Im Test: Elden Ring

Ein fantasievoller Fantasy-Epos der euer Können unter Beweis stellen wird.

Ein Eldenring-Krieger kämpft gegen einen knorrigen Boss
(Image: © Bandai Namco Entertainment)

TechRadar Fazit

Elden Ring ist eine wahre Herausforderung. FromSoftware beweist ein weiteres Mal, dass Spiele mit hohem Schwierigkeitsgrad gefragt sind. Die Geschichte ist spannend erzählt und macht Lust auf mehr. Zwar ist Elden Ring einsteigerfreundlicher als seine Vorgänger, aber trotzdem kann man das Spiel Einsteigern nur schwer empfehlen. Fans von FromSoftware kommen hingegen voll auf ihre Kosten und haben mit dem Spiel sehr wahrscheinlich den Spaß ihres Lebens.

Pros

  • +

    Reichhaltige offene Welt

  • +

    Harte Kämpfe

  • +

    Abwechslungsreich

Cons

  • -

    Schwierig für Anfänger

  • -

    Leistungsprobleme (Besonders auf dem PC)

  • -

    Grafik könnte besser sein

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Information zu dem Review

Spielzeit: Etwa 32+ hours

Platform: PC & PS5

FromSoftware hat sich einen Namen in der Branche durch Titel wie Dark Souls und Bloodborne gemacht. Die Spiele zeichnen sich dadurch aus, dass sie einen hohen Schwierigkeitsgrad haben und euch an den Rand der Verzweiflung bringen. Der Erfolg spricht für das Entwicklerstudio, denn offensichtlich gibt es einen großen Markt an Gamer, die es liebt gegeißelt zu werden.

In "Elden Ring" befindet ihr euch in den Zwischenlanden, die durch den zerbrochenen Eldenring zerstört worden sind. Wo Chaos ist, da ist auch ein Machtvakuum und verschiedene Fraktionen versuchen die Situation für sich zu nutzen. Daher kannst du dich auf den Kampf gegen verschiedene Gegner und Bosse aller Art einstellen.

Elden Ring Preis und Releasedatum

  • Was ist es? Ein Open-World-Fantasy-Action-RPG
  • Erscheinungdatum? 25. Februar 2022
  • Womit kann ich es spielen? PC, PS5, Xbox Serie X/S, PS4, Xbox One
  • Preis: 64,99€ (PS5), 53,98€ (PC)

Sterben gehört zum Konzept

Elden Ring tips

(Image credit: Bandai Namco Entertainment)

Es ist absolut notwendig, dass man den Hype um Elden Ring nicht falsch versteht, denn die Zielgruppe ist eindeutig nicht der klassische Casual-Gamer. Das Spiel ist für Leute gedacht, die eine echte Herausforderung suchen und die Spaß daran haben, dass ihnen während den Kämpfen der Angstschweiß auf der Stirn steht. Der Reiz dieser Spiele besteht darin, Gegnertypen zu analysieren und den Kampf bis ins letzte Detail zu meistern. Häufiges Sterben gehört zum Konzept. Wer das zu frustrierend findet, der sollte eher die Finger von Elden Ring lassen. Zwar hat FromSoftware diesmal wenigstens regelmäßige Tutorial-Pop-ups eingebaut, aber selbst mit diesem Feature, musst du eine ganze Menge selbst herausfinden.

Was euch Elden Ring an Möglichkeiten bietet und ist immens und hier lässt sich bereits eine der ersten Hürden für Neulinge erkennbar. Man kann von dieser Fülle an Möglichkeiten leicht überfordert sein. Selbst nach vielen Stunden Playtime hört die Karte einfach nicht auf zu wachsen und neue Gebiete zu zu präsentieren. 

Glücklicherweise bekommst du recht zügig ein Schlachtross namens Sturmwind zur Seite gestellt, welches dir das Reisen deutlich erleichtert. Du kannst übrigens auch zügig in den berittenen Kampf gehen und deine Feinde auf diese Weise besiegen.

Es wäre unfair, wenn man die Spiele von FromSoftware nur auf ihren Schwierigkeitsgrad reduzieren würde. Elden Ring lässt dir in dieser Beziehung durchaus einige Freiheiten, denn wenn ein Endgegner unmöglich erscheint, kannst du eben anderswo Fortschritte machen. Komme mit besserer Ausrüstung und Kampferfahrung zurück und versuche es erneut. Es ist immer nützlich zunächst Wege zu finden, die Herausforderung zu umgehen. Elden Ring bietet dir durch die Open World zahlreiche Möglichkeiten, das zu tun.

Ein Funken Hoffnung

Ein Krieger marschiert durch Elden Ring

(Image credit: Bandai Namco Entertainment)

Während in FromSoftware's anderen Spielen, die präsentierte Welt dem Untergang unweigerlich geweiht ist, ist das in Elden Ring doch ein wenig anders. Hier gibt es einen kleinen Funken an Hoffnung, diesen Untergang zu verhindern. Ehrlich gesagt kann ich euch die Frage nicht wirklich beantworten, was genau der rote Faden von Elden Ring ist, aber die Story bleibt mysteriös genug, um mich bei der Stange zu halten. Die Nebenquests machen zwar Spaß, allerdings fühlen sich diese nicht sonderlich wichtig für den Progress an und dienen diesem nicht so unmittelbar, wie man es vielleicht von anderen Spielen gewohnt ist. Die Welt ist aber in ihrem Aufbau übersät mit vielen Geheimnissen und Quests, die es zu entdecken gilt.

Wer auf ausgefuchste Fantasywelten steht, in denen es viel zu entdecken gibt und hinter jeder Ecke eine neue Gefahr lauern könnte, der ist in der Welt von Elden Ring genau richtig. Einen grafischen Leckerbissen darf man an dieser Stelle allerdings nicht erwarten. Weder auf der PS5 noch auf dem PC sieht Elden Ring nach einem Spiel aus, was 2022 erschienen ist. 

Hidetaka Miyazaki hab auch in einem Statement (Öffnet sich in einem neuen Tab) zu, dass die Grafik nicht die höchste Priorität bei FromSoftware habe. Das Spiel zeichne sich eher durch seinen unvergleichlichen Artstil aus. Der Ansatz ist verständlich und trotzdem muss sich mit Elden Ring mit anderen Open World Spielen wie Horizon Forbidden West (Öffnet sich in einem neuen Tab) in diesem Punkt messen.

Performance-Probleme gab es hauptsächlich auf dem PC, diese waren nicht spielentscheidend aber wir hatten hin und wieder einige Bildaussetzer. Dennoch sind diese Einbrüche während eines Kampfes gegen einen Boss sehr unschön. Publisher Bandai Namco und FromSoftware haben Leistungspatches veröffentlicht, um diese Probleme zu beheben. Auf der PS5 sind diese Probleme nicht aufgetaucht.

Elden Ring

(Image credit: Bandai Namco Entertainment)

Wer ein eingesessener Fan der FromSoftware Spiele ist, wird sich in Elden Ring schnell heimisch fühlen. Die Kämpfe gewohnt fordernd und ausgefeilt. Das wichtigste ist, dass du deine Ausdauer einteilst und den Gegner im richtigen Moment attackierst. Ausweichen ist das oberste Gebot, denn sobald du getroffen wirst purzeln die Lebenspunkte ordentlich nach unten. Wer den absoluten Nervenkitzel sucht, kann sich auf das Blocken mit dem Schild konzentrieren, um mächtige Konter auszuführen. Allerdings erfordert das einiges an Übung.

Möchtest du deinen Charakter verbessern, hilft dir dabei das Skillsystem. Egal, ob du lieber mit klassischen Waffen kämpfst oder den Zauberstab durch die Lüfte schwingst. Worauf du dich spezialisierst, ist ganz dir überlassen. Wenn du auf Magie stehst, kann ich nur empfehlen die Monsterbeschwörungen auszuprobieren. 

Elden Ring tips

(Image credit: Bandai Namco Entertainment)

Vorsicht Notiz!

8K screenshot of Elden Ring

(Image credit: Bandai Namco)

Wer auf eine garantierte Unterstützung durch den Multiplayer von Elden Ring hofft, wird wohl enttäuscht werden. Du kannst zwar online Freunde oder Fremde um Hilfe bitten und sie in deine Welt rufen, unabhängig von ihrem Fortschritt, aber die abgelegten Notizen verfehlen wohl ihr Ziel. 

Hilfreiche Nachrichten wie "Falle!" oder "Fein voraus!" gibt es natürlich weiterhin und können den ein oder anderen Tod durchaus verhindern, allerdings gibt es auch zahlreiche Spieler, die sich einen Spaß darauf machen und dich absichtlich auf die falsche Fährte locken. 

Übrigens! Die Steuerung auf dem PC (Maus und Tastatur) ist leider nicht angenehm umgesetzt und man merkt, dass hier einfach die Steuerung eines Controllers plump übernommen wurde, ohne großartige Änderungen vorzunehmen. Wenn ihr Elden Ring am PC spielen solltet, dann tut das bitte mit Controller.

Fazit

Elden Ring

(Image credit: Bandai Namco Entertainment)

Elden Ring ist nichts was man abends auf der Couch zur Entspannung spielt. Wenn du jemand bist, der sich nicht gerne die Zähne ausbeißt und das Kampfsystem bis ins letzte Detail lernen möchte, dann solltest du dich von den Zwischenlanden eher fern halten. FromSoftware ist aber für seinen eigenen Stil berüchtigt und die Spiele werden von der Fans geliebt. Hier bietet Elden Ring wohl bisher das beste Erlebnis. Die Open-World geht in dem Konzept sehr gut auf und die Kämpfe sind auf einem absolut fordernden Schwierigkeitsgrad. 

Die Spielwelt ist riesig und das Gameplay mehr als anspruchsvoll. Doch genau so wurde es auch erwartet. Besonders das Balancing funktioniert in der Open World gut und hat nicht den repetitiven Charakter seiner geistigen Vorgänger. Wenn FromSoftware es zukünftig schafft mehr an der Grafik zu schrauben und das Spiel möglichst ohne Bugs in Form von Frameeinbrüchen auf den Markt bringt, dann haben sie mich als neuen Fan durchaus gewonnen.

William Schubert
Freelancer - Content Creator

William Schubert ist Freier Content Creator bei TechRadar Deutschland und für die Bereiche YouTube, Gaming, Filme und Serien und VR zuständig.


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