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Ja, das Nothing Phone (1) ist ein Flaggschiff - sieh dir nur das Pixel 5 an

Das Nothing Phone (1) in Weiß, schräg gegenüber dem Google Pixel 5 in Salbei-Grün
(Image credit: Nothing, Google)

Das Debüt-Smartphone des Startups Nothing kommt zwar erst am 12. Juli auf den Markt, aber - typisch für Unternehmen, die vom CEO und Mitgründer Carl Pei geleitet werden - wurden in den letzten Monaten immer wieder offizielle Details zum Phone (1) bekannt gegeben.

Nothing hat bereits ein Datum für die Markteinführung des Phone (1) (opens in new tab) genannt, das auffällige Design mit der transparenten Rückseite und der leuchtenden "Glyph"-LED-Anordnung vorgestellt, bestätigt, dass es nicht (opens in new tab) in den USA auf den Markt kommen wird, den Fans einen Vorgeschmack auf das Nothing OS gegeben und am 29. Juni bestätigt, dass das Smartphone mit einem Snapdragon 778G+ SoC (opens in new tab) laufen wird.

Der Nothing-Ansatz

Man könnte meinen, dass es für ein Unternehmen, das das Smartphone neu erfinden will, nicht gut ist, wenn es sein erstes Handy mit Silicon aus der Mittelklasse ausstattet, vor allem wenn man es mit den besten Smartphones (opens in new tab) auf dem Markt vergleicht. Es ist jedoch an der Zeit, dass du diesen Vergleich nicht mehr anstellst.

Der Archetypus des Flaggschiff-Smartphones bietet in der Regel "das Beste", was ein Hersteller aufbieten kann: von der Display-Qualität über die Kamerafähigkeit, die Ladegeschwindigkeit bis hin zur erstklassigen Verarbeitungsqualität und der Spitzenleistung.

Ein Snapdragon 778G+ Chipsatz ist vielleicht nicht der beste Prozessor auf dem Markt oder sogar das leistungsstärkste Modell der aktuellen 7er-Serie (das wäre der Snapdragon 7 Gen 1), aber das muss er auch nicht sein. Heutzutage sind die meisten Silicons in der Mittelklasse so leistungsfähig, dass sich die Qualität und die flüssige Bedienung nicht mehr von den robusteren (und teureren) Spitzen-SoCs von Qualcomm, MediaTek und Samsung unterscheiden lassen.

Von den Profis lernen

Nothing ist bereits transparent (kein Wortspiel beabsichtigt), was die Absicht des Phone (1) als Zentrum eines Ökosystems angeht - dessen Umfang sich nach der Veröffentlichung des Smartphones allmählich herausstellt. Dieser Ansatz, gepaart mit der Hardware, über die wir bereits wissen, dass sie im Gerät zum Einsatz kommen wird, erinnert mich an ein anderes hochkarätiges Smartphone: nicht das iPhone, sondern das Pixel 5 von Google.

Das Pixel von Google aus dem Jahr 2020 galt bei seiner Einführung als Flaggschiff und musste sich mit dem Besten messen, was die Konkurrenz zu bieten hatte. Es verfügte zwar nicht über ein so hochauflösendes Display wie der damalige Platzhirsch von Samsung oder ein so leistungsstarkes Innenleben wie das iPhone 12, das im selben Jahr auf den Markt kam, aber diese "Unzulänglichkeiten" machten es nicht weniger zu einem Flaggschiff, zumindest in den Augen der Nutzer.

Wie das Nothing Phone (1) lief auch dieses Smartphone mit der Snapdragon 7-Serie - dem Snapdragon 765G, der damals auch in anderen Flaggschiff-Geräten wie dem LG Wing zum Einsatz kam - und lieferte ein hervorragendes Nutzererlebnis, das durch die saubere Umsetzung von Android und die integrierte Smart-Home-Funktionalität im Schnelleinstellungsmenü unterstützt wurde.

Inzwischen ist Google zwar von Qualcomms Hardware abgerückt, aber die selbst entwickelten Tensor-Chips, die das aktuelle Pixel 6 (opens in new tab) und das Pixel 6 Pro (opens in new tab) antreiben, bieten ebenfalls ein robusteres Nutzererlebnis als rohe Leistung oder Gaming-Fähigkeiten.

Eine Entscheidung, die nicht leichtfertig getroffen wird

In seinem Interview mit Input (opens in new tab) bestätigte Pei nicht nur den Platz des Snapdragon 778G+ im Datenblatt des Nothing Phone (1), sondern begründete die Entscheidung des Teams für diese spezielle Hardware auch mit "Leistung, Stromverbrauch und Kosten". Stärkere Chips würden " weniger Gewinn abwerfen".

Diese letzte Aussage könnte sich für Nothing rächen, vor allem, wenn das Unternehmen in Zukunft ein Gerät mit höherwertiger Hardware auf den Markt bringt. Der Ansatz, der mit dem Phone (1) verfolgt wird, scheint jedoch durchdacht und selbstbewusst zu sein, und wenn das Endergebnis dem des Pixel 5 ähnelt, ist es absolut richtig.

Zum Glück müssen wir nicht mehr lange warten, bis wir das Phone (1) in die Hand nehmen können, aber in der Zwischenzeit gibt es eine ganze Reihe anderer Top-Android-Smartphones (opens in new tab), die für diejenigen interessant sein könnten, die gerade auf dem Markt unterwegs sind.

Franziska Schaub
Franziska Schaub

Franziska Schaub ist Chefredakteurin bei TechRadar Deutschland und unter anderem verantwortlich für die Bereiche Smartphones, Tablets und Fitness.


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