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Einer der schlechtesten Nintendo Switch-Ports erhält komplette Überarbeitung

Viele Kinder und Erwachsene dürften sich auch auf die Umsetzung des Dino-Survival-Hits Ark Survival Evolved gefreut haben ... jedoch war die Portierung eher ein Graus.
(Image credit: Shutterstock/Proxima Studio)

Ark: Survival Evolved, einer der schlechtesten Nintendo Switch-Ports überhaupt, erhält als Teil der Ark: Ultimate Survivor Edition im September eine umfassende Überarbeitung. 

Laut Entwickler Studio Wildcard wird der Code für das Survival-Adventure auf Switch von Grund auf neu geschrieben und hierfür zudem die neueste Version der Unreal Engine 4 verwendet. Die Portierung erfolgt dabei extern durch einen talentierten Drittentwickler, welcher Funktionalität, Grafik und Optimierung des Spiels überarbeiten soll.

Neben einer umfassenden Behandlung des Switch-Ports beinhaltet die Ark: Ultimate Survivor Edition darüber hinaus hunderte Spielstunden dank neuer Inhalte, aller Erweiterungspakete sowie zusätzlicher cineastischer Story-Inhalte. Außerdem werden benutzerdefinierte Server unterstützt durch Nitrado-Server-Netzwerke und ein "Young Explorers Mode" inkludiert, der als umfassender Lernmodus zu den prähistorischen Kreaturen dienen soll.

Besonderes Schmankerl: Alle Besitzer von Ark Survival Evolved erhalten das Update kostenfrei und können bestehenden Fortschritt in das Upgrade übertragen. Eine tolle Geste, vor allem wenn man bedenkt, dass das Spiel ursprünglich auf der Switch in einem äußerst dürftigen Zustand erschienen ist.

Ein prähistorischer Port

Das Spiel erinnert leider nicht nur entlang der Thematik, sondern auch der Grafik an prähistorische Zeiten.

(Image credit: Switch Player)

Warum war der Port von Ark: Survival Evolved so enttäuschend? Zunächst sei gesagt, dass auch die anderen Varianten von Ark SpielerInnen mit einigen Problemen konfrontierten. So mussten selbst leistungsstarke PCs vor dem Survival-Game klein beigeben. Diese Vorabinfo machte die Switch-Portierung zu einer fragwürdigen Erfahrung und das Desaster bahnte sich damit bereits an. 

Laut den Technikexperten von Digital Foundry (opens in new tab) musste das Spiel auf der Switch "mehr Abstriche machen als alle anderen Switch-Portierungen, die wir bisher getestet haben." Auch im Jahre 2022 dürfte das Survival-Game damit immer noch auf der "Bestenliste" der miesesten Portierung für die Switch vertreten sein. 

Digital Foundry geht in ihrer Analyse sogar soweit und sagt, dass "dies das (Switch-) Spiel mit der niedrigsten Auflösung ist, dass wir je getestet haben. Es ist schlechter als so ziemlich jedes Spiel auf PlayStation 2, GameCube, Xbox und Co."

Aber nicht alles war so schlecht. Zu Kosten der deutlich reduzierten Grafik und verschwommenen Auflösung war immerhin die Bildwiederholrate einigermaßen konstant. Das soll natürlich nicht heißen, dass diese permanent ein flüssiges Bild bei 30 FPS abliefern konnte. Aber immerhin waren die Ruckler und Einbrüche in der Performanz im Vergleich zur Grafik ein sekundäres Problem. 

Glücklicherweise ist Ark: Survival Evolved in der umfangreichen Bibliothek der Switch-Ports jedoch eher eine Seltenheit. Darüber hinaus haben wir mit Doom Eternal, The Witcher 3 oder Warframe bereits gesehen, dass kein Port für die Nintendo Switch (opens in new tab) absolut ausgeschlossen scheint. Natürlich muss man entlang einer Umsetzung für das weniger performante System mit Abstrichen rechnen, jedoch bieten die genannten Portierungen noch immer ein Spielvergnügen, welches sich nicht hinter anderen Plattformen verstecken muss.

Es bleibt folglich abzuwarten, ob Ark: Ultimate Survivor Edition tatsächlich die Fehler des ursprünglichen Ports ausbügeln kann. Zumindest sollten sich entlang des kostenfreien Upgrades jedoch die Spieler, welche den Port für ursprünglich etwa 50 Euro gekauft haben, weniger abgezockt fühlen. Dino-Fans sollten also gespannt bleiben und dürfen vorsichtig auf ein gelungenes Abenteuer hoffen - auch auf der Switch.

Als Redakteur bei TechRadar Deutschland beschäftigt sich Christian Schmidt primär mit den Themen Gaming sowie PC-Hardware.



Erreichbar ist Christian unter der Mailadresse cschmidt[at]purpleclouds.de.

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