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Oculus Quest VR-Headsets werden jetzt von Facebook-Werbung geplagt

Oculus Quest 2
Not so happy any more, are we? (Image credit: Oculus / Facebook)

Die Oculus Quest 2 mag das bisher meistverkaufte VR-Headset sein, aber all diese Nutzer werden nun mit Facebook-Werbung innerhalb ihrer VR-Spiele rechnen müssen.

Der Social Media Riese hat angekündigt, dass Anzeigen in einer Reihe von VR-Anwendungen auf seinen Quest und Quest 2 Headsets getestet werden. Es ist ein wenig überraschender Schritt für ein Unternehmen, dessen Geschäftsmodell größtenteils auf gezielter Werbung auf seinen vielen Plattformen basiert (egal ob Facebook, Instagram oder andere), aber einer, der sicherlich einige VR-Enthusiasten verärgern wird.

Ein Blog-Post von Oculus bestätigt, dass "ein kleiner Test von In-Headset-Werbung" in ausgewählten VR-Titeln beginnt, darunter der Gebiets-Shooter Blaston. Während das Unternehmen, das sich im Besitz von Facebook befindet, bereits im Juni damit begonnen hat, Werbung in den mobilen Apps von Oculus zu testen, sehen wir erst jetzt "die nächste Phase der Erforschung".

Die Ankündigung ist sowohl für die Besitzer der VR-Headsets als auch für die Entwickler, die die Inhalte erstellen, eine gute Sache, da sie "neue Wege für die Entwickler eröffnet, um Einnahmen zu generieren", mit dem Ziel, "eine sich selbst tragende Plattform zu schaffen".

Da VR noch immer im Entstehen begriffen ist, ist die Monetarisierung noch etwas, das die Branche erst noch herausfinden muss. Wenn man jedoch bedenkt, dass die Oculus Quest 2 bei 349€ für ein 64GB Modell beginnt und bis zu 449€ für eine 256GB Version geht, könnte man annehmen, dass man keine Werbung sehen muss, während man in seiner teuren Virtual Reality Hardware steckt.

Es ist erwähnenswert, dass Oculus nicht der erste auf dieser Party ist, denn bereits 2017 hat Viveport - die VR-Plattform für die HTC Vive - Entwicklern die Möglichkeit gegeben, Videowerbung, Bannerwerbung, 360°-Videos und Kinowerbung in ihren Kreationen zu platzieren.

Wie schlimm sind diese Anzeigen?

Oculus ads

(Image credit: Oculus)

Wie du im obigen Gif sehen kannst, scheint die Werbung relativ dezent zu sein. Du wirst dich zumindest noch nicht durch Zombies mit Coca Cola-Branding kämpfen oder mit zahlreichen Pop-Ups konfrontiert werden, während du versuchst, durch ein Menü zu navigieren. Die Anzeigen sind stattdessen in bestimmte Bereiche integriert, ähnlich wie die Anzeigen, die an der Seite eines Fußballfeldes laufen.

Wie auf der Facebook-Plattform gibt es auch hier die Möglichkeit, die jeweilige Anzeige anzuklicken, auszublenden oder zu melden, je nachdem, was gerade angezeigt wird. "Nutzer können außerdem von jeder Anzeige aus über unser 'Warum sehe ich diese Anzeige?'-Interface auf detailliertere Anzeigeneinstellungen zugreifen", heißt es.

Es gibt aber vielleicht noch eine Chance, die Zukunft der Werbung auf Oculus zu gestalten. Im Blogpost heißt es: "Wir sind gespannt auf eure Meinung, also wendet euch bitte an den Oculus Support, um euer Feedback zu teilen" - und wir empfehlen euch, dies zu tun, wenn ihr euch über die Integration von Werbung Gedanken macht oder Probleme zu berichten habt.