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Nächstes MacBook Pro könnte Intel-basierte Macs links liegen lassen

Apple M1
(Image credit: Apple)

Apple arbeitet fleißig an der Weiterentwicklung seiner eigenen Chips, um selbst mit High-End-Intel-Prozessoren konkurrieren zu können – oder sie sogar übertreffen.

Die neuen Prozessoren sind für Desktop-Macs und die größeren MacBook Pros bestimmt und sollen laut Bloomberg bereits nächstes Jahr erscheinen. Das 13 Zoll MacBook Pro, das MacBook Air und der neue Mac Mini haben den Apple M1-Chip bereits im November bekommen.

Apples neue Chips basieren auf der Architektur von ARM, das gerade von Nvidia übernommen wird.

Die neue Prozessorgeneration soll bis zu 20 CPU-Kerne besitzen – 16 Performance Cores und 4 Efficiency Cores. Die technischen Eigenschaften sind noch nicht komplett festgelegt, deshalb ist noch nicht bekannt, ob die nächste Generation von Apple MX-Chips so viele Kerne haben wird, aber die Zahl soll zumindest das Ziel sein.

Apples „Roadmap“ beinhaltet angeblich auch eine 32-Kern-CPU für den halb so großen Mac Pro, der 2022 erscheinen soll. Apple soll auch an der Grafikverarbeitung der neuen Chips arbeiten und 16 oder sogar 32 Rechenkerne in diese neuen Chips integrieren.

All das deutet stark auf eine Abwendung von Intel-Prozessoren in 2022 hin, wo selbst High-End-Prozessoren von Intel durch Apples eigene Chips ersetzt werden sollen. Das wird für Intel zwar kein Todesstoß sein, aber dennoch ein recht starker.

Intels CPU-Dominanz schwindet mit der schnellen Verschiebung des Markts

Seit mehreren Jahrzehnten genießt Intel seine Dominanz auf dem CPU-Markt, weshalb die letzten paar Jahre für das Silicon-Valley-Urgestein besonders schmerzhaft gewesen sind.

Während sich das Unternehmen im PC-Segment in einem immer knapperen Kampf mit AMD befindet hat Nvidia vor zwei Monaten die Übernahme von ARM angekündigt – von Apples Abschied von Intel abgesehen.

Nachdem es sich Intel die letzten Jahre im Desktop-CPU-Markt mit AMD im Duopol gemütlich gemacht hat, steht das Unternehmen vor wachsender Konkurrenz, da sowohl Apple als auch Microsoft verstärkt in ARM investieren.

Addiert man ein paar Fehltritte in den letzten Jahren, besonders was Sicherheitsrisiken und Produktionsprobleme angeht, ist es wenig verwunderlich, dass Intel ein bisschen gebeutelt ist – noch weit davon entfernt, geschlagen zu sein, aber langsam wird es für den langjährigen Platzhirsch auf dem CPU-Markt unangenehm.

Intels Verlust könnte demnach der Gewinn aller sein – und könnte ihm sogar den Tritt in den Hintern verpassen, den es schon eine Weile gut gebrauchen würde. 

Nachdem jetzt Apple begonnen hat, sich vom langsamen Entwicklungsfortschritt, von dem Intel seit Jahren geplagt ist, zu lösen – Intels 7-nm-Prozess ist noch drei Jahre entfernt, während AMDs neuer 5-nm-Prozess bereits 2022 erscheinen könnte – hat Apple nun die Gelegenheit, die CPU-Technologie so voranzutreiben, wie Intel es in den vergangenen Jahren nicht konnte.

Berücksichtigt man AMD und vielleicht auch noch Nvidia – wer weiß, was Team Grün in fünf Jahren mit ARM anstellt? – kann man davon ausgehen, dass Intel doppelt Wert darauf legt, nicht weiter abzurutschen, als es bereits ist.