Apples nächste iPhones könnten die EU-Vorschriften für austauschbare Akkus umgehen

iPhone 14 Pro Max mit der Rückseite nach oben auf einem Teppich
Das iPhone 14 Pro Max hat einen fest eingebauten Akku. (Bildnachweis: Future | Alex Walker-Todd)

Apple wird seine iPhones möglicherweise nicht mit austauschbaren Akkus ausstatten; das hat das Unternehmen am Wochenende angedeutet. Der Bericht geht auf Äußerungen eines SVP-Mitarbeiters von Apple in einem deutschen YouTube-Interview zurück.

Die neue Batterieverordnung der Europäischen Union (EU) tritt im Jahr 2027 in Kraft. Dann müssen Smartphone-Hersteller sicherstellen, dass ihre Akkus von den Verbrauchern relativ einfach ausgetauscht werden können. Apple scheint sich jedoch gegen die neuen Anforderungen zu wehren.

Ternus betonte weiter, dass die IP68-Zertifizierung des iPhones durch einen leicht austauschbaren iPhone-Akku gefährdet würde und dass es "Hightech-Klebstoffe und Dichtungen gibt, um alles wasserdicht zu machen."

Sie haben nicht Unrecht

Auch wenn es sich so anhört, als würde Apple die bevorstehenden EU-Vorschriften ignorieren oder versuchen, sie zu umgehen, könnte es durchaus in der Lage sein, die Quadratur des Kreises zu schaffen.

Laut dem Text der fraglichen EU-Vorschrift über Batterien ist eine tragbare und herausnehmbare Batterie eine Batterie, die "mit handelsüblichen Werkzeugen und ohne die Verwendung von Spezialwerkzeugen, es sei denn, diese werden kostenlos zur Verfügung gestellt, oder von geschützten Werkzeugen, thermischer Energie oder Lösungsmitteln ausgebaut werden kann".

Weiter heißt es in dem Gesetz: "Als handelsübliche Werkzeuge gelten Werkzeuge, die allen Endnutzern auf dem Markt zur Verfügung stehen, ohne dass sie Eigentumsrechte nachweisen müssen, und die mit Ausnahme von gesundheits- und sicherheitsbezogenen Einschränkungen uneingeschränkt verwendet werden können."

Mit anderen Worten: Es wird nicht ausdrücklich von Apple, Samsung, Google oder anderen Smartphone-Herstellern verlangt, die Uhr zurückzudrehen in die Zeit, in der du nur einen Fingernagel und ein bisschen Fingerspitzengefühl brauchtest, um einen Smartphone-Akku zu ersetzen. Tatsächlich bemühen sich die Unternehmen darum, ihre Smartphones leichter reparierbar zu machen, angefangen bei Apples Selbstreparaturservice über Samsungs Selbstreparaturprogramm bis hin zu Googles DIY-Pixel-Reparatur und sogar der Zusammenarbeit des Nokia G22 mit iFixit.

Der Knackpunkt scheint der verwendete Klebstoff zu sein, und wir müssen abwarten, ob Apple und andere Unternehmen das Problem umgehen können. Bis 2027 sind es immerhin noch vier Jahre.

Franziska Schaub
Chefredakteurin

Hallöchen, ich bin Franzi.

Als Chefredakteurin bei TechRadar Deutschland bin ich unter anderem verantwortlich für die Bereiche Smartphones, Tablets und Fitness.


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