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Xbox Cloud Gaming erreicht neuen Meilenstein und beweist, dass die Strategie von Microsoft aufgeht

Ein Laptop, Tablet und Smartphone mit Xbox Cloud Gaming
(Image credit: Microsoft)

Microsoft hat im dritten Quartalsbericht für das Geschäftsjahr 2022 (opens in new tab) seine Einnahmen bestätigt und für Xbox Cloud Gaming sieht es vielversprechend aus. Gegenüber Investoren erklärte Microsoft-CEO Satya Nadella, dass der Cloud-Gaming-Dienst mittlerweile von über 10 Millionen Menschen genutzt wurde.

Auf Twitter fügte Microsofts Kommunikationschef hinzu, dass der Service nun in vier weiteren Ländern zur Verfügung steht. Die Erweiterung um Brasilien, Japan, Australien und Mexiko wurde während Microsofts Stream zur Tokyo Game Show 2021 angekündigt.

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Aktuell ist Xbox Cloud Gaming im Xbox Game Pass Ultimate enthalten und kann nicht einzeln abonniert werden. Offensichtlich stellt das für viele Spielerinnen und Spieler jedoch kein Problem dar. Da damit außerdem Spiele für Xbox Series X|S auf der Xbox One gespielt werden können, ist es wenig überraschend, dass Microsofts Cloud-Gaming-Service immer mehr an Fahrt gewinnt.

Der Erfolg von Game Pass ist für Microsoft nicht von der Hand zu weisen. Erst kürzlich hat er 25 Millionen Abonnenten erreicht und wird weithin als Grund für die Überarbeitung von PlayStation Plus von Sony gehalten. Durch die Einführung eines Drei-Stufen-Modells wird PlayStation Now nächsten Monat in PS Plus integriert. Abonnenten der höchsten Stufe erhalten dadurch auch Cloud-Streaming.

Heiter bis wolkig

Xbox Cloud Gaming

(Image credit: Microsoft)

Cloud-Gaming ist nichts neues, doch besonders viel Erfolg hatte das Modell bisher noch nicht. OnLive war einer der ersten Versuche, wurde aber nie kommerziell erfolgreich und geriet in Vergessenheit. PlayStation Now lief bisher ganz stabil, wird jedoch in den Überarbeitung von PlayStation Plus integriert. Andere, neuere Projekte, wie Google Stadia und Amazon Luna, haben das Segment nicht gerade revolutioniert.

Was macht Microsoft anders? Ich persönlich finde, es liegt an zwei Gründen. Software verkauft Plattformen und hier hat Microsoft meiner Meinung nach gegenüber Google, Amazon und Sony die Oberhand. Der erste Grund ist also die Auswahl, wie und wo Spiele gespielt werden können.

Im Bundle mit Xbox Game Pass Ultimate erhalten Abonnenten Zugriff auf über 350 Spiele (opens in new tab), die gestreamt werden können, einschließlich Halo Infinite, Forza Horizon 5 und Sea of Thieves. Darüber hinaus fügt Microsoft seine eigenen Spiele sofort zum Launch dem Game Pass hinzu, die häufig auf Konsole, PC, Smartphone oder im Browser gespielt werden können. Viele Spiele für Cloud-Streaming unterstützen außerdem Touchsteuerung.

Der zweite Grund ist, dass sich Microsoft nicht nur auf die Cloud beschränkt. Klar, wenn du nur an Cloud-Gaming interessiert bist, wird das für dich der ausschlaggebende Grund sein, aber dann gehörst du zu einer recht kleinen Gruppe. Die meisten werden Spiele immer noch auf PC, Xbox One und Xbox Series X|S herunterladen wollen. Die Spielbibliothek bekommst du in jedem Fall und wenn du willst, kannst du Xbox Cloud Gaming ausprobieren, ohne explizit dafür zahlen zu müssen. Meiner Meinung nach war es die richtige Entscheidung, es nicht als eigenständiges Produkt zu verkaufen.

Eugen Wegmann

Eugen Wegmann ist Online-Redakteur für PurpleClouds Deutschland GmbH / TechRadar Region DACH und zuständig für Gaming und Computer-Hardware.

E-Mail: ewegmann[at]purpleclouds.de

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