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Elon Musk kauft Twitter

Elon Musk und Twitter
(Image credit: Getty Images)

Eine Nachricht, die in weniger als 280 Zeichen passt: Elon Musk kauft Twitter.

Der CEO von Tesla und SpaceX kreiste wochenlang um die beliebte Social-Media-Plattform und nutzte Twitter selbst, um sowohl seine Absichten als auch seinen Frust über ihren aktuellen Zustand zu äußern.

Nachdem er das nötige Kleingeld zusammengekratzt hat (sein eigenes und mithilfe von Morgan Stanley), zahlt Musk 43,4 Milliarden Dollar – rund 54,20 Dollar pro Aktie – im Rahmen eines Übernahmeangebots, das die Kontrolle über das Unternehmen geben soll. Der Deal muss noch von den amerikanischen Regulierungsbehörden abgesegnet werden.

In einer Pressemitteilung zur Übernahme von Twitter erklärt Musk: „Die freie Meinungsäußerung ist das Fundament einer funktionierenden Demokratie, und Twitter ist der digitale Marktplatz, auf dem über wichtige Themen diskutiert wird, die wichtig für die Zukunft der Menschheit sind.

Ich möchte Twitter besser machen als je zuvor, indem ich das Produkt mit neuen Funktionen ausbaue, die Algorithmen als Open Source zur Verfügung stelle, um das Vertrauen zu erhöhen, die Spam-Bots bekämpfe und alle Menschen authentifiziere. Twitter hat ein enormes Potenzial – ich freue mich darauf, mit dem Unternehmen und der Gemeinschaft der Nutzer daran zu arbeiten, es zu erschließen.“

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Ein holpriger Weg

Nicht jeder ist begeistert von Musks Übernahme. So hat im Vorfeld der Ankündigung etwa der Hashtag #RIPTwitter getrendet.

Was die nächsten Schritte angeht, so hat Musk deutlich gemacht, dass er sicherstellen will, dass Twitter die freie Meinungsäußerung von allen Seiten unterstützt (was impliziert, dass dies derzeit nicht der Fall ist, obwohl es keine empirischen Beweise dafür gibt).

Er könnte einige Nutzersperren überdenken, darunter die des ehemaligen US-Präsidenten Trump.

Wahrscheinlich wird er den Code von Twitter als Open Source zur Verfügung stellen.

Als Fan von Blockchain und NFTs könnte Musk die Plattform noch stärker in den Kryptobereich vorantreiben.

Doch Investoren und Geldgeber werden vor allem an Musks Wachstumsplan interessiert sein. Twitter hat zwar erfolgreich versucht, mehr Einnahmen aus bestehenden Nutzern zu generieren, aber das Wachstum war in den letzten Jahren relativ langsam und flach. Es ist nicht klar, ob Twitter jemals die breite, globale Anziehungskraft von z. B. Facebook (das selbst mit Wachstumsproblemen zu kämpfen hat) oder TikTok haben könnte.

Eugen Wegmann

Eugen Wegmann ist Online-Redakteur für PurpleClouds Deutschland GmbH / TechRadar Region DACH und zuständig für Gaming und Computer-Hardware.

E-Mail: ewegmann[at]purpleclouds.de

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