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Dieses Feature bräuchte das Google Pixel 7 Ultra, um das Samsung Galaxy S22 Ultra zu schlagen

Samsung Galaxy S22 Ultra
(Image credit: Future)

Einem Leak zufolge könnte das Google Pixel 7 ein Premium-Geschwisterchen bekommen - ich spreche nicht vom 7 Pro, sondern von einer anderen, möglicherweise sogar höherwertigen Alternative (opens in new tab).

Als Fotografie-Fan hat mich diese Nachricht sehr aufgeregt. Googles Smartphones sind regelmäßig auf der TechRadar-Liste der besten Kamerahandys (opens in new tab) zu finden, und wenn dieses hypothetische zukünftige Kraftpaket keine Rücksicht auf Dinge wie "Erschwinglichkeit" nehmen müsste, hätte es eine Chance, das Samsung Galaxy S22 Ultra (opens in new tab) vom Spitzenplatz zu verdrängen.

Aber wenn das passieren soll, muss Google eine Kamerafunktion des leistungsstarken Samsung Smartphones nachahmen - oder besser noch verbessern: Die Periscope-Zoom-Kamera.

Samsung's Periskop

Es gab viele Kamerafunktionen des Samsung Galaxy S22 Ultra, die ich gerne getestet habe: den Profi-Videoaufnahmemodus, das einfache Einzelbild-Tool, den wunderbaren Porträtaufnahmemodus und so weiter. Aber wenn ich an meine Testzeit mit dem Smartphone zurückdenke, sticht vor allem die Periskop-Zoomkamera hervor.

Samsung Galaxy S22 Ultra

Der Kamerabuckel des Samsung Galaxy S22 Ultra. (Image credit: Peter Hoffmann)

Diese Tele-Periskop-Kamera hatte einen 10-MP-Sensor mit 1,12 µm und ein 230-mm-Periskop-Objektiv mit Blende 4,9, das einen 10-fachen optischen Zoom gegenüber der "Hauptkamera" bot. Es wird verwendet, um weit entfernte Motive heranzuzoomen. 

Anfangs habe ich damit herumgespielt, um zu sehen, wie weit ich in einer Landschaft herumspringen kann, um entfernte Gebäude und Sehenswürdigkeiten aus der Ferne zu fotografieren, aber ich fand schnell heraus, dass es noch besser ist, um Vögel und Insekten zu fotografieren. Außerdem habe ich es für "Makroaufnahmen" von Blumen und Menschen benutzt, weil ich die Tiefenschärfe von Objektiven mit längerer Brennweite liebe.

Ich habe sogar angefangen, die 10fach-Zoom-Kamera für Porträtaufnahmen zu verwenden und sie in vielen Fällen dem eigentlichen Porträtmodus vorgezogen - auch wenn das oft bedeutete, dass ich mich weit vom Motiv entfernen musste.

Sollte das Google Pixel 7 Ultra also ohne eine solche Weitwinkelkamera auf den Markt kommen, werde ich es wahrscheinlich gar nicht erst in Erwägung ziehen - aber wenn es diese Art von Knipser bekommt, gibt es ein paar Probleme mit der Version des S22 Ultra, die Google beheben könnte.

Mit dem Pixel spielen

Die Zoom-Bilder des Samsung Galaxy S22 Ultra sahen zwar toll aus, aber ich habe trotzdem ein paar Schwachstellen entdeckt, die ich gerne in einem Nachfolge-Smartphone - oder einem Konkurrenzprodukt - beseitigt sehen würde.

An erster Stelle steht der Sensor. Mit 10 Megapixeln hast du nicht so viele Pixel für die Nachbearbeitung, und ich denke, ein größerer Sensor wäre gut gewesen, denn die Bilder waren ein wenig blasser, als sie hätten sein sollen. Vielleicht wäre eine größere und hochauflösende Alternative das Beste.

Eine Nahaufnahme der Rückkamera des Sony Xperia 1 IV

Der Kamerabuckel des Sony Xperia 1 IV. (Image credit: Sony)

Zweitens kann das Heranzoomen über große Entfernungen (vielleicht ist dein Motiv ein Himmelskörper wie der Mond) mit einem Smartphone schreckliche Nebeneffekte haben, besonders wenn du keine ruhigen Hände hast. Schon ein leichtes Wackeln kann dazu führen, dass du das Smartphone auf etwas ganz anderes als dein Motiv richtest. Bei großen Kameras ist dieses Problem nicht so ausgeprägt, da sie in der Regel besser in der Hand liegen und über eine integrierte Stabilisierung verfügen.

Vielleicht könnte Google den großen Zoom kopieren und eine digitale Stabilisierung einbauen, wenn du ganz nah herangezoomt bist. Viele Smartphones haben OIS für einige ihrer Zoom-Sensoren, so auch Samsung, aber sein Space Zoom ist nicht annähernd so stabil wie ähnliche Modi von anderen Marken wie Vivo - vielleicht könnte Google die Lösungen dieses Unternehmens kopieren.

Mein dritter Wunsch ist eine noch längere Brennweite, obwohl ich glaube, dass dieser Zusatz so nischenhaft wäre, dass Google ihn höchstwahrscheinlich nicht in Betracht ziehen wird. Ich kann mich nicht erinnern, jemals ein Smartphone mit einer Brennweite von mehr als 230 mm gesehen zu haben, und es würde wahrscheinlich ein so komplexes Periskop-Linsensystem erfordern, dass es sich für das Unternehmen einfach nicht lohnt. Aber man kann ja mal träumen.

Als Kompromiss für Menschen, die gerne zoomen, könnte Google vielleicht das Xperia 1 IV von Sony mit seinem variablen optischen Zoom nachahmen.

Beim Galaxy S22 Ultra ist der 10-fache Zoom optisch, aber bei 9,9-fachem Zoom bist du auf den digitalen Zoom angewiesen, da Smartphone-Kameras in der Regel feste Brennweiten verwenden und sich auf den digitalen Zoom verlassen, um die Lücken auszufüllen. Das ist bei Sonys neuestem Smartphone nicht der Fall, denn es kann zwischen 85 mm und 125 mm variieren.

Das ist allerdings nicht der größte Bereich und entspricht nur einem 5,2-fachen Zoom. Wenn Google dieses System übernehmen würde, aber den Zoom zwischen 190 mm und 230 mm variieren ließe, könnte es vielleicht das Beste aus den Flaggschiffen von Samsung und Sony vereinen.

Ich bin hier tief in das Gebiet der "Wunschliste" eingetaucht, aber da das Google Pixel 7 Ultra kaum in den Medien auftaucht, sind wir an diesem Punkt angelangt.

Wenn Google wirklich um den ersten Platz in unserer Rangliste der Kamera-Smartphones konkurrieren will, sollte es sich von Samsung ein Beispiel nehmen und das Periscope-Zoomobjektiv als erstes auf seine To-Do-Liste setzen.

Franziska Schaub ist Chefredakteurin bei TechRadar Deutschland und unter anderem verantwortlich für die Bereiche Smartphones, Tablets und Fitness.


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