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Steam Deck on a budget - Valve bekommt Konkurrenz

Der AYN Loki bietet dir hybrides Gaming-Vergnügen mobil und auf dem Heim-TV-Gerät
(Image credit: AYN Ltd.)

Das Steam Deck ist mit seinem Einstiegspreis von 399 Euro noch immer ein heißes Eisen in der Industrie. Angesichts des großen Erfolgs von Nintendos Switch-Familie, entwickelte Valve einen neuen Platzhirsch für PC-Spieler, die auch mobil nicht auf ihre Steam-Favoriten verzichten wollen.

Trotz der Marktkonkurrenz, konnte sich das Steam Deck schnell seine Stellung als Spitzenreiter sichern und ist derzeit die erste Wahl für hybrides PC-Gaming. Das ist nicht zuletzt einer konsumentenfreundlichen Preispolitik geschuldet, die das Gerät bereits für wenige hundert Euro erwerbbar macht. Leistungstechnisch kann die Konkurrenz in Form des OneXPlayer oder AyaNeo Next Advance nämlich ebenso überzeugen, lässt sich das mobile Spielvergnügen jedoch auch dementsprechend teuer finanzieren. Letzteres Beispiel kostet demnach in der Basisvariante bereits etwa das Doppelte wie die portable PC-Lösung von Valve.

Konkurrenz mit Kampfpreisansage

Nun hat AyaNeo jedoch mit dem Air Plus einen neuen Handheld-PC in Arbeit. Dieser läuft mit AMD’s neuen Ryzen „Mendocino“ APUs und beinhaltet so eine Zen 2 Architektur, RDNA 2-Grafik und fungiert auf einem AyaNeo-eigenen Linux-Betriebssystem.

Während weitere technische Daten noch nicht bekannt sind, wissen wir zumindest, dass, im Vergleich zum Steam Deck und AyaNeo-Vorgängern, das Air Plus-Modell lediglich einen 6-Zoll-Monitor spendiert bekommt. Dieser soll aber immerhin Full-HD abbilden und damit der Steam-Deck-Auflösung von 1200x800 überlegen sein.

Weiterhin wird eine M.2 2280 SSD zum Einsatz kommen und damit auch an dieser Stelle dem Steam Deck mit seinem eMMC-Laufwerk die Stirn bieten. Diese dürfte zudem nach Wunsch austauschbar sein um eine schnellere Alternative zu verbauen.

Besonders hervorstechend ist hierbei der Preis: Für unter 300 Euro soll das Basismodell auf dem Markt erscheinen und damit dem Steam-PC seinen Platz streitig machen. Wir wissen aber noch nichts Genaueres zu den verschiedenen Modellen und deren Unterscheidungskriterien. Demnach könnte es sein, dass sich das billigste Modell hardwarespezifisch noch einmal deutlich von einer Premium-Variante unterscheidet. Allerdings war nicht nur AyaNeo war fleißig…

Ein Geschenk der Götter?

Ebenso kündigte der chinesische Hersteller AYN die Arbeit an einer preisgünstigen Alternative für das Steam Deck an und erweitert seine Android-betrieben Odin-Reihe um die Loki-Serie, die mit einem x86-Betriebssystem läuft. Auch hier sind verschiedene Varianten vorgesehen, wobei die billigste, der Loki Mini, ebenso bei etwa 300 Euro beginnen dürfte, während das Top-End-Gerät, der Loki Max, mit etwa 800 Euro zur Kasse bittet.

Alle Loki-Modelle agieren dabei entlang eines 1080p 6-Zoll-Bildschirms, der jedoch ein IPS LCD-Panel beinhaltet statt einer OLED-Variante. Für genauere Spezifikation lohnt sich bereits jetzt ein Blick auf die offizielle Homepage (opens in new tab)

Hier in Kürze: Das preiswerteste Modell beinhaltet einen 128GB M.2 2230 Speicherplatz mit Upgradeoption, die Wahl zwischen einem Intel Celeron oder AMD Mendocino-Prozessor, 8GB RAM, Wi-Fi 6E sowie Bluetooth 5.2. Der Loki Max hingegen bringt von Haus aus das vierfache an Speicherplatz mit, einen Ryzen 7 Prozessor und 16 GB DDR5 RAM-Speicher. 

AYN konnte sich vor Vorbestellern bereits entlang des Crowd-Funding-Projekts mit dem Odin-Modell kaum retten und noch immer warten hier einige auf ihre Lieferung. Immerhin ist das Unternehmen dahingehend jedoch sehr transparent und teilt Interessenten fortlaufend den Fortschritt ihrer Bestellung mit. Pre-Order-Optionen für die Loki-Reihe sind bereits verfügbar, das Gerät wird jedoch frühsten im 4. Quartal des Jahres verschickt.


Analyse: Eine ernstzunehmende Bedrohung für Valve?

Steam Deck bekommt Konkurrenz, jedoch muss das für Valve nichts schlechtes sein...

(Image credit: Steam Deck)

Valve hat entlang der neuen Konkurrenten womöglich Zugzwang und darf - meiner Meinung nach - gern einmal die Werbetrommel schwingen, um im Handheld-Hardware-Segment auch in Zukunft durch das Steam Deck relevant zu bleiben. Wenn du hingegen auf eine Preissenkung entlang der günstigeren Mitbewerber hoffst, wirst du wohl vorerst enttäuscht werden. Zumindest solange wir nichts Genaues zu der tatsächlichen Performanz von aktuellen Titeln auf den Geräten in Erfahrung bringen können, wird Valve sich davor hüten das Steam Deck noch erschwinglicher zu gestalten. 

Trotzdem ist der Zuwachs wünschenswert und offeriert jedem, der schon länger mit dem Erwerb eines Handheld-PCs liebäugelt nun eine interessante Einsteigerauswahl. Und auch wenn Valve hierdurch weniger Abnehmer als zuvor zur Verfügung stehen, so profitiert man doch indirekt durch den Erwerb von Handheld-PCs. Denn jeder Besitzer ist ein weiterer potenzieller Kunde für Millionen von Steam-Inhalten...

Das soll natürlich nicht bedeuten, dass Valve nicht trotzdem mit anderen Herstellern in Konkurrenz treten wird und versucht das Steam Deck in dieser oder einer noch besserer Form weiter zu etablieren. Viel mehr soll es jedoch darauf hinweisen, dass das Unternehmen in jedem Fall vom zunehmenden Interesse und der Produktpalette in dieser Sparte profitieren wird - auf die eine oder die andere Weise.


Via PC World (opens in new tab)

Als Redakteur bei TechRadar Deutschland beschäftigt sich Christian Schmidt primär mit den Themen Gaming sowie PC-Hardware.



Erreichbar ist Christian unter der Mailadresse cschmidt[at]purpleclouds.de.

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