Das neueste RPG von Square Enix fällt auf Steam unter 10 Spieler

Ein Wächter in Babylons Fall, der mit einem Schwert angreift
(Bildnachweis: Square Enix)

Babylon's Fall, das neueste Koop-Action-RPG von Square Enix und Platinum Games, hatte bei seinem Start im vergangenen März Schwierigkeiten, ein Publikum anzuziehen, und ist auf dem PC erstmals unter die Marke von 10 gleichzeitigen Spielern gefallen 

Wie die Game-Tracking-Website SteamCharts (Öffnet sich in einem neuen Tab) zeigt, starteten am 13. April nur acht Spieler Babylon's Fall auf Steam und markierten damit einen neuen Tiefpunkt für das kränkelnde Spiel. Bei Redaktionsschluss spielten gerade mal 93 Personen und in den letzten 30 Tagen waren es durchschnittlich nur 149 Spieler gleichzeitig.

Seit dem Start des Spiels Anfang März haben sich die Spieler von dem Spiel abgewandt. Am Tag nach der Veröffentlichung erreichte es mit nur 1.188 Spielern seinen Höchststand. Auch die Kritiker waren nicht gerade freundlich und vergaben niedrige Bewertungen für das Spiel. Auf Metacritic wird es derzeit als die zweitschlechteste Veröffentlichung des Jahres (Öffnet sich in einem neuen Tab) und als das am schlechtesten bewertete PS5-Spiel (Öffnet sich in einem neuen Tab) aufgeführt.

Auch das Veröffentlichungsdatum hat dem Spiel keinen Gefallen getan. Da es kurz nach Horizon Forbidden West (Öffnet sich in einem neuen Tab) und weniger als eine Woche nach Elden Ring (Öffnet sich in einem neuen Tab) erschien, stand es schnell im Schatten der anderen großen Triple-A-Veröffentlichungen.

Hat der Fall Babylons eine Zukunft?

Inzwischen hat sich Square Enix jedoch ausdrücklich zur Zukunft des Spiels geäußert und betont, dass seine Langlebigkeit nicht in Gefahr ist.

"Es gibt keine Pläne, den Umfang der Entwicklung von Babylon's Fall zu reduzieren", hieß es letzten Monat in einer Erklärung (Öffnet sich in einem neuen Tab) auf dem offiziellen Twitter-Account des Spiels.

"Die Inhalte bis zum Ende von Staffel 2 sind jetzt praktisch abgeschlossen und wir haben mit der Arbeit an Staffel 3 und darüber hinaus begonnen", hieß es weiter.

"Wir werden auch weiterhin neue Inhalte für das Spiel bereitstellen und Verbesserungen vornehmen, die auf dem Feedback der Spieler basieren, um bestehende Spieler zu halten und neue Spieler anzulocken."

Der Verlag hat außerdem eine Umfrage veröffentlicht (Öffnet sich in einem neuen Tab), in der die Fans gefragt wurden, wie Babylon's Fall verbessert werden könnte. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Benutzeroberfläche und die Grafik des Spiels gelegt, die bewusst an die Pinselführung von Ölgemälden angelehnt ist. Sie fragten die Spieler, welche Funktionen sie dazu bewegen würden, das Spiel weiterzuempfehlen und ob sie dies eher tun würden, wenn die Grafik verbessert worden wäre.

Ein Wächter im Kampf gegen einen Boss in Babylon's Fall

(Image credit: Square Enix)

Square Enix wird wahrscheinlich von den Verkaufszahlen von Babylon's Fall enttäuscht sein, aber die magere Spielerzahl untergräbt auch das Geschäftsmodell des Spiels mit Live-Service. Das als kooperatives Multiplayer-Action-Rollenspiel angepriesene Spiel wurde mit einer Saison von Erweiterungsinhalten sowie einer Menge Mikrotransaktionen und optionalen Käufen eingeführt. 

Ohne eine große Spielerzahl wird es schwierig sein, ein Team zusammenzustellen, das die zusätzlichen Inhalte durchspielt. Und ohne eine engagierte Spielerbasis werden zukünftige DLC-Saisons wahrscheinlich nicht den Ertrag bringen, den Square Enix sich erhofft. Der Verleger hat vielleicht eine lange Lebensdauer für Babylon's Fall geplant, aber wenn die Spielerzahl nicht steigt, könnte diese kurz ausfallen.

Babylon's Fall ist nicht das einzige Triple-A-Spiel, das in letzter Zeit Schwierigkeiten hatte, eine funktionierende Spielerbasis zu erhalten. Bei Battlefield 2042 (Öffnet sich in einem neuen Tab) haben sich viele Fans abgesetzt, weil sie von den ständigen Fehlern und den langsamen Updates enttäuscht waren. Der Multiplayer-Shooter von Dice hat inzwischen weniger als 1.000 gleichzeitige Spieler auf Steam, so dass viele auf einen Indie-Battlefield-Klon ausweichen.

William Schubert
Freelancer - Content Creator

William Schubert ist Freier Content Creator bei TechRadar Deutschland und für die Bereiche YouTube, Gaming, Filme und Serien und VR zuständig.


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