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Intel deutet Vorstellung von KI-gestützter DLSS-Alternative an

Intel Arc Logo auf blauem Hintergrund
(Image credit: Intel)

Intel bereitet sich anscheinend darauf vor, seine neue KI-gestützte Supersampling-Technologie vorzustellen, mit der das Unternehmen auf direkten Konfrontationskurs mit Nvidia DLSS geht.

Anton Kaplanyan, VP of Graphics Research von Intel, hat getwittert, dass die kürzlich vorgestellten Intel Arc-Grafikkarten DX12U unterstützen würden, einschließlich Real-Time Mesh Shading und Raytracing.

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Kaplanyan hat daraufhin eine Ankündigung zu einer KI-gestützen Supersampling-Technologie angedeutet, die nur als direkte Antwort auf Nvidias Deep Learning Super Sampling-Technologie (DLSS) gesehen werden kann.

AMD hat erst kürzlich FidelityFX Super Resolution veröffentlicht, ebenfalls eine Upscaling-Technologie, die aber, wie VideoCards darauf hinweist, im Gegensatz zu Nvidia DLSS nicht auf maschinelles Lernen udn neuronale Netze setzt. Das verschafft Nvidia DLSS einen Vorteil, da kleinere Details besser erhalten bleiben als bei der Lösung von AMD.

Wenn Intel für seine Supersampling-Technologie einen Ansatz mit maschinellem Lernen verfolgt, so wie Nvidia es tut (und AMD nicht), könnten Intels Grafikkarten wesentlich interessanter werden, als wir gedacht hatten.


Analyse: Intels Grafikkarten könnten leistungsfähiger sein als gedacht

Es versteht sich von selbst, dass die langjährige Konkurrenz zwischen Nvidia und AMD, den einzigen beiden Wettbewerbern auf dem Grafikkartenmarkt, etwas aufgemischt werden könnte. Ein dritter Mitspieler kann für Gamer und Enthusiasten nur von Vorteil sein.

AMD und Nvidia sind keine Leichtgewichte, wenn es um ihre Hardware geht. Es ist also nicht so, als würde Intel hereinspazieren und die ganze Branche eigenhändig aufmischen. Nichtsdestotrotz dürften die nächsten Jahre sehr erfrischend werden.

Die Grafikkartentechnologien haben sich dank Raytracing und Algorithmen für maschinelles Lernen rasant weiterentwickelt und sind in ihrem Einfluss fast schon mit einem Sprung von 10 Jahren vergleichbar und nicht nur von einer Generation zur nächsten.

Leider versucht AMD an dieser Stelle seit Jahren Nvidia einzuholen. Erst Ende 2020 hat das Unternehmen Grafikkarten auf den Markt gebracht, die Raytracing unterstützen – eine ganze Generation, nachdem die ersten Raytracing-fähigen Turing-Grafikkarten veröffentlicht wurden.

AMD hinkt auch bei der Implementation und Verbreitung seiner Supersampling-Technologie hinterher und obwohl sie die Bildraten definitiv erhöht, ist DLSS dank der KI-gestützten Algorithmen nach wie vor die bessere Lösung. Ende letzten Jahres sah es so aus, als könnte AMD die Lücke zu Nvidia schließen, schafft es leider aber trotzdem nicht.

Jetzt kommt ein weiterer Mitspieler aufs Feld, der eine Bildraten erhöhende, Qualität erhaltende Upsampling-Technologie basierend auf neuronalen Netzen anzukündigen verspricht, und mit ein bisschen Pech könnte AMD in diesem Segment bald auf Platz Drei landen, was es garantiert nicht will.