Sorge um Intel Arc Desktop-GPUs wächst

Intel Arc A380 GPU erschien auf dem chinesischen Markt - und die Begeisterung hielt sich in Grenzen
(Bildnachweis: Intel / VideoCardz)

Intel Arc Alchemist Desktop-GPUs werden zunehmend infrage gestellt bezüglich ihrer Leistungsfähigkeit. Wenn auch rein spekulativ, so ist die Häufung an Kritik definitiv besorgniserregend - zumal das Erscheinen im Westen noch aussteht... 

Die deutsche Tech-Seite 3D Center (Öffnet sich in einem neuen Tab) nahm sich der ersten Infos zur Arc A380 an und stellt wenig optimistische Ergebnisse in Aussicht. Auf Basis von Intel-Statements (Öffnet sich in einem neuen Tab) und eigenen Berechnung ergibt sich laut den Kollegen ein mickriger Leistungsvorsprung von etwa 5% im Vergleich zu AMDs RX 6400-Grafikkarte (Öffnet sich in einem neuen Tab).

Diesem Wert darf man durchaus mit Skepsis begegnen und auch die anderen Modelle sollte man deswegen noch keinesfalls abschreiben. Es zeichnet sich jedoch der Tenor ab, dass die Intel GPUs deutlicher hinter den ersten Erwartungen zurückliegen werden. 

Weiter geht 3D Center folglich davon aus, dass auch das Flaggschiff, die Arc A780, zwar deutlich stärker als eine A380-Karte sein dürfte - allein aufgrund der Kernzahl - jedoch im Vergleich zur Konkurrenz eher auf dem Level einer RTX 3060 Ti (Öffnet sich in einem neuen Tab), statt 3070 (Öffnet sich in einem neuen Tab) mitspielen dürfte. 


Intel Arc Alchemist Wallpaper mit Artwork einer Frau und diversen Effekten.

(Image credit: Intel / Hot Hardware (Marco Chiappetta))

Analyse: Wann bekommt Intel seinen Time-Out?

Wie bereits erwähnt, sind die Daten und Schätzungen mit Vorbehalt zu betrachten, zumal 3D Center sich bislang nur auf eigene Vorhersagen sowie deren Revision bezog. 

Trotzdem ist die Lage für Intel bedenklich, da sich damit die Negativschlagzeilen häufen, welche zuletzt erst vom inkompatiblen sowie ineffizienten Grafiktreiber berichteten. Dies ist auch der Hauptgrund der verzögerten Veröffentlichung und limitierten Markteinführung in China, welche lediglich einem Testlauf ähnelt. 

Man sollte Intel jedoch noch nicht aufgeben, denn die Karten könnten unter den richtigen Umständen noch immer überzeugen. Einerseits wird Intel gut daran tun den Treiber zu behandeln und selektierte Benchmarks vorzustellen, um die GPUs in ein positiveres Licht zu rücken. Andererseits ist besonders die Preisfrage von elementarer Bedeutung. Schließlich könnte sich auch eine A380 in Kombination mit einer Kampfpreisansage noch immer einen Marktplatz streitig machen. 

Der größte Feind von Intel dürfte jedoch die Zeit sein. Mit der baldigen Veröffentlichung der Next-Gen-Grafikprozessoren von AMD und Nvidia steht man mit dem Rücken zur Wand und hat alsbald den optimalen Einstieg in den Markt verpasst. Weiteres Problem: Die neue Generation dürfte das Leistungsdefizit noch einmal deutlicher untermauern und im schlimmsten Fall den ersten Sargnagel für die jungen Ambitionen des Unternehmens im Desktop-GPU-Segment setzen. 

Via VideoCardz (Öffnet sich in einem neuen Tab)

Als Redakteur bei TechRadar Deutschland beschäftigt sich Christian Schmidt primär mit den Themen Gaming sowie PC-Hardware.



Erreichbar ist Christian unter der Mailadresse cschmidt[at]purpleclouds.de.

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