Nvidia: Ki-gestützte DLDSR-Funktion lässt Spiele mit RTX-Grafikkarten besser aussehen

Nvidia DLDSR anhand von Prey demonstriert
(Bildnachweis: Nvidia)

Nvidia hat einen neuen Trick für seine GeForce RTX-Grafikkarten im Ärmel, um die visuelle Qualität von Spielen mit (hoffentlich) minimalen Leistungseinbußen weiter zu verbessern.

So ganz neu ist der Trick aber eigentlich nicht. Vielmehr handelt es sich um eine Verbesserung des bereits existenten DSR-Features (Dynamic Super Resolution) mithilfe von KI. Daraus entsteht Deep Learning Dynamic Super Resolution – kurz DLDSR.

DLDSR soll am 14. Januar mit dem nächsten Nvidia Game Ready-Treiber erscheinen.

Dabei handelt es sich um eine Downscaling-Technik (im Gegensatz zu DLSS, das nach oben skaliert). DLDSR rendert ein Spiel zunächst in einer höheren Auflösung und schrumpft das Bild wieder intelligent auf die Auflösung, die dein Monitor verwendet. So werden Details der höheren Auflösung beibehalten, Kanten besser geglättet und Artefakte reduziert.

Zugegebenermaßen hat DSR das schon immer gemacht – seit der Einführung zur GeForce GTX 900-Reihe. Der Unterschied besteht darin, dass die neue KI-Unterstützung zu besseren Ergebnissen führt – zumindest bei RTX-Grafikkarten, die die entsprechenden Tensor-Kerne besitzen.

Außerdem sagt Nvidia, dass sich das Unternehmen mit ReShade-Entwickler und Modder Pascal Gilcher zusammengesetzt und drei Freestyle-Filter für GeForce Experience entwickelt. Einer davon ist SSRTGI (oder „Ray Tracing ReShade Filter“), der sowohl Licht- als auch Schatteneffekte verbessern und sie realistischer erscheinen lassen soll. Die Kombination aus DLDSR und SSRTGI soll aus Spielen effektiv eine „Remastered“-Version machen, was anhand von Prey demonstriert (Öffnet sich in einem neuen Tab) wurde.

Neben DLDSR verbessert Nvidia mit dem nächsten Update DLSS und bringt Unterstützung für die PC-Version von God of War heraus, die PC-Version, die zeitgleich mit dem Treiber am 14. Januar erscheint. Unterstützung für DLSS und Reflex wird außerdem für Rainbow Six Extraction veröffentlicht, das eine Woche später, am 20. Januar, erscheint.


Analyse: Alles schön und gut, aber über den Erfolg entscheidet die Performance

DLDSR klingt wie ein großer Schritt für DSR, wenn man davon ausgeht, wie gut Nvidia das KI-gestützte DLSS implementiert und verbessert hat (obwohl es natürlich bis Version 2.0 gedauert hat, bis es so richtig durchgestartet hat).

Im Vergleich zu DLSS liegt der Vorteil des neuen Features darin, dass Spiele DSR nicht explizit einbauen müssen, um es zu verwenden. Nvidia zufolge soll DLDSR einfach mit „den meisten Spielen“ funktionieren und sie optisch verbessern.

Das bedeutet, dass PC-Spieler mit einer leistungsfähigen Grafikkarte, die etwa auf einem 1440p-Monitor spielen, DLDSR einschalten können, um ein Spiel in 4K zu rendern, es wieder auf 1440p zu skalieren, aber die Details des höheren Bilds zu behalten. Kurz gesagt: Etwaige überschüssige Leistung der Grafikkarte wird verwendet, um die Bildqualität bei 1440p einen Schritt in Richtung 4K zu verbessern, ohne die Performance allzu sehr zu beeinflussen.

Nvidia erklärt, dass DLDSR wesentlich besser funktionieren wird, was Performance angeht, aber wir müssen die neue Technik erst in Aktion sehen, bevor wir endgültig darüber urteilen können.

Darren is a freelancer writing news and features for TechRadar (and occasionally T3) across a broad range of computing topics including CPUs, GPUs, various other hardware, VPNs, antivirus and more. He has written about tech for the best part of three decades, and writes books in his spare time (his debut novel - 'I Know What You Did Last Supper' - was published by Hachette UK in 2013).