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Bekommt Call of Duty Warzone noch eine Chance, wenn das neue Anti-Cheat-System am Start ist?

call of duty: black ops cold war yamantau
(Image credit: Activision)

Auch wenn man nicht besonders gut in Call of Duty-Spielen ist und eher im Kampagnenmodus gegen KI-Soldaten kämpft, ist der Multiplayer selbst für Meisterschützen kein Spaß mehr.

Mittlerweile wimmelt es auf den Servern von Cheatern, die einem in  null Komma nichts die Lichter ausknipsen und das macht einfach nicht so viel Spaß.

Umso hoffnungsvoller kann man auf die neuen Bemühungen des Call of Duty-Publishers Activision/Blizzard sein. Er stellt Ricochet vor, einen "vielschichtigen" Software-Mechanismus zur Bekämpfung von Cheating, einschließlich "neuer serverseitiger Tools, die Analysen überwachen, um Cheating zu identifizieren, verbesserter Ermittlungsprozesse, um Cheater auszuschalten, Updates zur Stärkung der Account-Sicherheit und mehr".

Wie Ricochet funktioniert

Die Schlüsselkomponente von Ricochet ist ein Kernel-Level-Treiber für den PC, was bedeutet, dass er hohe Privilegien erhält, um zu überwachen, was auf deinem Computer passiert. Er läuft im Hintergrund, während du ein Call of Duty-Spiel auf deinem Computer spielst, und hält ein Auge auf fragwürdige Anwendungen, die versuchen, Call of Duty" zu manipulieren, um den Spielern einen unfairen Vorteil zu verschaffen. Da Crossplay jetzt in Call of Duty-Titeln unterstützt wird, werden auch Konsolenspieler davon profitieren.

Die Funktion wird auch nicht zu umgehen sein. "Sobald der Kernel-Level-Treiber implementiert ist, wird er für das Spielen von Warzone benötigt", heißt es in der Ankündigung. Auch maschinelles Lernen wird bei Ricochet eine Rolle spielen - mit der Zeit wird das System in der Lage sein, neue Muster zu erkennen, die Cheating-Verhaltensweisen identifizieren und ausmerzen.

Call of Duty Vanguard promotional image

(Image credit: Activision)

Außerdem wird Ricochet euch dazu ermutigen, die Zwei-Faktor-Authentifizierung für eure Accounts zu aktivieren, da gehackte Accounts oft diejenigen sind, bei denen Cheater zügellos agieren, ohne Angst vor einer Sperre ihrer eigenen legitimen Logins zu haben. Activision Blizzard ermutigt euch auch weiterhin, Cheater zu melden.

Bedenken zum Datenschutz

Bei einem so weitreichenden Zugriff auf deinen Computer bist du vielleicht zu Recht besorgt, dass Activision Blizzard auch andere Elemente deiner Computeraktivitäten überwachen kann. Die Entwickler glauben jedoch, dass der Zugriff auf die Kernel-Ebene wichtig geworden ist, da Cheater immer fortschrittlichere Techniken einsetzen, um die Spielregeln zu umgehen.

"Betrugssoftware ist immer ausgefeilter geworden und ermöglicht es Betrügern, traditionelle Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen", heißt es in den FAQ von Activision Blizzard. 

"Ein Treiber auf Kernel-Ebene ermöglicht die Überwachung von Anwendungen, die versuchen könnten, den Spielcode von Call of Duty: Warzone zu manipulieren, während das Spiel läuft.

"Anwendungen im Benutzermodus haben nur eingeschränkte Zugriffs- und Überwachungsmöglichkeiten, was es für nicht autorisierte Software wahrscheinlicher macht, den Spielcode zu manipulieren oder Sicherheitsfunktionen zu umgehen."

Diejenigen, die auf der Suche nach Sicherheit sind, können sich jedoch damit trösten, dass das Überwachungsprogramm nur aktiv ist, solange die zugehörigen Call of Duty-Spiele laufen. Wenn das Spiel geschlossen wird, schalten sie sich aus und die Überwachung wird beendet. Es ist nicht "always-on", und die gesammelten Daten beziehen sich nur auf das Call of Duty-Erlebnis. Aber es ist eine "Like-it-or-lump it"-Einführung - man kann Ricochet nicht von Call of Duty trennen, wenn es weitergeht.

Ricochet Anti-Cheat wird sowohl für Call of Duty: Vanguard als auch für Call of Duty: Warzone verfügbar sein, wenn es später in diesem Jahr zusammen mit dem Pacific Update für Warzone veröffentlicht wird. Der PC-Kernel-Level-Treiber wird zuerst für Warzone eingeführt, bevor er "zu einem späteren Zeitpunkt" auch für Call of Duty: Vanguard verfügbar sein wird.

Gerald Lynch

Gerald is the Executive Editor for TechRadar, taking care of the site's home cinema, gaming, smart home, entertainment and audio output. He loves his gaming, but don't expect him to play with you unless your console is hooked up to a 4K HDR screen and a 7.1 surround system. Based out of TechRadar Towers, London, Gerald was previously Editor of Gizmodo UK. He dreams of the day when he can pop on a VR headset and meet Lawnmower Man-era Pierce Brosnan. Sadly, Pierce doesn't share the dream.