Skip to main content

Hands-On: Samsung Galaxy Z Flip Test

Samsungs zweite Version eines faltbaren Telefons ist da, und diesmal wird es klein.

Was ist eine Hands on-Review?
Samsung Galaxy Z Flip
(Image: © Future)

Erstes Fazit

Das Samsung Galaxy Z Flip bringt Flip-Telefone ins Jahr 2020, mit einem 6,7-Zoll-Display, das sich auf die Hälfte zusammenklappen lässt. Es unterscheidet sich sehr vom Samsung Galaxy Fold, und obwohl wir nicht sicher sind, ob es die Zukunft der Smartphones sein wird, scheint die Umsetzung besser als beim neuen Moto Razr zu sein.

Vorteile

  • Einwandfreies Faltkonzept
  • Coole Splitscreen-Benutzeroberfläche (UI)
  • Erstklassiges Erscheinungsbild

Nachteile

  • Ziemlich teuer
  • Cover-Anzeige ist winzig

Wir durften das neue Galaxy Z Flip bei Samsungs Unpacked Event ausprobieren, und es faltet sich tatsächlich wie ein modernes Flip-Telefon in zwei Teile. Sag nicht "Okay, Boomer" zu uns - wir mögen es irgendwie.

Es ist bereit, nach vorne zu gehen, und ein gewagtes, frisches Konzept neben den herkömmlichen Smartphones von heute anzubieten. Samsung sagt, es sei der "Full Screen, der in die Tasche passt" und wir können genau das bestätigen. Das Design vereinfacht das Halten und Aufbewahren des Geräts im Vergleich zu herkömmlichen Smartphones enorm.

Samsung Galaxy Z Flip

(Image credit: Future)

Das ist ein Gewinn für diejenigen von uns, die kleinere Hände und enge Jackentaschen haben. Es verfügt außerdem über ein paar nette Slip-View-UI-Tricks für Multitasking und dient, wenn es halb gefaltet ist, als improvisiertes Stativ für Videoanrufe.

Ja, aufgrund seiner kleinen Grundfläche hat das Z Flip im Vergleich zum Galaxy S20 Ultra eine schlechtere Ausstattung, aber es fehlt nicht an Neuheiten - die hat es in höchstem Maße. Erwarte bloß nicht den neuesten 7-nm-Chipsatz, die neuesten Kameras von Samsung oder die größte Akkukapazität. 

Samsung Galaxy Z Flip

(Image credit: Future)

Der offensichtliche Unterschied zwischen diesem Telefon und Samsungs erstem Klapphandy, dem Galaxy Fold, besteht darin, dass sich im Inneren ein von oben nach unten biegbarer Bildschirm befindet. Das haben wir auch beim neuen Moto Razr gesehen.

Das schokoriegel-ähnliche Design des Galaxy Z Flip unterscheidet es deutlich vom Galaxy Fold, das eher tablet-mäßig daherkommt. Es hat aufgeklappt ein 6,7 Zoll Full HD Display und ein Seitenverhältnis von 12,9:9, was sich in der Hand extrem groß anfühlt.

Samsung Galaxy Z Flip

(Image credit: Future)

Man könnte das geöffnete Z-Flip leicht mit einem typischen Android-Flaggschiff-Handy verwechseln, wenn man nicht auf den dünnen Knick in der Mitte des Displays achtet; klappt man dieses Scharnier jedoch zusammen, so wird die Grundfläche des Telefons viel kleiner. 

An der Außenseite befindet sich ein winziges 1,1-Zoll-AMOLED-'Cover Display' mit genügend Platz, um einen eingehenden Anruf von einem Kontakt - wenn dessen Name kurz genug ist - oder einen scrollenden Namen bzw. eine Telefonnummer anzuzeigen (selbst unsere 10-stellige Nummer erwies sich beim Test als zu lang für das gesamte Cover Display).

Auch Benachrichtigungen, Akkulaufzeit und Uhrzeit können auf diesem kleinen Bildschirm angezeigt werden, und er kann mehr als nur statische Informationen darstellen. Du kannst durch die verschiedenen Infos scrollen und die kontextabhängige Einheit nutzen, um eine Benachrichtigung auf der Cover-Anzeige anzutippen und sie dann auf dem ausgeklappten Hauptbildschirm zu öffnen.

Samsung Galaxy Z Flip

(Image credit: Future)

Uns gefällt auch die Idee, dass das Cover-Display, wenn es dunkel wird, wie jeder andere Samsung-Bildschirm mit einem einfachen Doppeltipp wieder aktiviert werden kann. Wir sind gespannt, wie praktisch all diese komprimierten Infos im Vergleich zu den größeren Cover-Displays des Galaxy Fold und des Moto Razr sein werden, wir werden das in dem kommenden, ausführlichem Test überprüfen.

Es gibt zwei Dinge, von denen wir glauben, dass Samsung mit seinem neuen Foldable Recht hat: Erstens verwendet es dünnes Glas, um das innere Display zu verkleiden. Moto Razr, Samsung Galaxy Fold und Huawei Mate X verwenden alle empfindliche Kunststoffblenden, und wir sind gespannt, ob sich dieses Design durchsetzen wird.

Zweitens enthält das Z Flip einen 3.300 mAh Akku im Vergleich zu Motorolas 2.510 mAh Kapazität, und wir hatten ernsthafte Probleme mit letzterem. Samsung erreicht dies mit einem Doppelakku-Design, ähnlich wie bei dem größeren Fold. Wir werden die Akkulaufzeit weiter unten im Text beleuchten, aber es ist ein ermutigendes Zeichen für die Zukunft der Flip-Style Foldables.

Wie alle faltbaren Handys kommt auch das Neueste von Samsung mit einem hohen Verkaufspreis: 1.380 Dollar / 1.300 Pfund. Es wird in den USA und Großbritannien am 14. Februar erhältlich sein. Wir werden diese Hands-On Review aktualisieren, sobald wir mehr Preise und Veröffentlichungsdaten für andere Regionen erhalten.

Samsung Galaxy Z Flip

(Image credit: Future)

Dieses dünne Glas

Das Galaxy Z Flip-Display besteht aus dem 'Ultra Thin Glass' von Samsung und übertrifft damit das, was wir von anderen faltbaren Geräten wie dem Motorola Razr mit seinem Kunststoff-OLED gesehen haben.

Samsungs Ansatz auf Glas-Basis fühlte sich angenehm leicht an und gab uns ein reibungsfreies Gefühl. Die Geschmeidigkeit ähnelt dem Corning-Gorilla-Glas, das normalerweise bei nicht zusammenklappbaren Telefonen zu finden ist. Man vergisst leicht, dass es sich um eine neue Display-Technologie handelt.

Samsung Galaxy Z Flip

(Image credit: Future)

Wichtiger noch: Das ultradünne Glas fühlte sich ziemlich widerstandsfähig an, und wenn wir auf den Bildschirm klopften, sogar ziemlich fest, hatten wir nicht das Gefühl, dass das Gerät zu zerbrechen drohte. Natürlich trafen wir das Display nicht so hart, als würde ein Sturz es beschädigen - dies war kein offizieller Falltest. Aber wir sind sehr zuversichtlich, dass dies ein haltbares, faltbares Telefon ist.

Ein potenzielles Problem mit dem ultradünnen Glas könnte jedoch sein, dass es auf der Seite des Displays, wo sich das Scharnier befindet, eine kleine Falte aufweist. Der Knick scheint nicht so dramatisch zu sein wie beim Galaxy Fold, aber er erstreckt sich über einen kleineren Bildschirm, und es handelt sich um ein brandneues Telefon, das noch nicht oft gefaltet wurde. Aber, wie schon beim Samsung Galaxy Fold wird man lernen, den Knick zu ignorieren.

Samsung Galaxy Z Flip

(Image credit: Future)

Erstes Fazit

Das Galaxy Z Flip stellt nicht unbedingt einen Schwerpunkt in Samsungs Strategie für faltbare Telefone dar - es fühlt sich eher wie ein weiteres Experiment an, um zu sehen, welches Design bei den Konsumenten hängen bleibt. Wer weiß, vielleicht existieren beide Stile, Fold und Flip, nebeneinander.

Bei der Markteinführung nach dem Moto Razr hat das Z Flip viele Dinge richtig gemacht, die Motorola falsch gemacht hat, einschließlich der Verwendung eines größeren Akkus und dünnem Glas, nicht Plastik, um das 6,7-Zoll-Display im Inneren zu schützen. Das reicht aber nicht als Grund, um so viel Geld für ein Telefon zu auszugeben, das genau so teuer ist, wie das Samsung Galaxy S20 Ultra, welches eine bessere Kamera und bessere Spezifikationen bietet. Man muss schon nach etwas Neuartigem und Schickem suchen.

Wenn überhaupt, dann ist das neue Samsung Galaxy Z Flip der Beweis dafür, dass die Zukunft der faltbaren Telefone noch nicht entschieden ist; es ist eine mutige Idee - und eine, die ziemlich flexibel ist, wenn man so will.

Was ist eine Hands on-Review?

Um dir den besten Eindruck eines Produkts bieten zu können, haben wir die Kategorie "Praxistests" eingeführt. Dort prüfen wir alle Produkte auf Herz und Nieren: Wir verbringen etwas Zeit damit - dies kann von wenigen Augenblicken bis hin zu mehreren Tagen reichen. Das Wichtige daran ist: Wir können uns so selbst von dem Produkt überzeugen und erlangen eine Vorstellung davon, wie sich das Produkt im Alltag schlägt. Du kannst unserem Urteil trauen! Für mehr Informationen, lies auch TechRadar's Bewertungsgarantie.