Googles Pixel Fold kann scheinbar auf Wunsch hin fast vollständig repariert werden, wo immer mehr Ersatzteile auf iFixit auftauchen

Google Pixel Fold
(Bildnachweis: Google)

Google hält auch weiterhin sein Versprechen und ermöglicht demnach den verschiedensten Pixel Fold-Besitzern in allerlei Ländern ihr Telefon ganz ohne größeren Aufwand zu reparieren ... oder reparieren zu lassen. 

Konkret wird es möglich durch ein immer größer werdendes Sortiment an Ersatzteilen bei iFixit, wobei der Support für Pixel-Bauteile natürlich primär einmal für alle Länder gilt, wo ein eben solches auch gekauft werden kann (hierunter natürlich auch Deutschland).

Ein feiner Schritt ist hierbei auch, dass sich das Unternehmen recht großzügig präsentiert und man augenscheinlich tatsächlich Ersatzteile für alles findet, was so im alltäglichen Betrieb einmal Schäden erleiden könnte. So gibt es natürlich Akkus und Hörer, aber auch Fingerabdrucksensoren, Frontkamera sowie Rücklinse und sogar Teile der Hauptplatine scheinen ersetzbar. Bisher fehlt eigentlich nur der Metallrahmen des Telefons.

Jede Komponente wird zudem mit einer umfangreichen Schritt-für-Schritt-Anleitung geliefert, welche Nutzer durch den Reparaturprozess ihres Foldables lotst – Die Power von DIY! Außerdem enthalten die jeweiligen Komponenten gegebenenfalls auch Warnhinweise für die Käuferschaft. Die Ecken des Smartphone-Glases beispielsweise sind durchaus empfindlich, weswegen schon mit Lieferung des Ersatzteils ein Hinweis einhergeht, welcher dazu mahnt, "reichlich Hitze zu verwenden und sehr behutsam vorzugehen". 

Auch das äußere wie innere Display des Pixel Fold sind so austauschbar – nur beim Preis solltest du dich auf das schlimmste gefasst machen, wo hier doch ein spürbarer Unterschied zu Rest ersichtlich wird.

Pixel Fold geöffnet

(Image credit: iFixit)

Kleine Preise, große Preise

Im Großen und Ganzen sind die Ersatzteile eigentlich recht vernünftig bepreist. Eine innere Frontkamera für 43 Euro klingt zumindest für mich fair. Wer zudem noch Werkzeug braucht, der bezahlt ebenfalls nur einen geringen Aufpreis von einigen wenigen Euro (im Beispiel Frontkamera etwa 7 Euro zusätzlich).

Teurer ist hingegen dann schon das äußere Display, welches mit stolzen 160 Euro zur Kasse bittet – aber na ja ... ist halt auch ein Display. 

So einfach herunterzuspielen ist das dann jedoch beim Innendisplay nicht länger. Das setzt dem Ganzen nämlich die Krone auf und bittet mit stolzen 900 Euro für das Display zur Kasse (910 Euro mit dem entsprechenden Werkzeug). Das ist schon eine ordentliche Hausnummer und gut die Hälfte des Gesamtpreises eines Pixel Fold. Dir zuliebe hoffe also mal, dass du nie in die Bedrängnis kommst, dich zwischen Neuanschaffung des Smartphones oder Displays entscheiden zu müssen ...

Klar, man muss irgendwo auch gestehen, dass das tatsächlich das wohl kniffligste Einzelteil für einen jeden Austausch im Foldable darstellt – immerhin muss man hier auch einen Großteil der inneren Hardware zunächst einmal freilegen. Und wenn sogar iFixit empfiehlt, "mit Vorsicht und Geduld" zu Werke zu gehen, dann weißt du tatsächlich, dass du hier Nerven und Sitzfleisch mitbringen musst – und eben ein gut gefülltes Portemonnaie.  

Pixel Fold geleert

So sieht ein beinahe ausgehöhltes Pixel Fold aus!  (Image credit: iFixit)

Einschränkungen und Hinweise

Bevor du nun aber losrennst und dir sogleich den Warenkorb mit Pixel Fold-Einzelteilen vollpackst, will ich dich noch über ein paar Einschränkungen in Kenntnis setzen. 

Zunächst einmal musst du wissen, dass nicht immer alle Artikel vorrätig sein werden. Und nein, es gibt auch keine Infos darüber, wann das sich wieder ändern könnte (du kannst dich allenfalls auf der jeweiligen Produktseite für Benachrichtigungen registrieren). 

Zweitens: Der Kauf von iFixit-Produkten ist in einigen Ländern auf wenige Artikel beschränkt – In den Vereinigten Staaten sind es sieben pro Kunde. Ausnahmen sind hier lediglich Geschäftsinhaber, die im Rahmen des iFixit-Pro-Programms mit dem Anbieter zusammenarbeiten. Ob sich die sieben Artikel allerdings auf einzelne Bestellungen oder auf die Person selbst beziehen, haben wir bereits nachgefragt (Antwort folgt). 

Für kleinere Reparaturen sollte aber auch ein jedwedes Limit zunächst ausreichend sein ... und mit dem Wissen, dass Ersatzteile zur Verfügung gestellt werden, kann sich zur Not ja auch noch der Weg hin zu Reperaturservice rentieren. 

In jedem Fall ist es schon ziemlich klasse, dass das Pixel Fold und damit auch Google derart kundenfreundlich agiert – kennen wir von Konkurrenten wie Apple ja auch anders. Und auch Motorola hinkt da noch hinterher, wo wir beim Razr beispielsweise allenfalls das Frontdisplay ersetzen können. Kurzum: Toller Schachzug, Google, da habt ihr fleißig Pluspunkt gesammelt! 

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Christian Schmidt
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