Dein Disney Plus-Abo wird teurer - und die Werbung ist schuld daran

Disney Plus
(Bildnachweis: AFM Visuals / Shutterstock)

Disney hat angekündigt, den Preis für ein Disney Plus-Abonnement in den USA im Zuge des Launches ihres neuen werbefinanzierten Abonnements am 8. Dezember zu erhöhen, das 7,99 $ pro Monat kosten wird (also genauso viel wie ein bestehendes Disney Plus-Abonnement). Der Preis für die werbefreie Version des Dienstes wird von 79,99 $ auf 10,99 $ pro Monat bzw. 109,99 $ pro Jahr steigen, wie die Unternehmenschefs auf einer kürzlich abgehaltenen Bilanzkonferenz (Öffnet sich in einem neuen Tab)bekannt gaben.

Kunden außerhalb der USA scheinen vorerst von der Preiserhöhung verschont zu bleiben, aber wir vermuten, dass die geplante Einführung von Disneys werbefinanziertem Dienst im Jahr 2023 zu entsprechenden Preiserhöhungen auf der ganzen Welt führen wird. Wir haben Disney um weitere Informationen gebeten. Das Unternehmen teilte uns mit, dass es "im Moment keine Informationen zu den internationalen Märkten hat".

US-Abonnenten, die ein Disney Plus-Jahresabonnement im Voraus bezahlt haben, werden von der Preiserhöhung erst am nächsten Zahlungstermin betroffen sein. Das heißt, solange dieser nach dem 8. Dezember liegt. 

Auch Hulu und ESPN Plus werden für US-Kunden teurer. Am 10. Oktober steigt der Preis für die Standardversion von Hulu von 12,99 $ pro Monat auf 14,99 $ und für die werbefinanzierte Version von 6,99 $ pro Monat auf 7,99 $. ESPN Plus wird am 23. August von 6,99 $ auf 9,99 $ erhöht, während das Disney Bundle (das werbefreie Disney Plus, werbefreie Hulu und werbeunterstützte ESPN Plus Abonnements umfasst) ebenfalls auf 19,99 $ pro Monat steigt (von 13,99 $).

Moon Knight steht alleine da, nachdem er einige Feinde in seiner Marvel Serie verprügelt hat

Marvels Disney Plus-Sendungen wie Moon Knight haben Disney Plus im Jahr 2022 zu Millionen von Abonnenten verholfen (Image credit: Marvel Studios)

Obwohl Disney Plus im dritten Quartal 2022 mehr als 14 Millionen Abonnenten hinzugewonnen hat und damit auf beeindruckende 152 Millionen gestiegen ist, haben die steigenden Produktions- und Programmkosten nach Angaben der Unternehmensleitung zu höheren Betriebsverlusten als in den vergangenen Quartalen geführt.

"Wir sind nach wie vor zuversichtlich, dass Disney Plus im Geschäftsjahr 2024 die Gewinnzone erreichen wird", sagte Christine McCarthy, Finanzchefin von Disney, während der jüngsten Bilanzpressekonferenz. 

Disney Plus mit Werbung: Was hat es damit auf sich? 

Disneys lange angekündigter werbefinanzierter Tarif wurde am 8. Dezember in den USA für 7,99 Dollar pro Monat eingeführt (er wird nicht als Jahrestarif erhältlich sein) - aber was hat es damit auf sich?

Laut Disney bietet der neue Tarif den Verbrauchern eine größere finanzielle Auswahl und eine "geringere Werbebelastung und -frequenz, um den Zuschauern ein großartiges Erlebnis zu bieten". 

Diese Behauptung wurde Anfang des Jahres bestätigt, als Berichte auftauchten, die besagten, dass Disneys werbefinanziertes Angebot die Werbezeit auf vier Minuten pro Stunde begrenzen und die Werbung ganz unterbinden wird, wenn kleine Kinder über die kinderfreundlichen Benutzerprofile der Plattform zuschauen. Disney bestätigte letzteres in seiner jüngsten Gewinnmitteilung.

Ein Mann hält eine Fernbedienung in Richtung eines Bildschirms, der das Disney Plus-Logo zeigt

Disneys werbefinanziertes Angebot auf Disney Plus schränkt Werbung ein, wenn kleine Kinder zuschauen (Image credit: Shutterstock / Ivan Marc)

Zum Vergleich: Disneys anderer Streamingdienst (Öffnet sich in einem neuen Tab), Hulu, schaltet bis zu 12 Minuten Werbung pro Stunde, während NBCs Peacock fünf Minuten Werbung schaltet. Im Kabelfernsehen werden die Zuschauer normalerweise mit etwa 20 Minuten Werbung pro Stunde bombardiert. 

Mit einer Obergrenze von vier Minuten pro Stunde würde Disneys werbefinanziertes Angebot mit dem von HBO Max gleichziehen, das im Juni 2021 sein eigenes, günstigeres Abonnementpaket auf den Markt brachte. 

Trotz des jahrelangen öffentlichen Widerstands gegen die Einführung von Werbung in sein Geschäftsmodell hat Netflix vor kurzem eingeräumt, dass es ebenfalls beabsichtigt, "Anfang 2023" ein werbefinanziertes Abo-Angebot einzuführen. Einige Filme und Serien werden jedoch nicht in das Angebot aufgenommen, zumindest nicht am Anfang. 

Es ist noch nicht klar, welche inhaltlichen Vorgaben Disney für sein werbefinanziertes Abo plant, aber die Bestätigung einiger ziemlich heftiger Preiserhöhungen in seinem Streaming-Portfolio wird den zunehmend sparsamen Abonnenten sicher sauer aufstoßen, vor allem in einem Klima, in dem die Lebenshaltungskosten in vielen Regionen stark steigen. 

Netflix hat aufgrund der steigenden Lebensmittel- und Treibstoffpreise bereits einen Rückgang seiner Abonnentenzahlen hinnehmen müssen. Man muss sich also fragen, ob Disney darauf vorbereitet ist, dass seinem Dienst ein ähnliches Schicksal droht.

Wenn du mehr über Disney Plus wissen willst: Der neueste Predator-Film, Prey (Öffnet sich in einem neuen Tab), hat gerade einen neuen Weltrekord auf Disney Plus und Hulu aufgestellt.

Christopher Barnes
Redakteur

Ich bin Chris und beschäftige mich für TechRadar vor allem mit den Bereichen Filme/ Serien, TV, Grafikkarten und Gaming - im Speziellen alles rund um Xbox. Ursprünglich habe ich in Stuttgart Film- und Fernsehtechnik sowie Drehbuch-Schreiben studiert. Da ich allerdings nicht nur schon immer großer Filmliebhaber, sondern auch leidenschaftlicher Gamer war und es zudem liebe zu schreiben, habe ich mich für den Journalismus in diesem Bereich entschieden. 


Erreichbar bin ich unter der Mail-Adresse cbarnes[at]purpleclouds.de

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