Skip to main content

Xiaomi überholt Apple und wird zum zweitgrößten Smartphone-Hersteller

Xiaomi Mi 11 Ultra schwarz und weiß
(Image credit: Xiaomi)

Mit einem beeindruckenden Wachstum von 83% bei den Verkaufszahlen hat der chinesische Smartphone-Hersteller Xiaomi Apple als zweitgrößten Smartphone-Hersteller weltweit überholt.

Die südkoreanische Marke Samsung hält immer noch die Pole Position mit 19% Marktanteil und Apple, das nun auf dem dritten Platz liegt, hat 14% des Marktanteils.

Laut dem Marktforschungsunternehmen Canalys wuchs der Marktanteil von Xiaomi im zweiten Quartal 2021 dramatisch, während Samsung ein Wachstum von 15% verzeichnete und Apple nur einen nominellen Anstieg des Marktanteils von 1% hatte.

Dank dieses rasanten Wachstums hat Xiaomi nicht nur Apple überholt, sondern ist in der Lage, Samsung zu stürzen und die numero uno zu werden, da der Unterschied im Marktanteil der beiden Unternehmen nur 2% beträgt. Der Bericht zeigt auch, dass trotz der tödlichen zweiten Welle von COVID in vielen Ländern, der globale Smartphone-Markt mit einer Rate von 12% gewachsen ist.

Global smartphone shipments - Q2 2021

(Image credit: Canalys)

Historisch gesehen war das Trio aus Samsung, Apple und Huawei auf den ersten drei Plätzen geblieben. Aber der Rückzug von Huawei hat die Schleusen geöffnet und chinesische Smartphone-Firmen wie Xiaomi, Oppo, Vivo etc. haben den größten Anteil gewonnen. 

Fokuswechsel half Xiaomi

Xiaomi stellt neben Smartphones eine Vielzahl von Produkten her, darunter Fernseher, Wasser- und Luftreiniger, Wearables, Reiskocher, Monitore, Laptops und mehr. Einst bekannt als Hersteller von preiswerten Geräten, hat Xiaomi schnell begonnen, sich auf Flaggschiff- und Premium-Geräte zu konzentrieren, um in die Fußstapfen von Huawei zu treten.

Wenn man sich die Zahlen ansieht, konnte Xiaomi seine Absatzzahlen um 300% in Lateinamerika, 150% in Afrika und 50% in Westeuropa steigern. Dadurch konnte das Unternehmen zum ersten Mal in die Top-2-Marke eindringen.

Xiaomi stellt einen Bruchteil dessen her, was ein typisches Samsung- oder Apple-Smartphone kosten würde, was dem Unternehmen einen deutlichen Vorteil gegenüber den beiden führenden Marken verschafft. "Im Vergleich zu Samsung und Apple ist sein durchschnittlicher Verkaufspreis rund 40 % bzw. 75 % günstiger", so Canalys Research Manager Ben Stanton.

Zusätzlich, während Samsung und Apple ihre Geräte nur unter einem einzigen Markennamen und mit den traditionellen Marketingmethoden verkaufen, hat Xiaomi einen großen Vorteil. Xiaomi hingegen betreibt mehrere Untermarken, nämlich Mi, Redmi, Poco und Black Shark, wobei sich jede Marke auf eine bestimmte Preisklasse und Kategorie konzentriert und verkauft seine Smartphones hauptsächlich über den Online-Kanal, was die Kosten erheblich senkt.

Kurs voraus 

Kennst du schon...

...unseren Youtube-Kanal?
...unsere Facebook-Page?

Obwohl Xiaomi bereits die zweite Position erreicht hat, wird der Weg nach vorne nicht einfach sein. Andere chinesische Smartphone-Hersteller wie Vivo und Oppo konkurrieren ebenfalls in ähnlichen Segmenten im gleichen Marktraum, was den Wettbewerb verschärft.

Im Gegensatz zu Xiaomi setzen sowohl Vivo als auch Oppo in erster Linie auf den Verkauf im stationären Handel, haben aber auch Untermarken wie OnePlus, Realme und iQoo. Sogar Realme hat eine Untermarke namens Dizo. Kombiniert man diese Marken unter BBK, halten sie einen Großteil der Smartphoneverkäufe, weit vor Samsung und Apple. BBK möchte jedoch, dass diese Marken als unabhängig betrachtet werden und miteinander auf dem Markt konkurrieren.

Nun muss sich Xiaomi nicht nur dem Wettbewerb mit verschiedenen Marken stellen, die unterschiedliche Ansätze verfolgen, sondern auch Wege finden, den Absatz seiner Premium-Geräte zu verbessern. Xiaomis Flaggschiff Mi 11 Ultra kostet ähnlich viel wie ein Flaggschiff einer Premium-Marke und liefert sich damit ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Apple, die mit dem 1%igen Wachstum nicht zufrieden sind und bereits angedeutet haben, dass sie die Produktion ihres kommenden iPhone 13 Lineups erhöhen wollen.