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Die mobile Portierung der GTA-Trilogie verschiebt sich - und das ist auch gut so

Der Hauptcharakter des Ablegers GTA: San Andreas CJ muss sich in Los Santos durchschlagen.
(Image credit: Rockstar Games)

Im vergangenen Finanzbericht deutete Publisher Take-Two auf eine Verschiebung des Releasezeitpunktes für die mobile Portierung von Grand Theft Auto: The Trilogy - The Definitive Edition hin. 

Die Remastered-Version der Triologie umfasst die beliebten Teile GTA 3, Vice City sowie San Andreas und wurde bereits im vergangenen Jahr für diverse Plattformen veröffentlicht. Die Sammlung erschien hierbei für PC, PlayStation 5, Xbox Series X sowie S, Nintendo Switch und die Last-Gen-Konsolen von Sony und Microsoft. Rockstar kündigte zudem an (opens in new tab), dass in der ersten Hälfte des aktuellen Jahres zudem das Erscheinen einer mobilen Version für Android und iOS geplant sei. 

Infos aus einem aktuellen Finanzdokument (opens in new tab) sprechen jedoch von einem Release im kommenden Geschäftsjahr, weswegen die Veröffentlichung sich bis April 2023 verschieben könnte (opens in new tab). Rockstar müsste ohnehin das Spiel schon im kommenden Monat auf den Markt bringen, insofern das Team sein ursprüngliches Veröffentlichungsfenster einhalten will. Da es in der vergangenen Zeit bezüglich des Marketings hierzu jedoch relativ ruhig war, würde ich eher nicht von einem solchen Fall ausgehen.

Gut Ding will Weile haben.

Die Optik der Remastered-Kollektion ist, wie am Beispiel des Screenshots aus Vice City ersichtlich, definiv gewöhnungsbedürftig.

(Image credit: Rockstar Games)

Der spätere Release der mobilen Portierung dieser GTA-Klassiker muss aber nicht zwangsweise schlecht sein. Insbesondere, wenn man noch immer den zuweilen desolaten Zustand der Release-Fassung für PC und Konsolen im Hinterkopf hat. 

Eine Reihe technischer Probleme beeinträchtige die Performanz des Spiels und sorgte für Stabilitätseinbrüche und Abstürze in den frühen Patch-Versionen der Trilogie. Auch bezüglich des gewählten Grafikstils gab es einige Unstimmigkeiten bei den Fans der Spielereihe: Die Charaktermodelle wurden ebenso wie einige klassische Schauplätze umgestaltet. Die Änderung entsprach zwar in gewisser Hinsicht der stilisierten Übertreibung aus den Originalspielen, führte die Sammlung allerdings hin zu einem visuellen Level, welches viele Fans unzufrieden stimmte.

Rockstar entschied sich zudem dazu, die Originalspiele infolge der Einführung der Remastered-Trilogy aus seinem Online-Shop zu nehmen, womit man in das nächste Fettnäpfchen trat. Rockstar war entlang dieser diversen Fehlentscheidungen schließlich gezwungen einen Rückzieher zu machen, entschädigte Spieler mit einem kostenlosen Spiel und entschuldigte sich (opens in new tab) öffentlich für den unwürdigen Zustand seiner Evergreen-Sammlung.

Vier Monate nach dem ursprünglichen Release veröffentlichte Rockstar für die Sammlung ein umfangreiches Update und optimierte so deutlich die Leistung. Entlang des Patches wurden zahlreiche Bugs entfernt und Stabilitätsverbesserungen eingeführt, die endlich viele der gravierenden technischen Fehler behoben, welche das Spiel seit seiner Veröffentlichung befallen hatten.

Angesichts des holprigen Starts ist eine Verzögerung der mobilen Variante der GTA-Trilogie folglich weniger enttäuschend. Rockstar sollte sich mehr Zeit für die Entwicklung nehmen, sodass die Sammlung schließlich einen besseren Start auf iOS- und Android-Geräten hinlegen kann. Spätestens, wenn wir uns auf dem Tablet ruckelfrei durch die Grove Street bewegen, werden wir es dem Team danken.

Mit Sicherheit ist eine solche Grundhaltung für die Releases und Verschiebungen in diesem Jahr von Vorteil. Auch Bethesda gab zuletzt die Verzögerung der Veröffentlichung von Starfield ins Jahr 2023 (opens in new tab) bekannt. Für Fans ist eine solche Nachricht zwar vorerst unschön und mitunter enttäuschend, gleichzeitig verbirgt sich dahinter jedoch auch die Botschaft, dass weiter aktiv daran gearbeitet wird die Qualität des Spiels zu verbessern und den Käufern so das bestmögliche Produkt zu liefern. Und wer kann schon wirklich lange darüber Böse sein?

Als Redakteur bei TechRadar Deutschland beschäftigt sich Christian Schmidt primär mit den Themen Gaming sowie PC-Hardware.



Erreichbar ist Christian unter der Mailadresse cschmidt[at]purpleclouds.de.

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