Apple: Klage wegen iTunes "Kaufen"-Button?

iTunes
(Bildnachweis: Future)

Apple könnte in den USA bald wegen des "Kaufen"-Buttons in seinem iTunes-Store vor Gericht landen, da dieser den Kunden möglicherweise vorgaukelt, dass sie die gekauften digitalen Artikel tatsächlich besitzen.

Wie The Hollywood Reporter zuerst berichtete, könnte der iPhone-Hersteller mit einer vermeintlichen Sammelklage in Sacramento, Kalifornien, konfrontiert werden, sofern der Fall nicht abgewiesen oder außergerichtlich geregelt wird.

David Andino, der Hauptkläger in dem Fall, hat die Behauptung aufgestellt, dass Apples Verwendung eines "Kaufen"-Buttons für digitale Medien "irreführend" ist, da das Unternehmen die Möglichkeit hat, den Zugang zu gekauften Inhalten nach Belieben zu unterbinden und dies "bei zahlreichen Gelegenheiten getan hat".

Digitale Inhalte kaufen

In einer Antwort auf Apples Antrag auf Klageabweisung gab US-Bezirksrichter John Mendez weitere Einblicke, warum die Verwendung des Begriffs "kaufen" irreführend sein könnte, indem er sagte:

"Apple behauptet, dass 'kein vernünftiger Verbraucher glauben würde', dass gekaufte Inhalte auf der iTunes-Plattform auf unbestimmte Zeit bleiben würden. Aber im allgemeinen Sprachgebrauch bedeutet der Begriff 'kaufen', den Besitz über etwas zu erwerben. Es scheint plausibel, zumindest im Stadium des Antrags auf Klageabweisung, dass vernünftige Verbraucher erwarten würden, dass ihr Zugang nicht widerrufen werden kann."

Nun, da Apples Antrag auf Abweisung der Klage abgelehnt wurde, könnte es die Möglichkeit einer einstweiligen Verfügung geben, die das Unternehmen dazu zwingen könnte, die Art und Weise, wie es Inhalte online verkauft, zu ändern. Apple ist nicht der einzige Tech-Gigant, der mit rechtlichen Herausforderungen konfrontiert ist, wenn es darum geht, wie er Inhalte online verkauft, denn eine ähnliche Klage wurde im vergangenen Oktober gegen Amazon wegen Prime Video*-Käufen eingereicht.

Die wichtigste Erkenntnis für Verbraucher in beiden Fällen ist, dass physische Medien* immer noch die beste Option sind, wenn du in der Lage sein willst, auf deine gekauften Inhalte auch in den kommenden Jahren zuzugreifen.

Via Engadget

* Link englischsprachig

Franziska Schaub
Chefredakteurin

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