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Meta's Quest 2 Spielothekengebühren machen den Konzern zum ersten Bösewicht des Metaverse

Das Meta-Logo auf einem Smartphone vor dem Facebook-Logo, das im Hintergrund etwas verschwommen ist
(Image credit: Shutterstock / rafapress)

Noch bevor der digitaler soziale Raum richtig durchstarten kann, wird Meta von einigen VR-Spieleentwicklern bereits als der Bösewicht des Metaversums angesehen - dank der steigenden Gebühren im Quest Store.

Jüngsten Berichten zufolge sind mehrere VR-SpieleentwicklerInnen unzufrieden mit dem 30%igen Anteil, den Meta an den Einnahmen aus dem Verkauf von Spielen über den Quest Store kassiert. Das ist der Hauptweg, über den die meisten SpielerInnen neue Quest 2-Spiele herunterladen (via Financial Times (opens in new tab)).

Dabei ist das in der Spielewelt nichts Neues. Metas 30 % Anteil ist so ziemlich derselbe wie auf anderen Plattformen wie de, Googles Play Store, Apples App Store und Valves Steam. Warum sind viele besonders verärgert über Meta und werfen dem Unternehmen Heuchelei vor?

Mark Zuckerberg, CEO von Meta, hat die Politik des App Stores schon früher sehr kritisiert und gesagt, dass der App Store durch sein Genehmigungsverfahren einen "einzigartigen Würgegriff darüber hat, was auf das Handy kommt".

Meta verteidigte seinen Schnitt und wies darauf hin, dass es im Gegensatz zu Android- und Apple-Smartphones relativ einfach ist, Apps über Drittanbieter-Stores auf seine Headsets herunterzuladen. Ein Beispiel dafür ist SideQuest (opens in new tab), das gerade ein Update erhalten hat, mit dem du eine VR-Version des Stores direkt auf deinem Headset installieren kannst. Die EntwicklerInnen haben sich jedoch dagegen gewehrt und argumentiert, dass diese anderen Stores nicht so bekannt sind wie Metas Quest Store. Wahrscheinlich zum Teil deshalb, weil nur Metas eigener Store standardmäßig auf den Quest 2 Headsets installiert ist.

Diese Beschwerden folgen auf ähnliche Probleme Anfang des Jahres, als bekannt wurde, dass Meta einen Anteil von fast 50 % an allen Verkäufen in Horizon Worlds einnehmen wollte. SchöpferInnen auf der Plattform müssten nicht nur die üblichen 30 % Gebühren aus dem Quest Store zahlen, sondern auch weitere 25 % des Restbetrags für den Verkauf über Horizon Worlds. Zusammengenommen bedeutet dies, dass die VerkäuferInnen von VR-Artikeln in Horizon Worlds nur 0,53 Dollar pro verkauftem Dollar einnehmen würden.

Wieder einmal wurde Meta vorgeworfen, frühere Aussagen zu verdoppeln, die es gemacht hat. Auf der Facebook Connect 2021, auf der das Unternehmen erstmals viele seiner Metaverse-Pläne öffentlich vorstellte, sagte Zuckerberg, dass das Unternehmen seine Dienste "weniger und nicht mehr kosten" wolle.

In Bezug auf den Aufbau digitaler Plattformen fügte er hinzu: "Ich bin zu der Überzeugung gelangt, dass die mangelnde Auswahl und die hohen Gebühren Innovationen ersticken, Menschen davon abhalten, neue Dinge zu entwickeln, und die gesamte Internetwirtschaft bremsen."

Können wir Spieler etwas tun?

Wie wir bereits gesagt haben, sind solche Praktiken nichts Neues und trotz der Bemühungen von Fans und gerichtlicher Auseinandersetzungen hat sich daran nichts geändert - vor allem nicht auf mobilen Plattformen. Aber hier haben wir vielleicht ein bisschen mehr Macht, um Meta in die Schranken zu weisen und so hoffentlich die Kosten für VR-Spiele zu senken.

Wie Meta schon sagte, haben Besitzer eines Quest 2-Headsets nicht nur eine Wahl, wenn sie neue VR-Titel kaufen wollen. Sicherlich hat SideQuest (opens in new tab) noch nicht alle der besten VR-Spiele auf seiner Plattform, aber wenn du diese kostenlose App herunterlädst, vergrößerst du seine Nutzerbasis. Das wiederum könnte dazu beitragen, größeren Entwicklern zu zeigen, dass die Quest Store-Alternative auch eine finanziell tragfähige Heimat für ihre VR-Projekte sein kann.

SideQuest bietet bereits jetzt einige großartige Erlebnisse zum Spielen an - viele davon sind kostenlos -, so dass du sofort davon profitierst, wenn du die App heute herunterlädst. Und mit der neuen Beta-Version der nativen Quest-Version (opens in new tab) ist es einfacher denn je, im Store zu stöbern und die Spiele herunterzuladen. Worauf wartest du noch?

William Schubert
William Schubert

William Schubert ist Freier Content Creator bei TechRadar Deutschland und für die Bereiche YouTube, Gaming, Filme und Serien und VR zuständig.


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