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Apples AR/VR-Headset wird wohl ein unglaubliches Display haben

Eine Person, die ein allgemeines VR-Headset benutzt, ist beeindruckt von dem, was sie in VR sieht
Eine Person, die ein allgemeines VR-Headset trägt (Image credit: Shutterstock / Max kegfire)

Obwohl Apple sein erstes AR/VR-Headset noch nicht vorgestellt hat, gibt es bereits Gerüchte über die zweite Generation des Headsets. Wenn sie stimmen, könnte Apples Mixed-Reality-Nachfolgegerät ein unglaubliches Display haben, das die Quest 2 und die PSVR 2 in den Schatten stellen wird.

Es gibt schon lange Gerüchte, dass Apple ein Auge auf microOLED-Displays für seine AR/VR-Headsets geworfen hat. Bereits im Februar haben wir darüber berichtet, dass Apple hofft, diese Panels zusammen mit einem M1-Chip zu verwenden, um ein Headset zu entwickeln, das schlanker und energieeffizienter als seine Konkurrenten ist.

Jetzt berichtet Patently Apple (opens in new tab), dass das Unternehmen diese Art von Displays auch für sein zweites Headset verwenden will, allerdings mit ein paar Verbesserungen. Außerdem wird Apple für das zweite Headset offenbar von Sony- auf LG-Panels umsteigen. LG stellt derzeit unsere Lieblingsfernseher her - den LG C2 und den LG G2 - und wir sind sicher, dass das Unternehmen seine Erfahrung bei der Herstellung dieser Bildschirme in die Entwicklung von Apples Headset-Displays einbringen wird.

Aber LG wird nicht nur seine Erfahrung einbringen, sondern auch eine neue, von AP Systems entwickelte Display-Technologie verwenden. Apple hat bereits im Jahr 2021 ein Muster einer 3.000ppi Feinmetallmaske von AP Systems angefordert (via The Elec (opens in new tab)) und war von den Ergebnissen offenbar beeindruckt. Darüber hinaus arbeitet AP Systems derzeit an einem Projekt mit dem südkoreanischen Ministerium für Handel, Industrie und Energie, um bis 2024 4.000ppi-Displays für VR/AR-Geräte zu entwickeln.

Wenn dieses Ziel erreicht werden kann, würde es uns nicht überraschen, wenn das AR/VR-Headset der zweiten Generation von Apple diese neue Technologie in sein Design integriert. In diesem Fall würde Apple die Konkurrenz von Meta in den Schatten stellen: Das Quest 2 hat nur 773 ppi und Project Cambria soll 1230 ppi haben.

Mögliches Apple AR/VR Headset Design

Dieses Design wurde von The Information (opens in new tab) erstellt und basiert auf Berichten darüber, wie Apples AR/VR-Headset aussieht. (Image credit: The Information)

Dennoch solltest du diese Gerüchte mit Vorsicht genießen.

Zum einen wurde Apples erstes Headset noch nicht einmal angekündigt, sodass die zweite Generation noch einige Jahre entfernt ist. 

Eine weitere Möglichkeit wäre, dass Apple gar kein Headset der ersten Generation vorstellt, sondern das Gerät ganz aufgibt und sich aus dem AR/VR-Bereich zurückzieht.

Außerdem ist das erste Apple-Headset Berichten zufolge auf zahlreiche Entwicklungshindernisse gestoßen, was dazu geführt hat, dass sich das Design gegenüber der ursprünglichen Vision von Apple erheblich verändert hat. Auch beim zweiten Mal könnte das Entwicklungsteam von Apple vor ähnlichen Problemen stehen. Auch Apples Zulieferer (AP Systems und LG) spielen bei der Entwicklung der neuen Displays eine Rolle. Sollte es bei ihrer Arbeit zu Rückschlägen kommen, wird es keine 4.000ppi-Panels geben, die Apple verwenden könnte, selbst wenn sie das wollten.


Analyse: Wie gut wird Apples Headset-Display sein?

Es ist schön und gut zu sagen, dass das Apple-Headset Gerüchten zufolge eine höhere Pixeldichte haben wird, aber warum sollte uns das interessieren?

VR-Headset-Displays können unter dem sogenannten Screen-Door-Effekt leiden. Da Bildschirme nur aus einer sich wiederholenden Reihe von LEDs bestehen, kann man aus nächster Nähe dunkle Linien auf dem Bildschirm erkennen, die durch den Abstand zwischen den Pixeln entstehen.

In der VR befindet sich der Bildschirm direkt vor deinem Gesicht, so dass der Screen-Door-Effekt viel deutlicher zu sehen ist. Gleichzeitig kann er aber auch sehr auffällig sein und dich ständig daran erinnern, dass du dich tatsächlich in einer virtuellen Welt befindest.

Hier kommt die höhere Pixeldichte ins Spiel.  Wenn du mehr LEDs in eine Anzeigefläche packen kannst, schrumpft der Abstand zwischen den Pixeln, bis er nicht mehr wahrnehmbar ist.

Weißer Labrador Retriever steht draußen hinter einem Türgitter

Der Screen-Door-Effekt, der durch die sich wiederholende Anordnung von Pixeln in modernen Bildschirmen verursacht wird, kann den Eindruck erwecken, als würdest du durch ein Fliegengitter schauen. (Image credit: Shutterstock / GnimStudios)

Darüber hinaus ermöglichen Displays mit höherer Pixeldichte Apple, höhere Auflösungen und beeindruckendere Bilder auf kleineren Bildschirmen zu erzeugen.

Allerdings könnte Apple damit schon ein bisschen zu weit gehen.

Eine höhere Anzahl von Pixeln pro Zoll hilft Apple, ein anderes Ziel zu erreichen: Pixel per degree (ppd) - das ist die Anzahl von Pixeln pro Grad des Sehens. Unsere Augen können nichts über 60ppd wahrnehmen, also ist das das Ziel, das Meta und Apple mit ihren Headsets erreichen wollen.

Die Quest 2 liegt derzeit bei 21ppd und sehr groben Schätzungen zufolge wird Project Cambria um die 33ppd erreichen. Wenn wir die gleichen Annahmen wie bei der Berechnung der Pixeldichte von Cambria zugrunde legen (Brennweite und Displaygröße der Headsets sind identisch mit denen des Quest 2), wird Apple bei einem 3.000ppi-Headset etwa 80ppd und bei einem 4.000ppi-Headset über 100ppd erreichen.

Projekt Cambria VR-Headset

Kann sich Metas Project Cambria Headset gegen das Konkurrenzprodukt von Apple und seine beeindruckenden technischen Daten durchsetzen? (Image credit: Meta)

Wie gesagt, das ist nur eine sehr grobe Schätzung. Das Apple-Gerät soll viel schlanker als die Quest 2 werden, daher können wir schon jetzt davon ausgehen, dass es eine andere Brennweite haben wird. Aber es gibt einen ungefähren Hinweis darauf, wie viel beeindruckender Apples Geräte sein könnten.

Wir müssen nur abwarten, bis Apple eine offizielle Ankündigung macht, bevor wir wissen, wie die Gerüchte und unsere Schätzungen zusammenpassen. Aber wenn Apple sein Headset endlich vorstellt, könnten wir uns auf etwas Besonderes gefasst machen.

William Schubert ist Freier Content Creator bei TechRadar Deutschland und für die Bereiche YouTube, Gaming, Filme und Serien und VR zuständig.


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