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RTX 3060: Nvidia entsperrt versehentlich Kryptomining

Nvidia GeForce RTX 3060
(Image credit: Future)

Ein Beta-Treiber-Update von Nvidia deaktiviert anscheinend versehentlich den Hashrate-Limiter, der bei RTX 3060-Grafikkarten eingesetzt wurde, und macht damit die Bemühungen des Unternehmens zunichte, Kryptomining inmitten einer anhaltenden GPU-Knappheit zu unterbinden.

Laut The Verge erlaubt Nvidias GeForce 470.05 Beta-Treiber es Nutzern offenbar, Ethereum mit der maximalen Hashrate zu minen, ohne den Treiber überhaupt verändern oder am BIOS herumspielen zu müssen. Über die Freischaltung des Hashrate-Limiters wurde zuerst vom japanischen Portal PC Watch berichtet, wurde aber inzwischen auch von anderen Portalen wie Hardwareluxx bestätigt.

Inzwischen hat sich Nvidia zur Situation geäußert. Bryan Del Rizzo, Nvidias Director of Global PR, GeForce, erklärt gegenüber TechRadar: „Ein Entwicklertreiber enthielt versehentlich Code für die interne Entwicklung, der den Hashrate-Limiter der RTX 3060 in einigen Konfigurationen entfernt. Der Treiber wurde entfernt.“

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Der Beta-Treiber, der es Entwicklern ermöglichen soll, die Leistung der RTX 3060-Karten auf dem Linux-Subsystem von Windows zusammen mit anderen allgemeinen Funktionen zu testen, ist eindeutig nicht das, was Nvidia beabsichtigt hat. Der viel diskutierte Hashrate-Limiter, zusammen mit der Einführung der neuen Kryptomining-Prozessoren (CMPs) des Unternehmens diesen Monat, sind ein Versuch des Unternehmens, die überwältigende Nachfrage nach Ampere-Karten unter Gamern und PC-Enthusiasten zu befriedigen.

In den Monaten seit dem Launch der RTX 3070-, RTX 3080- und RTX 3090-Karten war es außerordentlich schwierig, Lagerbestände dieser Karten zu finden. Viele machen den Anstieg der Kryptowährungspreise dafür verantwortlich, dass die leistungsstarken neuen GPUs, die fürs Kryptomining unerlässlich sind, einen Goldrausch ausgelöst haben.