längerer Zeit an AMD-spezifischer Software, RMP ist jedoch das aktuellste Werk und dürfte noch 2022 verfügbar sein.

Im Beitrag auf Twitter erläutert Bubliy außerdem, dass die RX 6000-Karten hiermit ihr "maximales Potenzial" ausschöpfen können. Zeitgleich legte Bubliy bei der Entwicklung aber großen Wert auf Bereiche wie das VRAM-Subsystem. Entsprechend bleiben die Karten trotz Leistungsschub allzeit im sicheren Temperaturbereich.

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Analyse: Wir lassen Vorsicht walten, sind jedoch schwer beeindruckt!

Bubliy behauptet, dass die Leistung der RX 6800 XT mit dem Tool beispielsweise um 13 Prozent steigen dürfte. Hiermit überträfe die Karte bereits die Standard-einstellungen der RTX 3090 Ti – und das bei deutlich geringerer Leistungsaufnahme. 

Wir raten jedoch zunächst zur Vorsicht, da es sich um ein Drittanbietertool handelt, dessen Wirkung sich erst noch in der breiteren Praxis behaupten muss. Zu beachten ist dahingehend auch, dass die Leistungswerte vorerst nur mit 3D Mark Time Spy festgehalten wurden. Praktische Anwendungsfälle sowie reale Spiele- und Rendering-Benchmarks fehlen also noch.

Außerdem sollten sich Käufer mit einer Restgarantie auf ihre Grafikkarte darüber im Klaren sein, dass die Verwendung von Drittanbietersoftware zum erlöschen selbiger führen könnte. Da AMD mit Radeon Adrenalin (Öffnet sich in einem neuen Tab) außerdem eine eigene Optimierungs-Alternative anbietet, könnte man sich zunächst auch weiter auf diese offizielle und sicherere Lösung verlassen (auch wenn die Leistungsschübe hier weniger prägnant ausfallen). 

Dennoch sind wir von RMP aber durchaus angetan und können ein erstes Hands-On kaum erwarten. Außerdem könnten Besitzer von RDNA-2-Karten damit reichlich Geld sparen oder anderweitig investieren. Und auch wenn es noch immer nicht für den Spitzenplatz unter den besten Grafikkarten (Öffnet sich in einem neuen Tab) reicht, so könnte eine RX 6800 XT damit zu einer bedrohlichen Preis-Leistungs-Alternative auf dem Markt heranreifen...

Als Redakteur bei TechRadar Deutschland beschäftigt sich Christian Schmidt primär mit den Themen Gaming sowie PC-Hardware.



Erreichbar ist Christian unter der Mailadresse cschmidt[at]purpleclouds.de.

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