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Im Test: Marvel’s Spider-Man Remastered (PC)

Optik frisch, Inhalt aufgewärmt

Spider Man Foto
(Image: © Sony PlayStation)

TechRadar Fazit

Marvel's Spider-Man Remastered bietet für alle Neulinge ein grafisch beeindruckendes Abenteuer mit gelungener Geschichte rund um das Doppelleben des maskierten Spinnen-Helden. Wer hingegen mit Story und Gameplay vertraut ist, der erhält hier leider wenig Gegenwert für eine Vollpreisanschaffung.

Pros

  • +

    Grafischer Leckerbissen

  • +

    benutzerfreundliche Einstellungsvielfalt

  • +

    Gelungene Story...

Cons

  • -

    Vertonung noch nicht optimal

  • -

    Finisher Moves funktionieren manchmal nicht

  • -

    ...ohne neue Inhalte

Peter Parker hat seine Fans bereits auf der PS4 (Öffnet sich in einem neuen Tab) und in der Remastered-Version auf der PS5 (Öffnet sich in einem neuen Tab) mit seinem Netzschwung durch New York und frechen Sprüchen glücklich gemacht. Ab dem 12. August um 17:00 Uhr haben nun auch PC-SpielerInnen die Möglichkeit, gegen die Sinister Seven zu kämpfen.

Bevor du dich in die Review stürzt, solltest du allerdings noch ein paar Dinge wissen. Wir werden im Test nicht über die Story reden, da sich im Vergleich zur PlayStation-Variante absolut nichts verändert hat. Vermehrt werden wir unseren Fokus aber auf die technischen Aspekte der PC-Version setzen, Steuerungs-Optionen bewerten und dir verraten, ob sich ein Kauf für dich lohnen dürfte.

Optik und Performance

Insomniacs Spider-Man war bereits auf der PS4 ansehnlich, auf PS5 und PC ist die Remastered-Variante allerdings eine Augenweide. Besonders in 4K und mit aktiviertem Ray-Tracing wirkt Manhatten schon sehr lebensecht. Gern haben wir uns deshalb lieber per Netzschwung statt Schnellreise durch New York bewegt. 

Je nachdem, wie du Spider-Man auf dem PC genießen möchtest, können die Anforderungen stark variieren. Ray-Tracing und hohe Auflösungen sind beispielsweise deutlich anspruchsvoller als die Full-HD-Erfahrung mit deaktivierten Reflexionseffekten. Überblicksweise stellt uns Sony deswegen die folgende Übersicht bereit, die grobe Richtlinien zu den Anforderungen beinhaltet.

(Image credit: Sony)

Wir haben den Titel zunächst auf einem Mittelklasse-Desktop-Setup getestet und waren bereits hier von der flüssigen Bild-Performance angetan. Optisch geht man zwar Kompromisse ein, dank DLSS oder Fidelity FX fallen diese aber weniger auffallend aus. 

Auch auf unserem mobilen Testgerät wusste Peter Parker zu überzeugen. Mit dem MSI Katana GF66 11UG-220 (Öffnet sich in einem neuen Tab) hatten wir im Netzbetrieb zumeist 60 Bilder pro Sekunde und konnten sogar auf leichtes Ray-Tracing zurückgreifen - wobei die FPS-Zahl dann spürbar einbricht.

Zuletzt haben wir uns aber natürlich die High-End-Erfahrung nicht entgehen lassen und waren auch hier sehr angetan von der grafischen Performance. Alles sieht gestochen scharf aus und man hat das Gefühl, einen interaktiven Spider-Man-Film zu erleben. Ansehnliche Lichtreflexionen mittels Ray-Tracing setzen dem Erlebnis dann noch die Krone auf.

Spider-Man kämpft gegen Schurken

(Image credit: Sony PlayStation)

Steueroptionen und Umsetzung

Als PC-Port bietet Marvel's Spider-Man Remastered dir die Kontrolle über selbigen natürlich mit Maus und Tastatur an. Der Transfer vom Controller ist Sony durchaus gelungen, trotzdem erfordern einige Befehle eine gewisse Fingerakrobatik. Zwar lassen sich alle Aufgaben noch immer zufriedenstellend lösen, so smooth wie bei einem PS5-DualSense (Öffnet sich in einem neuen Tab) oder Xbox-Controller (Öffnet sich in einem neuen Tab) fühlt sich die Steueroption aber nie an.

Auffällig ist der Unterschied besonders entlang der Kämpfe und dem raschen Fortbewegen durch die Stadt. Häufig sind wir hier nach kurzer Zeit wieder beim Gamepad gelandet, auch wenn Maus und Tastatur beispielsweise bei den Rätseleinlagen in Doc's Labor ihre Vorzüge haben. 

Mit Controller darfst du dich aber auf eine hervorragende Spielerfahrung gefasst machen. Gerade die DualSense-Erfahrung steht dem PlayStation-Vorbild durch Rumble-Support und die Unterstützung adaptiver Trigger in nichts nach.

Die Xbox-Variante funktioniert aber natürlich auch hervorragend. Zwar entfallen hier die DualSense-Eigenheiten, wer aber den Microsoft-Formfaktor präferiert, der darf auch mit einem Xbox-Controller beherzt drauflosspielen. 

Gameplay und Benutzerfreundlichkeit

Das Gameplay ähnelt weitestgehend der Vorlage aus 2018. In unsere Vorabversion haben sich allerdings kleine Ungereimtheiten eingeschlichen, die wir dir nicht vorenthalten wollten. So sind Finisher zuweilen schwer auslösbar und NPC-Einzeiler noch nicht vollends übersetzt. Hier dürfte Sony aber noch zeitnah nachbessern.

Was man allerdings jetzt schon hervorragend umgesetzt hat, ist das Thema Benutzerfreundlichkeit. Marvel's Spider-Man Remastered offeriert beinahe jedem Spielertypen eine passende Erfahrung. 

Neben den üblichen Verdächtigen wie anpassbaren Schwierigkeitsgrad, Bildkonfigurationen und Steuerungsanpassungen sind es vor allem die individualisierbaren Feinheiten, die herausstechen. Beispielsweise kann die Zeit zwischen Ausweichmanövern und Gegenschlägen verlängert oder verkürzt werden. Außerdem ist die Schlagfrequenz von Feinden anpassbar oder Quick-Time-Events sowie Rätseleinlagen können gleich komplett übersprungen werden. Das spart nicht nur Zeit und Nerven, sondern sorgt auch dafür, dass so ziemlich jede SpielerIn den Titel nach eigenen Vorlieben genießen kann.

Dahingehend ein dickes Chapeau an Sony - So wird es gemacht!

Umfang und Preis

Wie erwähnt ist die Story identisch zur Vorlage und folglich umfasst die Remastered-Variante keine neuen Missionen oder Collectibles.

Noch immer begleiten wir Peter Parker bei seinem alltäglichen Doppelleben und verfolgen eine gelungene Geschichte, die auch mehrere Jahre nach ursprüngliche Release überzeugen kann. Von Beginn mit dabei sind zudem alle DLC-Episoden, mit Ausnahme des Stand-Alone-Ablegers Miles Morales, sodass du 20-30 Stunden hervorragende Unterhaltung geliefert bekommst.

Spider-Man Remastered: DLC-Inhalte

Neben dem Hauptspiel sind auch die drei DLC-Episoden The Heist, Turf Wars und Silver Lining im Remaster inbegriffen. (Image credit: Sony)

Aber auch wenn die DLC-Dreingaben ganz nett sind und das Spiel ansonsten überzeugt, ist der Preis mit stolzen 60 Euro für einen PC-Port doch etwas zu hoch angesetzt. Vor allem im Vergleich zur PlayStation-Varianten, aber auch mit Blick auf andere PC-Ports wie God of War scheinen die Kosten schlicht unverhältnismäßig.

Bleibt also die Frage...

Solltest du dir Marvel's Spider-Man Remastered kaufen?

Spider-Man schwingt sich im Remaster des Insomniac Games-Ablegers in 4K und mit Ray-Tracing quer durch Manhatten

(Image credit: Sony)

Kauf dir Spider-Man Remastered, wenn...

Du das großartige Abenteuer von Insomniac Games bisher nicht spielen konntest
Mit dem Remaster erwartet dich die bestmögliche Version des 2018er-Abenteuers rund um die 'freundliche Spinne aus der Nachbarschaft'

Du das aktuelle Abenteuer von Peter Parker in bestmöglicher Optik genießen willst.
Der PC-Port bietet dir diverse Einstellungsoptionen, hohe Bildraten und extrem beeindruckende Ray-Tracing-Effekte - insofern deine Hardware hierfür ausgelegt ist.

Lass die Finger vom Remaster, wenn...

Du dir neue spielerische Inhalte erhoffst.
Spider-Man Remastered liefert im Bezug auf Story und Gameplay die gleiche Erfahrung wie schon die PS4-Fassung.

Du eine PlayStation 4 oder 5 zur Verfügung hast.
Zwar ist der PC-Port anschaulich, der Preis ist es allerdings nicht. Auf den PlayStation-Konsolen hast du derzeit deutlich günstigere Zugangsoptionen zu den Abenteuern des Netzschwingers.

William Schubert
Freelancer - Content Creator

William Schubert ist Freier Content Creator bei TechRadar Deutschland und für die Bereiche YouTube, Gaming, Filme und Serien und VR zuständig.


Wenn du ein Produkt auf unserem YouTube-Kanal vorstellen willst, dann melde dich gerne bei mir (wschubert[at]purpleclouds.de).